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- 20. März 2013 2 Min.

Weißrusslands Präsident Alexander Lukaschenko sieht sich als Opfer des "schwulen" Westens
Der weißrussische Staatschef erklärt seine Welt: Schwule wie den deutschen Außenminister kann er nicht leiden, dagegen "vergibt" er Lesben ihre sexuelle Orientierung.
In einem Interview mit dem russischen Staatssender RT hat Weißrusslands autoritär regierender Präsident Alexander Lukaschenko am Montag auf seine berufliche Beziehung zum schwulen deutschen Außenminister Guido Westerwelle Stellung genommen und dabei erneut homophobe Thesen von sich gegeben.
Lukaschenko hatte 2010 bei einem Treffen mit dem FDP-Politiker gefordert, schwule Männer in Bauernhöfen zu internieren (queer.de berichtete). Jetzt erklärte der "letzte Diktator Europas" (Westerwelle), dass er zum Zeitpunkt des Treffens nichts über die sexuelle Orientierung Westerwelles wusste: "Ich hatte zu der Zeit keine Ahnung. Meine Mitarbeiter haben das in ein Memo geschrieben, aber ich habe es nicht fertig gelesen."
Lukaschenko bekräftigte in dem Interview, dass er von schwulen Männern nicht viel halte: "Den Frauen vergebe ich ihr Lesbentum, aber Männern nie im Leben ihr Schwulsein. Die Frauen werden lesbisch, wenn wir Männer erbärmlich sind." Er habe das Thema auch beim Gespräch mit Westerwelle nicht selbst angesprochen, sondern es sei ihm von einer polnischen Delegation aufgedrängt worden.
Ferner sagte Lukaschenko, die Europäische Union wolle Weißrussland kontrollieren und gehe deshalb politisch gegen ihn vor. In diesem Zusammenhang lobte er den kürzlich verstorbenen venezolanischen Präsidenten Hugo Chavez, der ebenfalls vom Westen bedroht werde. Die Chavez-Partei betreibt wie Lukaschenko in Venezuela eine homophobe Diffamierungskampagne gegen politische Gegner (queer.de berichtete).
"Ich mag keine Schwuchteln!"
Lukaschenko regiert Weißrussland seit rund zwei Jahrzehnten mit eiserner Hand und hat bereits wiederholt Stimmung gegen Homosexuelle gemacht. So wurde der 58-Jährige 2011 in einem Fernsehinterview sehr deutlich, als er sagte: "Ich mag keine Schwuchteln!" (queer.de berichtete). Er erklärte darüber hinaus, er habe Westerwelle geraten, ein "normales Leben" zu führen. "Wir leben in einer demokratischen Gesellschaft. Und ich bin der Präsident und habe ein Recht, meine Ansichten zu äußern. Ich habe ihm das ehrlich gesagt und ihm dabei in die Augen geschaut." Im Oktober 2011 hatte er sich dafür halbherzig entschuldigt: "Westerwelle hat es mir übel genommen, dass ich die Homosexualität nicht gutheiße… Meine Worte haben ihn verletzt. Ich bereue immer noch, was ich gesagt habe" (queer.de berichtete).
In Weißrussland ist Homosexualität zwar seit 1994 legal, gilt aber wie in Sowjetzeiten als Tabuthema. Gleichgeschlechtliche Paare werden nicht anerkannt und es gibt keinen Schutz gegen Diskriminierung. Schwul-lesbische Einrichtungen werden vom Regime meist nicht geduldet. In den letzten Monaten ist die Staatsmacht mit mehreren Razzien gegen Veranstaltungen von Homosexuellen vorgegangen (queer.de berichtete). (dk)















Ich kenne das anders:
Erbärmliche Männer müssen als Diktatoren ihr Volk unterdrücken und dumm halten, um ihre Minderwertigkeitskomplexe zu verbergen...