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- 21. März 2013 2 Min.

Kardinal O'Brien machte mit homophoben Bemerkungen Schwulen und Lesben das Leben schwer, führte aber offenbar selbst heimlich eine schwule Beziehung
Der zurückgetretene Kardinal Keith O'Brien soll eine langjährige schwule Beziehung geführt haben – sein Partner hat ihn dann offenbar an die Kirchenleitung verraten, weil er die homophobe Rhetorik des Kardinals leid war.
Wie die schottische Zeitung "The Herald" berichtet, hat Kardinal Keith O'Brien aus Edinburgh über Jahre eine Beziehung mit einem Priester unterhalten. O'Brien soll dem Mann einen Job auf dem europäischen Festland verschafft haben. Die beiden sollen in regelmäßigem Telefonkontakt gestanden haben. Außerdem soll der Mann O'Brien mehrfach in seinem Amtssitz in der schottischen Hauptstadt besucht haben.
Der Betreffende gehört zu jenen Priestern, die sich vergangenes Jahr über sexuelle Übergriffe des Kardinals seit den 1980er Jahren beschwert hatten. Darauf trat der 75-jährige Kardinal kurz vor der Papstwahl zurück (queer.de berichtete). Wenig später hatte der oberste Katholik Großbritanniens schwulen Sex zugegeben (queer.de berichtete). Zuletzt warf ein Priester O'Brien vor, dass er ihn nach seiner Wahl zum Kardinal in angetrunkenem Zustand im Vatikan befummelt habe (queer.de berichtete).
Rachegelüste bei Sex-Gespielen
Laut dem Bericht des "Herald" soll der heimliche Lebenspartner – ebenso wie andere Priester – den Kardinal bei der vatikanischen Führung angezeigt haben, weil sich O'Brien als aggressiver Lobbyist gegen Homo-Rechte in Großbritannien profiliert hat. So verglich O'Brien etwa die in England und Schottland geplante Ehe-Öffnung mit der Legalisierung der Sklaverei und nannte es eine "groteske Zersetzung eines allgemein akzeptierten Menschenrechts", wenn Schwule und Lesben heiraten dürften (queer.de berichtete). Deshalb verlieh ihm die britische Homogruppe Stonewall im vergangenen Jahr den Titel "Homo-Hasser des Jahres".
Derzeit führt der Vatikan eine Untersuchung gegen O'Brien durch. Es wird darüber spekuliert, ob der neue Papst Franziskus O'Brien den Kardinalstitel entziehen will. Eine solche Degradierung hat es in den vergangenen zwei Jahrhunderten nur drei Mal gegeben. (dk)















Eigentlich ist der ganze Vatikan reif für eine Komödie, wenn er nicht so viele psychische und sexuelle Krüppel erzeugt hätte.
Als Tragikomödie würde es aber durchgehen.