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Rauchig-düstere Songs
Timothée Régnier ist Rover
- 26. März 2013 - 2 Min.

Ein Franzmann mit Rock’n’Roll als Muttersprache: Rover
Das Debütalbum dex Ex-Punkrockers wurde mit analoger Technik produziert.
Manchmal können ernsthafte Rückschläge, dank glücklicher Zufälle, neue Möglichkeiten eröffnen. Wäre Rover vor zwei Jahren aufgrund von Visaproblemen nicht vom Libanon ausgestoßen worden, wären seine Songs wohl ungehört geblieben. Damals spielte der vielgereiste Songwriter Timothée Régnier in der Punkrockband The New Government, die die Denkweise in Nahost anfechtete.
Nach seiner abrupten Rückkehr nach Frankreich, blieb er in einem Haus voller Musikinstrumente in Bretagne hängen. Als er über seine Zukunft nachdachte, kam er auf das beste Ergebnis, das man sich nur vorstellen kann und verbrachte einen ganzen Winter lang mit eigenen Kompositionen und Aufnahmen. In diesem "eher heruntergekommenen" Heimstudio lernte er seine einzigartige, dehnbare Stimme, welche auf den ihn elektrifizierenden Tracks, rauchig und düster ist und die höher wird, wenn ihn Leidenschaft ergreift, zu beherrschen.
In den Fußstapfen von David Bowie und den Beatles

Der Künstlername Rover kommt von seiner Liebe zu britischen Autos
Unbewusst folgt er den Fußstapfen derer, die er bewundert und fast täglich hört: Brian Wilsons Beach Boys, Bowie und den Beatles. Rover ist aber kein Anhänger und noch viel weniger ein junger Nostalgiker. Wie die zeitgenössischen Künstler, die er liebt – besonders Interpol – hat er seine verschiedenen Einflüsse verarbeitet, reinterpretiert und synthetisiert.
Timothèe schrieb, komponierte, spielte, sang und arrangierte alle Songs. Es wurde im Vintagestyle mit analoger Technik produziert, mit der Idee die Atmosphäre und die Stimmung, die ihn anfangs zum Schreiben inspirierte, einzufangen. Seine Songs profitierten von dem Komfort und der Präzision einer Studioaufnahme, ebenso wie von vielen Instrumenten, die Rovers wagemutige Vorgehensweise gestalteten und von seinem Arrangement (u.a. Orgel, Klavier, Gitarre, Synthesizer, Drum Machine).
Er entschied sich dazu unter dem Namen Rover bekannt zu sein, wegen seiner männlichen Konnotation und seiner Liebe zu britischen Autos ("My parents drove nothing else when I was a kid"), aber auch, weil er das Leben als eine Serie von Reisen sieht. Und er ist noch immer weit entfernt von seinem Ziel.
Links zum Thema:
» In das Album bei Amazon reinhören
» Rover auf Facebook
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