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- 26. März 2013 1 Min.

Magnus Hirschfeld gilt als Begründer der Homo-Bewegung – er starb 1935 im Exil
Am Ostersamstag 2013 wird der Kölner Künstler Gunter Demnig auf Initiative der Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft einen Stolperstein für Recha Tobias, die älteste Schwester Magnus Hirschfelds, in Berlin verlegen.
Die Aktion Stolpersteine erinnert an Todesopfer der NS-Zeit, indem am letzten selbst gewählten Wohnort der Personen Gedenktafeln aus Messing ins Pflaster des Gehwegs eingelassen werden. Am Samstag wird in Tiergarten der Stein für die 1857 geborene Tobias verlegt. Sie wohnte ab 1927 für etliche Jahre im Nachbargebäude des Berliner Instituts für Sexualwissenschaft unter der Adresse In den Zelten 9a. Hier vermietete sie mehrere Zimmer einer großen Wohnung, deren hinteren Trakt sie selbst nutzte. Einer ihrer bekanntesten Untermieter war der britische Schriftsteller Christopher Isherwood. Recha Tobias wurde im August 1942 nach Theresienstadt deportiert und kam dort am 28. September 1942 ums Leben.
Das Gebäude In den Zelten 9a wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, die Ruine später abgetragen. In unmittelbarer Nachbarschaft des einstigen Instituts für Sexualwissenschaft wurde zur Internationalen Bauausstellung "Interbau" 1957 die Kongresshalle ("Schwangere Auster") errichtet. Das Gebäude ist seit 1989 Sitz des Hauses der Kulturen der Welt und damit ein viel besuchter Ort für zeitgenössische internationale Kunst. (pm/dk)
Termin: Samstag, 30. März 2013, 12.05 Uhr, Haus der Kulturen der Welt, John-Foster-Dulles-Allee 10, 10557 Berlin
Links zum Thema:
» Magnus-Hirschfeld-Gesellschaft















Und sie sind eine Warnung vor zu viel Optimismus.
Dass ihre eigenen Landsleute ihr einmal als Greisin so heimtückisch in den Rücken fallen und sie umbringen würden, das hätte Recha Tobias als junge Frau im Kaiserreich wohl nie erwartet und auch gar nicht ahnen können.