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Kommentare zu:
Ein Keuschheitsrohr für den Lover


#1 Timm JohannesAnonym
  • 27.03.2013, 15:48h
  • Warum müssen Beziehungsfilme zu schwulen Paaren, von denen es sowieso nicht so viele leider gibt, immer mit so vielen Problemen und insbesondere diversen Sexpraktiken überlagert sein ?!?!

    Die meisten schwulen Paare, die ich so kenne, und das sind ziemlich viele Paare, sind fernab von diesen Problem beladenen Filmen und insbesondere die ganzen diversen Sexpraktiken wie S/M oder Fisten spielen da bei den allermeisten Paaren keine Rolle; ich kenne sogar eine ganze Reihe schwuler, langjähriger Paare, die auch Analsex nicht mögen und denen Streicheln, Kuscheln und Oralsex genügt.

    Warum müssen die LGBT Filme zu schwulen Paaren immer so weit in die Fetisch-, Sex- und SM-Ebene abgleiten ???

    Ich kann mir das nur so erklären, dass die wenigen schwulen Filmregisseure dieser Filme in der Regel wesentlich "abgedrehter" leben als der Durchschnittsschwule in Deutschland. Das können diese Filmregisseure auch gerne leben und ich habe Nix dagegen, wie wer und was für Sexpraktiken hat - aber mein Eindruck ist, dass die Mehrheit der durchschnittlichen schwulen Paare nunmal nichts mit SM oder Fisten "am Hut hat".

    Oder es liegt daran, dass ein schwuler Film, wo ein Durschnittspaar mit täglichem Gang zur Arbeisstelle und Aufstehen sowie Fahrt zur Arbeit, Gespräche mit Kollegen am Tag, usw. sich "schlecht" verkaufen läßt, weil es den Zuschauer an den eigenen Alltagstrott zu sehr erinnert.

    Mir sind viele der schwulen Filme einfach zu abgedreht und haben wenig mit dem wirklichen Alltag der meisten schwulen Deutschen zu schaffen.

    Ob ich mir den Film anschaue, weiß noch nicht, da mich der vorliegende Queer-Bericht doch eherskeptisch sein läßt.
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#3 stromboliProfil
  • 27.03.2013, 16:07hberlin
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • tja, die einsamkeit des torwarts in einem spiel das sich in der anderen strafraumhälfte abspielt.

    Klar kennst du nur DEINE sexualität weil nie andere genossen. Das deine aber gleich auch die der mehrheit sein soll, ist eben ausdruck dafür dass sich keiner für deine art interessiert. Und sicher bist du nicht das beispiel für den sogenannten durchschnittsschwulen, weil der ebenfalls längst über diese einengung sexueller angebote hinaus ist.
    Da hast du die letzten 50 jahre quasi verschlafen.. schlaf weiter!

    Einen film über kuscheln zu machen als grundlage eines beziehungsfilmes, ist nicht abendfüllend, eher den einschlaf fördernd. Und das scheint ja dein ziel beim betreiben des beischlafes zu sein.. einschlafen!
    Da aber sexualität eben vielfältig und nicht einfältig daher komm,t wird sie natürlich auch mit konflikt beladen.. was wiederum unser interesse , unsere neugier weckt!
    An deiner art beziehung hätte ich keinerlei interesse! An anderen sehr wohl!
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#4 Timm JohannesAnonym
  • 27.03.2013, 16:29h
  • Antwort auf #3 von stromboli
  • @stromboli
    "Klar kennst du nur DEINE sexualität weil nie andere genossen. Das deine aber gleich auch die der mehrheit sein soll, ist eben ausdruck dafür dass sich keiner für deine art interessiert. "

    ---------
    Tja stromboli, du täuscht dich gewaltig, was meine Person angeht. Ich kenne viele, viele schwule Paare und habe viele, viele Gespräche im Laufe der Jahre mit Paaren geführt. Bereits zu Studentenzeiten habe ich den schwulen autonmen ASTA-Referat einer Unistadt Anfang der 1990er mitgeprägt und weiß sehr wohl, was die letzten 20 Jahre so abgegangen ist.

    Und ich sage Dir: Berlin-Motzstraße und das Szeneleben in Berlin-Schöneberg ist nicht das Leben des durchschnittlichen schwulen Paares in Deutschland. Meines Erachtens lassen sich schwule Filmregisseure zu sehr von der Szene in Berlin, Köln und Hamburg anleiten, wenn sie Ihre Filme drehen. Das aber in Wahrheit die meisten schwulen langjährigen Paare eher szenefern leben, wird dabei vergessen...wahrscheinlich weil sich ein Film über das durchschnittliche Leben schwuler Paare schlecht vermarkten läßt, weil es zu bürgerlich ist.
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#5 stromboliProfil
  • 27.03.2013, 16:57hberlin
  • Antwort auf #4 von Timm Johannes
  • ja, viele viele viele die du kennst, soviel viele, dass statistisch schon der durchschnitsschwule erhoben ist.

    diese nabelschau auf dein privates gestalten deiner sexualität, mag ja von anderen geteilt, aber so wie du es hier rüberzubringen versuchst, ist es eher die heimische schlafmütze mit geringem sexualtrieb.
    Das ist auch nicht ungewöhnliches, aber eben auch nicht mehrheitsfähig.

    Und sicher nicht besonders publikumsinteressen weckend wenn es um einen film geht.
    Wer will schon einen derrick- eric ode verschnitt als schwules beispiel, wenn er auf pulp fiktion zurück greifen kann.

    Süß, dass wieder die gartenzwerk-babuschka sich zeigt, mit "schwulen autonmen ASTA-Referat einer Unistadt Anfang der 1990er mitgeprägt".. wie sonst hätte man sonst glauben können einem weltgewandtem homo gegenüber zu sitzen...
    Sicher , motzstrasse und schöneberg ist nicht der nabel der welt, aber sicher einer jener orte, an dem sich die vielfältigkeit schwulen lebens ausleben lässt. Das kann man von deiner reihenhausideologie mit vorgartenzwerg und "david" auf der kommode, sicher nicht behaupten!
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#6 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 27.03.2013, 17:48h
  • Na super, wieder hat man bei einem Film mit der Synchronisation gespart und in nervige Untertitel investiert! Hoffentlich wird das korrigiert, wenn der Film auf DVD oder Bluray herauskommt!
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#7 alexander
  • 27.03.2013, 17:53h
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • deine rede :
    [Die meisten schwulen Paare, die ich so kenne, und das sind ziemlich viele Paare,].......???
    oh wunder, oh wunder, ich wundere mich immer wieder über deine schafherde an schwulen paaren ?
    wo werden die bei dir gezüchtet ?
    wenn ich mal hochgreife, kommen bei mir auf 100 schwule, max. 10 paare! bei dir muss also ein nest sein ???
    aber zu deinen "filmischen inhalten", es ist doch auch bei heteroproduktionen, nicht anders. logo, werden hier entweder extremsituationen, oder zumindest besonders komische geschichten erzählt!
    es mag auch sein, dass schwule produktionen härter, im bezug auf sexszenen zur sache gehen, aber das ist wohl eher dem pornokonsum des schwulen klientels geschuldet, das sich sonst für einen solchen film nicht erwärmen könnte ! aber auf jeden fall ehrlicher und authentischer, denn wer will denn rosenreslie, als rosenbübchen in der bussi, bussi variante der 50 iger jahre sehen ? oder die "bengels vom immenhof" ?
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#8 finkAnonym
#9 antosProfil
#10 TheDadProfil
  • 27.03.2013, 19:23hHannover
  • Antwort auf #4 von Timm Johannes
  • ""..du täuscht dich gewaltig, was meine Person angeht. Ich kenne viele, viele..""..

    Das war aber nicht die von "stromboli" in der Antwort implizierte Frage..

    Die lautete :
    Hast Du JEMALS Deinen Hintern hingehalten, wenn Dir jemand eine Faust zu Fisten bietet, und hast Du eigentlich keine Handschellen im Nachttischchen ?

    Offenbar nicht..
    Wie kommst Du dann darauf Deine begrenzte Erfahrungswelt die wohl überwiegend aus empirischen Daten anderer Pärchen stammt, zur Normativen Kraft des Faktischen zu erheben ?

    Ich kenne ganz andere Menschen, mit ganz anderen Hobby´s, und "stromboli" und "fink" wieder andere..

    Und nu komm mir nich um die Ecke mit "sozilistischer Dekadenz im Sex"..

    Blümchensex ist dekadent, und sich Erfahrungen zu verweigern, und sei es nur im Kino oder beim Porno, das ist dekadent und VERKLEMMT bis in´s Mark..

    Ich kenne z.B. ein Pärchen das mitten im Bermuda-Dreieck um Motzstraße und Nollendorfplatz wohnt, und treibe mich auch bei jedem Berlin-Besuch genau da rum wo schwules Leben sich auf öffentlichen Straßen abspielt..

    Wer aber nur heimlich unter´m Tisch Händchenhaltend beim Italiener an der Ecke sitzt, und sich die Erfahrung einer Fickstuten-Party im SLUT in Hamburg, oder die Begegnung mit Menschen im TOM´s in Berlin nicht macht, der findet natürlich Filme wie diesen, die "so weit in die Fetisch-, Sex- und SM-Ebene abgleiten" irgendwie komisch näää..

    SM ? IIiiih..
    Fetisch ? Pfui Deibel, was is dat denn ?

    Aber täglich zu einem Herren beten der sich rostige Eisennägel durch Hände und Füße schlagen ließ, um als "Erfinder" des Peircing für "uns alle" das Leid der Welt auf sich zu nehmen ?!..

    -tze-
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#11 TomarneAnonym
  • 27.03.2013, 20:04h
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • Ich kann zwar irgendwie verstehen, dass Du Angst hast, dass man als Schwuler gleich mit extremeren Sexualpraktiken in Verbindung gebracht wird, weil dies in unserer spießigen und verklemmten Gesellschaft evtl. Anlass für neue Diskriminierungen sein könnte.
    Allerdings finde ich nicht, dass schwule Filme dies tun. Filme zeigen doch eh immer Ausnahmesituationen.
    Außerdem: wir Schwule sind Außenseiter, warum sollten wir die Chance nicht ergreifen, freier zu leben und die Sexualität frei zu genießen, evtl. als Vorbild für die Gesellschaft? Warum sollten wir uns in dieselben Moral-Gefängnisse sperren, wie die Heteros? Und wenn Du den Segen der "Natur" oder von "Gott" brauchst: Sexualität hat nicht nur eine Rolle bei der Vermehrung, sondern spielt bei Gruppentieren durch den Lustgewinn eine wichtige soziale rolle beim Zusammenhalt - daher die vielfältigen Praktiken. Die typische monogame Hetero-Ehe ist folglich viel eher der eigentliche Gipfel der Perversion. Es ist nichts Verwerfliches an freiem Sex, und was die Kirche (und die Mehrheit) sagt, ist dämlich und wissenschaftlich nicht haltbar. Und freier Sex gefährdet auch nicht das Konzept der Liebe, sofern wir unsere anerzogenen und kulturell bedingten Ansprüche auf sexuelle Exklusivität aufgeben. Also, wovor sollen wir Angst haben? Gehen wir voran!
    Und zu den dutzenden "anständigen" schwulen Paaren, die Du kennst: davon kenne ich nicht viele. Aber ich kenne viele Schwule die sehr viel abgefahrenen Sex haben, und auch sehr viele Schwule, die wegen der Diskriminierung depressiv sind oder Selbstmord begangen haben. Anscheinend leben wir nicht auf demselben Planeten.
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#12 gatopardo
  • 27.03.2013, 20:08h
  • Antwort auf #6 von FoXXXyness
  • Bertolucci hat einmal gesagt, dass er synchronisierte Filme für eine Perversion hält und ich schliesse mich dieser Meinung an. In den meisten Ländern werden ausländische Filme nur mit Untertiteln gespielt, aber weder in deutschsprachigen Ländern ,noch in Frankreich,Spanien oder Italien. Allerdings gibt es überall spezielle Kinos in unserem und Eurem Umfeld, wo man die Originalfassung mit Untertiteln in jeweiliger Landessprache geniessen kann. Man kann sich daran gewöhnen und wird später dann keine Synchronisation mehr ertragen können, welche die echte Wiedergabe einer Handlung mit ihren authentischen Stimmen stark verfälscht. Glaub´s mir !
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#13 TomarneAnonym
  • 27.03.2013, 20:55h
  • Antwort auf #12 von gatopardo
  • Ich sehe mir Filme zwar auch gerne im Original mit Untertiteln an, allerdings sehe ich sie mir dann gerne noch einmal in der synchronisierten Fassung an, weil die Untertitel doch arg vom Bild ablenken und man teilweise das Mienenspiel der Schauspieler oder andere Details ganz einfach verpasst. Außerdem: Wenn man die Sprache des Filmes überhaupt nicht versteht, kann man auch nicht die Feinheiten der Diktion auskosten. Und: Ich habe auch schon einige Filme gesehen, deren deutsche Tonspur, die ja meist von professionellen Schauspielern aufgesprochen wird, um Welten besser war als das Original (meistens handelte es sich dabei um Hollywood-Produktionen). Ärgerlich sind bei Synchronfassungen ebenso wie bei Untertitel allerdings die zahlreichen groben Übersetzungsfehler.
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#14 Timm JohannesAnonym
  • 27.03.2013, 21:28h
  • Antwort auf #10 von TheDad
  • @The_Dad
    "SM ? IIiiih..
    Fetisch ? Pfui Deibel, was is dat denn ?"

    Komisch, das du anderen Autoren im Forum im Dinge unterstellst, die sie nicht geschrieben haben. Aber das ist sympthomatisch für Dein Schreiben. Du liest die Artikel anderer Autoren einfach nicht.

    Nochmals extra für DICH, damit DU es kapierst.
    Ich hatte geschrieben, dass SM oder Fetisch jeder gern machen kann, wenn er daran Spass hat ! Geht das in deinen Kopf rein, das ich dies schreibe !

    ABER ich hatte auch geschrieben, dass SM oder Fetisch halt nur ein kleinerer Teil der schwulen Männer mag. Das durchschnittliche schwule Paar ist halt nicht das Szenepaar in der Motzstraße.

    Fazit: Du bist genau der Kandidat, der die Kommentare anderer Autoren einfach nicht liest, weil du einfach nur immer und immer wieder deinen linken Ideologiescheiß in jedem Kommentar loswerden willst, das du regelerecht erbärmlich auf mich wirkst...ich bedauer Dich echt, bist halt keine große Leuchte.
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#15 finkAnonym
#16 wutpilgerAnonym
#17 finkAnonym
  • 27.03.2013, 21:57h
  • Antwort auf #1 von Timm Johannes
  • ein ganz durchschnittlicher mann wacht neben seinem partner auf, fährt zur arbeit und unterhält sich mit seinen kollegen. wow. das klingt nach einem todsicheren blockbuster.

    eine idee von mir umsonst dazu: lass ihn abends noch mit dem hund ausgehen und dann eine tasse kräutertee trinken, und der oscar ist sicher.
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#18 TheDadProfil
  • 27.03.2013, 22:18hHannover
  • Antwort auf #14 von Timm Johannes
  • ""ich hatte auch geschrieben, dass SM oder Fetisch halt nur ein kleinerer Teil der schwulen Männer mag""..

    Wie viel ist bei Dir ein "kleinerer Teil" ?
    Einer von Hundert ?
    Einer von Zehn ?

    Wenn Mann von den Zahlen von "alexander" ausgeht, und Zehn Paare von Hundert Schwulen abzieht, bleiben logischerweise 80 Schwule über, die in die Szene gehen..

    Und davon ein Drittel in das was Du als Fetisch- und SM-Szene begreifst..

    Ich war mit 18 das erste mal in einem Leder-Club..
    Ich mag aber gar kein Leder..
    Aber ich mag die Leute da, und deshalb bin ich immer wieder in Leder-Club´s anzutreffen..

    Ich geh aber auch im MS CONNEXION in Mannheim in die Stage wo dann Marianne Rosenberg läuft..

    Bin ich dann ein SchlagerFan ?

    Nöö..
    Aber ich mache meine Erfahrungen SELBST, und erzähle nicht von den "vielen, vielen, vielen schwulen Paaren, die ich kenne" und erkläre dann die Erfahrungen "der meisten schwulen Paare die ich kenne" zur Norm..

    Dein "vermissen" der "normalen Tagesabläufe" im Film von völlig normalen Menschen die in völlig normalen Welten leben liegt vielleicht daran, das es diese völlig normalen Menschen gar nicht so häufig gibt, wie Du sie in Deiner Welt wahrnimmst..

    In dir ist so viel von den Bonzen die in Wandlitz hinter der Mauer ihre Ferien verbrachten, um sich eine heile DDR in der DDR zu schaffen, das Mann Dich eigentlich nur belächeln kann..

    Der Ideologe in diesem Forum bist Du..
    Du wünscht dir Normen..
    Du bist gegen alles was nicht in DEINE Normen paßt, mindestens skeptisch, zumeist aber ablehnend, und paarst das mit einer Arroganz ohne Substanz..

    Christen sind für Dich automatisch die besseren Menschen..

    Muslime sind des Teufels Werk, und Atheisten für Dich Weltverderber, die mit Sozialisten und Kommunisten auf einer Stufe stehend am Bestem eingesperrt gehören, wenn Mann nur dürfte, wie Mann wollte..

    Du kannst einen Gag nicht verstehen, wenn dahinter nicht ein Smiley prangt oder "Jetzt lachen" steht, und hältst Dich zudem für allwissend was die Befindlichkeiten von Schwulen betrifft..

    Du beleidigst die Menschen rund um Dich herum, anstatt Dich mit den Post´s auseinander zu setzen, und wunderst Dich über Gegenwind aus allen Richtungen..

    Du bist wie ein Mensch am Nordpol, der verwundert feststellt das alle Richtungen Süden sind, weil Du zumeist orientierungslos durch die Threads hastest und so ganz nebenbei noch "Weisheiten" verbreiten mußt, die mit der Thematik an sich nichts zu tun haben..

    Neben der Reklame für Deine Lieblings-Kirchen und Deine Wahlaussagen für die falsche Seite kommt Dir gar nicht in den Sinn, das es Menschen mit anderen Erfahrungen gibt, die einfach zu anderen Meinungen führen müßen..

    Eine andere Meinung, eine Abweichung ist ein Angriff auf Deine kleine Lebenswelt, die Du dir aus den Textbausteinen zusammen zimmerst..

    Aber freies Leben ist mehr als Du dir als Teil eines Pawlow´schen Experimentes jemals vorstellen kannst..

    Das Leben ist kein Give-away der "Gott GmbH & Co KG", das vergeben wird als vorübergehende Maßnahme, und an dessem Ende für eine Form des Wohlverhaltens der Eintritt in´s Paradies steht, so wie für die Pawlow´schen Hunde, die immer bellen wenn´s klingelt, und danach als Belohnung was zum fressen kriegen, und ihnen am Ende der Speichel im Mund zusammenläuft, nur weil´s klingelt..

    Ihr Christen seid diese Hunde, und euch läuft der Sabber im Maul zusammen wenn ein Pfaffe was vom Himmelreich faselt..

    Bloß blöd..
    In der Bibel war das Paradies hier auf der Erde, und nicht im Himmel..
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#19 wir auchAnonym
#20 Timm JohannesAnonym
  • 27.03.2013, 23:15h
  • Antwort auf #18 von TheDad
  • @TheDad
    "Ich war mit 18 das erste mal in einem Leder-Club..
    Ich mag aber gar kein Leder..
    Aber ich mag die Leute da, und deshalb bin ich immer wieder in Leder-Club´s anzutreffen.."

    --> Das sagt eigentlich schon alles. Du kannst das gerne machen und meinetwegen jeden Tag 24 Stunden dort abhängen, das wäre für mich vollkommen okay. Darum geht es nicht, da musst Du dir schon jemanden anderen suchen, der S/M, Leder, Fetisch, Sneakers, Military, usw. generell ablehnt...da stehe ich klar auf den Standpunkt: "jeder nach dem, was ihm Spass macht und das so oft er will".

    ABER und das scheinst du einfach nicht begreifen zu wollen: du bist ein typischer Szene- und Großstadtgänger und gehörst zu den Typen, die aus ihrem selbstgebastelten Grosstadtghetto nicht herauskommen und der dieses Grosstadtszeneghetto ziemlich überheblich auf alle schwulen Männer überträgt.

    Du solltest vielmehr begreifen, wer alles erstens überhaupt nicht oder nur mal über Ostern oder Pfingsten für paar Tage im Jahr in der Motzstraße in Berlin anzutreffen ist und ansonsten dort das Jahr überhaupt nicht zu sehen ist.

    Diese Gruppe der schwulen Männer, die entweder überhaupt nicht in der Szene in Schöneberg, im St.Georgsviertel in Hamburg oder in der Altstadt Köln verkehrt oder nur einmal im Jahr auf den CSD kommt, ist der Hauptteil der schwulen Männer und Paare. Meine Beobachtung führt sogar dahin, dass viele langjährige Paare sich immer stärker aus dem ganzen Szenegelaufe herauziehen, je länger sie zusammen sind.

    Viele, viele schwule Paare leben sehr bürgerlich und finden die Szene nach Jahren eher als langweilig, weil alles eher schon bekannt ist ("der Lack der Szene ist ab"): die ganz normale bürgerliche Idylle mit Küche, Garten, Hund und Motorrad und Natur und Jahresurlaub ist ihnen viel, viel lieber und wichtiger.

    Du bist anscheinend der typische Vertreter, der aus seinem Grosstadtszeneghetto nicht herauskommt.
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#21 gatopardo
  • 28.03.2013, 10:46h
  • Antwort auf #15 von fink
  • Na dafür wären wiederum die Untertitel hervorragend ! Meine ausländischen Freunde, die keine synchronisierten Filme kennen, finden sie furchtbar und können nicht verstehen, wie man das akzeptieren kann. Es verhält sich eben damit wie alles auf der Welt: Pure Gewohnheit !
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#22 atheistAnonym
#23 TheDadProfil
  • 28.03.2013, 12:13hHannover
  • Antwort auf #20 von Timm Johannes
  • Ich bin für GAR NIX "typisch"..

    Ich lebe mit mehreren Heten in einer Wohngemeinschaft, habe fast ebenso viele Heten wie Schwule Freunde, ich "renn" nicht ständig in die Szene, aber tuck rum, wenn´s mir grad Spaß macht..

    Wer bestimmt hier, was "typisch" ist ?

    Wie ist die tatsächliche Wahrnehmung was einen tyischen Szenegänger ausmacht ?

    Ist das jemand der einmal im Monat für ein, zwei Bier in die schwule Kneipe mit Freunden geht, oder eher jemand, der wie in der Umfrage jede Woche einen anderen Mann zum Sex auftreibt ?

    Die von Dir beschriebenen Paare sind da sicherlich viel eher die "untypischen"..

    Aber daraus ergibt sich nun mal keine NORM die es zu erheben gilt, und schon gar nicht mit dem innerlich erhobenem Zeigefinger, wie er aus Deinen Formulierungen herausragt..

    1978 war die Szene eine völlig andere, als sie es Heute ist..
    Es gab keine Schwulen Kneipen mit Tischchen vor der Tür und keine schwulen Straßencafe´s, in die sich jeder setzen konnte..

    Da gab´s noch Türen mit Kuckloch und Klingeln, in etlichen Bars hatten Stammgäste gar einen Schlüssel und Mitgliedskarten..

    Die Gruppe der Schwulen die sehr selten oder nie, oder nur zum CSD in die Szene geht ist sicherlich größer geworden, aber immer noch nicht die Mehrheit, denn Szene ist Heute auch die Gay-Night im Kulturzentrum, die Gay-Party in der Fabrik in Hamburg, im Komm in Nürnberg, das monatliche Gaywerk im Connex in Mannheim, Szene sind auch die Straßenfeste in der Motzstraße in Berlin oder in der Langen Reihe in Hamburg St.Georg oder das Straßenfest "Flammende Herzen" das Hannover lange Jahre zu Pfingsten veranstaltete..

    Was ist hier "bürgerlich" wenn Mann sich zum Grillen im Garten trifft, so Mann denn einen genügend großen Freundes- und Bekanntenkreis zusammenbringt ?

    Ist es noch bürgerlich wenn die Chef´s der ALEX-Grand-Cafe´s darauf "achten" wenigstens 50 % schwules Personal einzustellen, oder schon Szene ?

    Kann Mann von Ghetto sprechen wenn jemand wie ich in der Straßenbahn nur Jungs und Männer anschaut, und der selektive Blick "durch" die Heten hindurchgeht ?

    Mich persönlich interessieren die bürgerlichen Spießerwelten nicht wirklich..
    Ich würde nie ein Haus bauen oder heiraten, selbst wenn die Ehe dann eines Tages einmal offen für alle ist..

    Motorrad und Auto sind für mich reine Fortbewegungsmittel und keine Statussymbole spießbürgerlicher Existenz, die es Samstags Vormittags auszuführen gilt, zuerst zur Waschanlage und dann zum Shopping, um anderen zu zeigen wie assimiliert ich doch bin..

    Sich dann Filme zu wünschen die quasi dokumentatorisch die banalen Tagesabläufe spießbürgerlicher Pärchen zeigen, zeigt mir höchstens wie langweilig doch ein Leben zwischen Job, Kirche und Candle-Light-Dinner verlaufen kann, wenn Mann DAS dann schon als "unterhaltend" betrachtet..

    Das scheint insgesamt so eines Deiner Probleme zu sein..
    Du wünscht Dir diese spießbürgerliche Assimilation der LGBT´s so sehr, das Du jedes Anzeichen einer Veränderung in der Szene als "Erlösung" von dem "Schmuddel-Image" hoffnungsvoll erwartest, um den Gegnern fröhlich lächelnd entgegenzuhalten : "Schaut her, wir sind doch genauso wie ihr"..

    Sind wir eben nicht, und wir werden es auch nie sein, selbst dann nicht wenn die Gleichstellung erreicht ist..
    Denn Gleichstellung ist nicht "gleich machen"..

    Das Dilemma der unterschiedlichen Lebensweisen läßt sich nicht auflösen, da können die Heten noch so oft schwule Welten und Begriffe wie Szene und Subkultur, oder Piercings und Fetisch-artige Party´s übernehmen..

    Letztlich werden die Lebenswelten der LGBT´s eben nicht in der bürgerlichen Gesellschaft "aufgehen", und genau deshalb ist die Gleichstellung in allen Bereichen so wichtig..
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#24 Timm JohannesAnonym
  • 28.03.2013, 13:07h
  • Antwort auf #22 von atheist
  • "Die Dame ist doch auch aus deiner Sekte? Göring-Eckardts Probleme mit der Homosexualität"

    --> Der Artikel der Welt erwähnt aber auch, dass sie einfach nicht den aktuellen Beschluss der Grünen kannte und dann durch Ihr Büro klar mitteilen ließ, dass Sie diesen Beschluss der Grünen mitträgt.
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#25 Timm JohannesAnonym
  • 28.03.2013, 13:42h
  • Antwort auf #23 von TheDad
  • @The Dad
    "Ich bin für GAR NIX "typisch".. "

    ---> Du merkst es nur nicht, weil es dein Alltag ist und Du dich ständig dort herumtreibst in der Szene.

    -------------

    "Die von Dir beschriebenen Paare sind da sicherlich viel eher die "untypischen"..

    --> Genau da liegst Du falsch. Du ignorierst einfach, dass viele viele schwule Paare sehr bürgerlich mit Hund, Garten, Motorrad, Jahressurlaub und Eigentumswohnung/eigenes Haus leben. Diese Paare gehen entweder überhaupt nicht mehr in die Szene, weil es "altes Geld" ist oder allenfalls bei einem Motorradausflug über Ostern/Pfingen, bei einem Freundschaftsbesuch aber ansonsten interessiert sie die Szene nicht mehr, weil sie ihre bürgerliche Zweisamkeit als erfüllend im Leben ansehen. Viel lieber planen diese Paare ihren Jahresurlaub, der in die Welt hinausgeht.

    " Sich dann Filme zu wünschen die quasi dokumentatorisch die banalen Tagesabläufe spießbürgerlicher Pärchen zeigen, zeigt mir höchstens wie langweilig doch ein Leben zwischen Job, Kirche und Candle-Light-Dinner verlaufen kann, wenn Mann DAS dann schon als "unterhaltend" betrachtet.."

    --> Och mache Dir keine Sorgen, ich sehe mein Leben als sehr spannend, erfüllend und gut an.

    "Du wünscht Dir diese spießbürgerliche Assimilation der LGBT´s so sehr, das Du jedes Anzeichen einer Veränderung in der Szene als "Erlösung" von dem "Schmuddel-Image" hoffnungsvoll erwartest,"

    ---> Auch da liegst du einfach falsch: für mich hat die Szene kein "Schmuddel-Image". Ganz im Gegenteil ...wer dahin gehen will, kann es gerne machen und dort seinen Spass haben.
    Nur du begreifst einfach nicht, dass die Szene einfach für viele schwule Paare, insbesondere wenn sie über viele Jahre zusammen sind, keine Bedeutung hat und ihren Reiz vollkommen verloren hat. Die glückliche Zweisamkeit steht bei diesen Paaren im Mittelpunkt ihres Lebens, die sie nicht mit anderen im Sling im Darkrooom teilen wollen.

    "Schaut her, wir sind doch genauso wie ihr".. Sind wir eben nicht, und wir werden es auch nie sein, selbst dann nicht wenn die Gleichstellung erreicht ist..

    ---> So und jetzt kommen wir zum "Pudels Kern" deiner falschen Denkweise, der öfter bei älteren Vertretern schwuler Männer anzutreffen ist. Du bist stolz auf die Leistungen deiner älteren Generation, die den Kampf gegen § 175 geführt haben und den Aufbau einer Szene in den Großstädten geleistet haben.
    UND ich finde, das kannst Du und deine Generation auch sein; dafür bin ich dankbar, dass die Generation vor mir, dies erkämpft hat.

    ABER weil dieser Kampf damals so hart war und sicherlich dein Denken für immer mitgeprägt hat, bist du der Meinung, dass es einer Abgrenzung der Homos gegenüber den Heten bedarf und es nie ganz gleich sein kann. Du glaubst fest daran, dass es zwei untersschiedliche Lebensweisen gibt; und das halte ich für großen Quatsch. Natürlich wird es darauf hinauslaufen und ist bereits in vollem Gange, dass die Lebenswirklichkeiten heterosexueller und homosexueller Menschen vollkommen gleich sein wird. NUR du selbst kannst dies nicht mehr umsetzen, weil du einfach in deiner Generation diese Kämpfe mittragen musstest und daher auch eine Abgrenzung behalten willst.

    Wenn du schreibst:
    "Letztlich werden die Lebenswelten der LGBT´s eben nicht in der bürgerlichen Gesellschaft "aufgehen",

    dann antworte ich Dir:
    Gerade das passiert aber derzeit und ist dann noch ein Stück gleich der Fall, wenn die bürgerliche Ehe geöffnet wird.

    Meiner Einschätzung hat Dir sowieso, die ganze Debatte seit Volker Beck Ende der 1990er die bürgerliche Eheöffnung in den Mittelpunkt der LGBT_Politik stellte, nicht gepasst. Du möchtest gerne deine abgegrenzte Szene, die deine Generation aufgebaut hat, für Dich behalten.

    Und so antworte ich Dir:

    ""Letztlich werden die Lebenswelten der LGBT´s eben in der bürgerlichen Gesellschaft "aufgehen".

    Und diese unterschiedliche Einschätzung rührt daher, dass ich aus der Generation stamme, die in den 1990er studiert hat und Kind der 1970er/1980er war. In meiner Generation bestand die Szene längst, HIV-Medikamente kamen auf den Markt und die Grünen brachten das Projekt der Lebenspartnerschaft in die Debatte, die seit den 1990er nun die CSDs und LGBT-Politik prägt. Die Bürgerlichkeit hat in den letzten 20 Jahren massiv Einzug in das Leben der homosexuellen Menschen in Deutschland gehalten.

    Mich erinnert dein Beitrag an eine Werbung der Bausparkassen.

    www.youtube.com/watch?v=2pcE9nLqE2Y

    Der Papa in der Werbung ist deine Generation und du; das Kind in der Werbung ist meine Generation und ich. Und wenn das Kind von den Klassenkameradinnen erzählt, die eigene Häuser und Wohnungen haben, dann sind dies die heterosexuellen Mitmenschen meiner Generation.

    Und dieses Kind ("meine schwule Generation") aus der Werbung ist mittlerweile in den 2000er groß geworden und hat sich die Bürgerlichkeit in das Leben eingebaut und ist gut damit zufrieden mit Haus, Garten, Hund und Jahresurlaub. Und jetzt geht es meiner Generation "nur" noch darum, dass es eigene Kinder in der eigenen Bürgerlichkeit will und darum rückt derzeit das Thema "Regenbogenfamilien" auch in den Mittelpunkt der LGBT-Bewegung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#26 finkAnonym
  • 28.03.2013, 14:12h
  • im gegensatz zu früher gibt es heute die option, ein den "bürgerlichen" * normen entsprechendes leben "in schwul" zu führen. ich persönlich finde das an sich gut, weil es den rahmen der persönlichen entscheidungsfreiheit erweitert.

    die schattenseite dieser entwicklung besteht darin, dass "bürgerliches leben" nach wie vor nicht von seinem normativen anspruch befreit wurde, so dass man als schwuler heute einem zunehmenden rechtfertigungsdruck ausgesetzt ist, wenn man weiterhin NICHT diesen normen entsprechend leben möchte.

    t.j. zeigt hier stellvertretend für viele andere, dass es vielen menschen leider gar nicht um die erweiterung des spektrums geht, sondern um die ausweitung dieser normen auf die schwule welt.

    es ist nicht mal schlecht, dass t.j. diese haltung hier sichtbar macht. es ist immer gut, sich ansehen zu können, wie andere ticken. leuten wie ihm geht es nicht um emanzipation im sinne einer befreiung von gesellschaftlichen normen und machtstrukuren. seine einzige utopie hat er hier schon offenbart: die "finanzielle waffengleichheit mit den nachbarn".

    selbst das wäre völlig okay für mich, ginge es nicht mit einer permanenten verunglimpfung anderer utopien, lebensweisen oder auch nur künstlerischer inhalte einher. die lippenbekenntnisse nach dem motto "jeder nach seiner facon" werden ja deutlich lügen gestraft durch die behauptung, für seine ganze generation zu sprechen.

    ich weiß gar nicht, ob ich mich freuen soll, dass er irgendwie dumpf ahnt, dass er mit einer offenen ablehnung hier nicht glatt durchkäme und sich deshalb ein paar laue toleranzbekenntnisse abringt. mir ist ehrlichkeit meistens lieber als geschwurbel.

    wer für die gleichberechtigung verschiedener lebensweisen ernsthaft eintritt, der gerät doch nicht gleich in panik, wenn mal einer von etlichen hier vorgestellten filmen eine einzige sm-szene enthält...

    ---
    * was immer das genau sein soll, darüber könnte man lange diskutieren, aber das würde hier wohl zu weit führen.
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#27 finkAnonym
  • 28.03.2013, 14:23h
  • Antwort auf #25 von Timm Johannes
  • "NUR du selbst kannst dies nicht mehr umsetzen, weil du einfach in deiner Generation diese Kämpfe mittragen musstest und daher auch eine Abgrenzung behalten willst."

    hier geht es nicht darum, sich unbedingt von etwas abgrenzen zu wollen. hier geht es darum, eigene vorstellungen frei zu entwickeln, die sich an den eigenen bedürfnissen orientieren und nicht an den normen.

    du behauptest einerseits, andere lebensentwürfe zu akzeptieren, aber im nächsten satz redest du, als sei es vollkommen unvorstellbar, dass jemand WIRKLICH andere bedürfnisse und lebensentwürfe haben könnte als du selbst.

    die hälfte der schwulen geschichte und aller persönlichen motivationen andersdenkender einfach zu einer pubertären trotzreaktion zu erklären - das ist schon wieder fast bewundernswert polemisch.
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#28 Timm JohannesAnonym
  • 28.03.2013, 18:37h
  • Antwort auf #26 von fink
  • @fink
    Erstmal dein Text hat mir in weiten Bereichen gefallen.

    "im gegensatz zu früher gibt es heute die option, ein den "bürgerlichen" * normen entsprechendes leben "in schwul" zu führen. ich persönlich finde das an sich gut, weil es den rahmen der persönlichen entscheidungsfreihei t erweitert"
    ---> Genauso ist es. Dies Option gibt es heute und darüber bin ich sehr froh, schön bürgerlich mit eigenem Haus, Hund, Garten, Jahresurlaub und fern der Szene mit meinem Mann gut wirtschaftlich abgesichert leben kann. Die heutige Gesellschaft macht dies möglich und gerade die Grünen mit Volker Beck und der Standesamtöffnung haben diese Bürgerlichkeit für homosexuelle Paare erstritten und das finde ich gut an den letzten 20 Jahren LGBT-Bewegung.

    ------------------
    T.j. zeigt hier stellvertretend für viele andere, dass es vielen menschen leider gar nicht um die erweiterung des spektrums geht, sondern um die ausweitung dieser normen auf die schwule welt. es ist nicht mal schlecht, dass t.j. diese haltung hier sichtbar macht. es ist immer gut, sich ansehen zu können, wie andere ticken.

    --> Und diese Haltung, fink, die ich hier sichtbar mache, ist keine vereinzelte Haltung unter schwulen Männern, sondern sie bildet die Mehrheitshaltung, da bin ich mir sicher. NUR diese Haltung wird weniger laut in den Foren publiziert und wird auch weniger stark durch Filme dargestellt.

    Und genau das ist der Punkt, den ich auch an diesem Film wiedereinmal zu kritisieren habe. Filmemacher wie Rosa von Praunheim oder auch dieser Film gehen immer in genau die gegensätzliche Richtung und zeigen nunmal nich die bürgerliche Idylle, die bei vielen schwulen Paaren in Deutschland Einzug gehalten hat. Wo sind denn diese Filme im LGBT Sektor, die genau diese Entwicklung und diesen Trend zur Bürgerlichkeit aufgreifen ? Du findest sie kaum und genau darüber mache ich mir Gedanken, woran das liegt.
    Für mich sind diese Ursachen der einseitigen Filmdarstellungen in der LGBT-Szene begründet. Die Filmemache wie Praunheim und Co haben diesen Bürgerlichkeitstrend nicht begriffen bzw. wollen ihn nicht wahrhaben, so wie dies auch beim Autor "TheDad" hier gut nachzulesen ist. Zum anderen dürfte dieses Fehlen schwuler bürgerlicher Filme daran liegen, dass sich diese Filme wohl weniger gut, vermarkten lassen, weil die Filmemacher hier die Spießigkeit des Films als finanziell wenig gewinnbringenden Film ansehen.

    Meines Erachtens greifen daher die heutigen Filme, die auch bei der Berlinale zu sehen sind, nicht die wahre Realität der schwulen Paare in Deutschland auf, denn diese schaut ganz anders aus und ist viel, viel bürgerlicher geprägt.

    ---------------------
    "wer für die gleichberechtigung verschiedener lebensweisen ernsthaft eintritt, der gerät doch nicht gleich in panik, wenn mal einer von etlichen hier vorgestellten filmen eine einzige sm-szene enthält..."

    ---> Ich gerate in keinster Weise in Panik, fink, sondern kritisiere nur, dass die Filme der heutigen schwulen Filmemacher nicht mehr der Realität der schwulen Paare in Deutschland entsprechen. Die Filme werden an der bürgerlichen Realität der schwulen Paare in Deutschland vorbeiproduziert.
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#29 TheDadProfil
  • 28.03.2013, 19:13hHannover
  • Antwort auf #25 von Timm Johannes
  • Eigentlich muß ich Dir gar nichts mehr antworten, denn "fink" hat das in den beiden nachfolgenden Post´s auf Deinen Kommentar wunderbar zusammengefaßt..

    Und so wiederhole ich hier nur noch einmal den Kern :
    Du kannst Dir andere Lebenswelten nicht vorstellen, und überträgst die normativen Kräfte die Du "gewohnt" bist einfach auf die Community, was in keinem Fall zutrifft..

    Es gibt diese MASSE an Paaren nicht, denn die Masse der LGBT´s sind immer noch die Single´s, was selbst die eindrucksvolle Unterstellung "alexanders" Zahlen beweist..

    Ich bezweifle sogar die Existenz von Zehn Pärchen unter Hundert Schwulen, und selbst wenn, bleiben die nicht ewig zusammen und Heiraten, bauen Häuser, pflanzen Bäume und adoptieren Kinder..

    Nur so viel am Rande :
    Das was wir uns jetzt zäh erkämpft haben, das gemeinsame Adoptionsrecht, gibt es in Schweden seit 2001..
    Aber es gab nicht einen Fall der faktisch zu einer Adoption führte, weil einfach viel zu wenige Kinder vorhanden sind..

    Die Klischee-Idylle wird nicht eintreten..
    Trotzdem ist es wichtig das sie es KÖNNTE..
    Und viel wichtiger als die Adoption als Paar, ist die Sukzessivadoption und damit die rechliche Absicherung bereits vorhandener Kinder, selbst wenn es nur 100 oder 1000 sind..

    Nenn doch mal Deine Zahlen :
    Wie viele von 100 LGBT´s die Du persönlich kennst führen eine LP, oder würden in der Zukunft eine Ehe führen ?
    10 ? 18 ? 30 ?

    Der Schauspieler im Spot heißt übrigens Ingo Naujoks, und ist keineswegs so wie im Spot..

    Aber das Mädchen ist auch nicht Deine Generation, denn die ist in den Neunzigern geboren, als Du schon im Studium warst..

    Und ich war einer der Leute die in vielen Diskussionen in Leute wie Beck und Trittin, der in den 80´ern noch Kommunalpolitiker im Bremen war, die Idee "gepflanzt" haben sich als Partei für eine Gleichstellung der LGBT´s, die Aufhebung des § 175 und Rehabilitation der Verurteilten einzusetzen, was als "Traum" durch die Szene geisterte..

    Von einer "Utopie" einer "bürgerlichen Eheöffnung" war da nie die Rede, ebensowenig wie der Bürgerlichkeit überhaupt..

    Dieses Spießbürgertum als Fernziel ist erst viel später entstanden, und geistert mit Sicherheit mehr durch die Köpfe von Menschen wie Dir, aber sicherlich nicht durch die Masse der LGBT`s..
    Bis Heute nicht..

    Selbst seriöse Schätzungen gehen von einem maximalem Anteil an Lebenspartnerschaften innerhalb der Community von 0,3 - 0,5 % aus..

    Das müßten dann so ungefähr 5 - 10.000 Lebenspartnerschaften sein..

    Gibt es die wirklich ?
    Hochgerechnet auf die möglich geschlossenen Ehen in der Zukunft (vielleicht in 20 Jahren) bedeutet das, es wird bei 10 % Verheirateten zwischen 100 tsd - 1 Millionen schwulen oder lesbischen Ehen in der Republik geben, bei annähernd 20.000.000 LGBT´s..

    Ich sehe da keine Massen von Reihenhaussiedlungen und Ansammlungen von LGBT-Paaren queer durch die Republik bei 90.000 Städten, Gemeinden und Ortschaften..

    Das sind Träume..
    Wunschträume..
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#30 finkAnonym
  • 28.03.2013, 19:26h
  • Antwort auf #28 von Timm Johannes
  • ich: >"T.j. zeigt hier stellvertretend für viele andere, dass es vielen menschen leider gar nicht um die erweiterung des spektrums geht, sondern um die ausweitung dieser normen auf die schwule welt."

    du: >"Und diese Haltung, fink, die ich hier sichtbar mache, ist keine vereinzelte Haltung unter schwulen Männern, sondern sie bildet die Mehrheitshaltung, da bin ich mir sicher."

    hast du den satz, den du da von mir zitierst, eigentlich verstanden?
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#32 OliverZiAnonym
  • 29.03.2013, 00:10h
  • Ich nehme mal an, den Film findet man wieder nur in irgendwelchen Hinterhof Kunstkinos in den Großstädten :(
    Die Filmkinos sind ja damit beschäftigt den drölfzigsten dummen Animationsstreifen für Kinder und den nächsten plotbefreiten 3D Actionblockbuster zu senden -.-

    Diese guten kleinen und auch künstlerischen Filme sind in der Klein- und Mittelstädtischen Kinolandschaft einfach nicht existent (und das gilt jetzt nicht nur dafür). Statt 7 mal die Woche Transformers 15 zu zeigen, könnte man ja wenigstens einen Tag der Woche zum "Kulturtag" machen. Vielleicht kommen dann auch mal wieder ein paar Leute ins Kino.
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#33 pegasus1000
  • 29.03.2013, 17:23h
  • Antwort auf #29 von TheDad
  • TheDad schreibt:
    Selbst seriöse Schätzungen gehen von einem maximalem Anteil an Lebenspartnerschafte n innerhalb der Community von 0,3 - 0,5 % aus.. Das müßten dann so ungefähr 5 - 10.000 Lebenspartnerschafte n sein.. Gibt es die wirklich ?

    Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
    Zahl der Woche vom 21.06.2011: Deutschlandweit rund 23 000 eingetragene Lebenspartnerschaften

    WIESBADEN Im Jahr 2010 lebten in Deutschland rund 23 000 gleichgeschlechtliche Paare als eingetragene Lebenspartnerschaft in einem Haushalt zusammen. Dies teilt das Statistische Bundesamt (Destatis) auf der Basis von Ergebnissen des Mikrozensus 2010, der größten jährlichen Haushaltsbefragung in Deutschland und Europa, mit. Das seit 2001 bestehende Lebenspartnerschaftsgesetz ermöglicht zwei Menschen gleichen Geschlechts ihrer Beziehung einen rechtlichen Rahmen zu geben.

    Im Mikrozensus wird dieser Familienstand seit 2006 abgefragt. Die Zahl der eingetragenen Lebenspartnerschaften hat sich seitdem nahezu verdoppelt. 2006 lebten knapp 12 000 eingetragene Lebenspartnerschaften in Deutschland.

    Im Jahr 2010 gaben insgesamt 63 000 Paare an, als gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften zusammenzuleben. 37% der Paare gleichen Geschlechts waren somit nach dem Lebenspartnerschaftsgesetz registriert. Im Jahr 2006 traf das nur auf 19% der rund 62 000 gleichgeschlechtlichen Paare zu.

    Die Beantwortung der Frage nach einem Lebenspartner im Haushalt ist freiwillig. Die Angaben dürften somit als untere Grenze interpretiert werden. Im Zeitvergleich ist zudem zu berücksichtigen, dass sich die Antwortbereitschaft in der Bevölkerung verändert haben kann. Bei den Angaben des Jahres 2010 handelt es sich um erste Ergebnisse.
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#34 TheDadProfil
  • 29.03.2013, 20:09hHannover
  • Antwort auf #33 von pegasus1000
  • Gut..
    Klingt alles sehr hübsch..

    Rechnet Mann allerdings die Anzahl der Lebenspartnerschaften auf die absolute Zahl der LGBT´s zurück erzielt Mann andere Ergebnisse..

    37 % LP´s in 63 tsd Partnerschaften ist etwas völlig anderes als 23 Tsd LP´s in 20 Millionen LGBT´s..

    Und nur darum ging es..

    Die behauptete "Sichtbarkeit" von LP´s oder zukünftiger EHE innerhalb der LGBT´s..

    Verdoppelte ich meine Annahme auf 0,6 - 1,2 % aller LGBT´s, erhalte ich sehr wohl die von Dir gesetzen Zahlen gesetzlich legitimierter Partnerschaften, aber immer noch nicht die einer von T.J. propagierten MEHHEIT aller LGBT`s die sich angeblich in Partnerschaften befinden..

    Das müßten demnach wenigstens 2 Millionen sein, wenn Mann "alexanders" Annahme von 10 Prozent aller Schwulen und Lesben als in Partnerschaften befindlich unterstellt..

    Will heißen, von 100 LGBT´s leben dann 20 Menschen in festen Beziehungen die gesetzlich legitimiert sind..

    Und diese Zahl bezweifle ich einfach..

    Rechne ich nämlich dann Deine Zahlen zurück auf T.J´s behauptete Aussage die Mehrheit lebe in Partnerschaften (wobei : was an 37 % ist eine Mehrheit ?) gäbe es nur 630 tsd Lesben und Schwule..

    Oder sogar noch weniger..
    Von den anderen Gruppen in den LGBT´s ist dann zwar nicht einmal mehr die Rede, das kann Mann aber bei derart falschen Annahmen hier einmal vernachlässigen..

    Seine Annahme ist falsch, und das läßt sich sowohl statistisch als auch faktisch nachweisen, denn seine Aussage, die meisten LGBT´s lebten in Partnerschaften ist rein subjektiver Natur..

    Die Zahlen beweisen es, denn wer wollte ernsthaft behaupten, es gäbe nur 630 tsd LGBT`s in Deutschland ?

    Auch seine daraus gezogenen Schlüße sind allerdings falsch, denn ich bezweifle nach wie vor das sich "die meisten" LGBT´s sich wünschen in spießbürgerlichen Familien zu leben, und das "Vorbild" der Heterofamilien zu kopieren versuchen..

    Das war übrigens auch der Vorwurf von "fink", der anzweifelte das die LGBT´s ein KOPIE leben wollen, und so unterstellte, Menschen wie T.J. würden die Heteronormativität AUSWEITEN und so versuchen die "LGBT`s in´s Boot holen" wollen..

    Das kann für einzelne Menschen wie T.J. durchaus stimmen..
    Dessen Phantasie ist aber so begrenzt, das er sich andere Lebensgemeinschaften als die vom urchristlichen Familienbild dominierte Vorstellung gar nicht ersinnen kann, und sie gar für unmöglich hält..
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