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  • 28. März 2013 34 2 Min.

Präsident Wladimir Putin will lieber Kinder im Waisenhaus dahinvegetieren lassen als sie Regenbogen­familien anzuvertrauen

Russland hat bereits Amerikanern die Adoptionen von russischen Waisenkindern verboten – jetzt sind Schwule und Lesben dran.

Präsident Wladimir Putin hat die Regierung angewiesen, keine russischen Waisenkinder mehr an Schwule und Lesben zu vermitteln. Das berichtet der staatliche Nachrichtensender RT. Das Gesetz soll bis zum 1. Juli geändert werden. Zwar verbietet die augenblickliche Gesetzgebung bereits die Adoption durch Homo-Paare, allerdings gilt das Verbot nicht für Einzelpersonen. Die Entscheidung folgt einem Bericht des Außenministeriums, der Mitte Februar "psychologischen Schäden" entdeckt haben will, den russische Waisenkinder im Ausland erlebten.

Das Ministerium kritisierte unter anderem, dass eine Amerikanerin vor zwei Jahren ein Waisenkind aus Russland adoptiert, aber ihre Ehe zu einer anderen Frau verschwiegen habe. Der Fall wurde bekannt, weil sich das Paar getrennt und dann gerichtlich um das Sorgerecht gestritten hatte.

"Politischer Schachzug"

Der russische LGBT-Aktivist Nikolai Aleksejew sieht die Entwicklung als "politischen Schachzug" an, der wenig Konsequenzen für ausländische Schwule und Lesben haben werde: "Das wird aber russischen Kindern schaden, die unter schrecklichen Bedingungen dahinvegetieren, so Aleksejew gegenüber "Gay Star News". Ausländer mit finanziellen Mitteln könnten nach wie vor adoptieren, müssten aber wohl jetzt mit höheren Preisen rechnen.

Russland hatte Anfang des Jahres bereits Adoptionen durch US-Amerikaner verboten. Das führte international zu Unverständnis, weil derzeit 650.000 Kinder keine Familie haben. Die meisten von ihnen leben unter menschenunwürdigen Bedingungen in schlecht ausgestatteten Waisenhäusern. Die US-Bürger waren dort eigentlich gerne gesehen, weil sie auch viele behinderte Kinder adoptierten, die in Russland unvermittelbar waren. Allerdings verschlechterte sich vergangenes Jahr die russisch-amerikanischen Beziehungen, was zu einer Medienkampagne führte, in denen die US-Adoptionen kritisiert wurden – mit teilweise abenteuerlichen Argumenten: So ist verbreitet worden, dass Amerikaner nur Kinder adoptieren wollten, um an ihre Organe zu kommen oder um sie später für den Militärdienst zu verpflichten. Daraufhin hatte Putin das Verbot ausgesprochen. (dk)

-w-

#1 EnyyoAnonym
  • 28.03.2013, 17:08h
  • Und was ist ursächlich für diese Scheiß-Haltung? Die orthodoxe Kirche oder?

    Im Kommunismus sollten ja alle Menschen gleich sein, so weit ich weiß, insofern wäre in diesem Zusammenhang von Herrn Putin eine liberale Sozialisation und Verhaltensweise zu erwarten gewesen.

    Naja, dafür sind dort die Kinder ja auch schon mit 11 Jahren strafmündig - und in den Kindergefängnissen sitzen massenweise kleine Schwerverbrecher und jugendliche Mörder...

    www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/tips/140181/index.html
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#2 NitupAnonym
  • 28.03.2013, 17:28h
  • Nach und nach verändert der Diktator die Gesetze auf Kosten der Menschenrechte.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil