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Einzelkommentar zu:
Das "Soli-Abo": 5 Euro im Monat für queer.de


#39 iTechnikerAnonym
  • 01.04.2013, 18:28h
  • @Chris:
    Du wärst erstaunt, was man heute mit Data-Mining schon alles aus großen Datenmengen herausholen kann. Die meisten Nutzer wären schockiert, wenn sie wüssten, was das Netz schon heute über sie weiß. Dabei sind viele Einzelinformationen für sich genommen erst mal uninteressant. Aber in der Verbindung der Daten wird es dann schneller brisant, als manchen Leuten klar ist.

    Zielgerichtete Werbung ist ja bei Webseiten genauso möglich wie bei Printmedien. Auf queer.de wird man sicher nicht für Antibabypillen werben, auf baby.de nicht für Dildos, auf Handwerker-Seiten nicht für Stricknadeln, auf Handarbeits-Seiten nicht für Bohrmaschinen, auf Seiten für teure Uhren nicht für Ein-Euro-Shops, auf Seiten für Billigprodukte nicht für teure Uhren oder teure Autos, etc.

    Und selbst wenn ich im Einzelfall auch mal eine Werbung sehe, die mich nicht interessiert (was ja auch bei Printmedien und im Fernsehen der Fall ist), ist mir das immer noch lieber als wenn ich komplett ausgeschnüffelt werde und irgendwelche Konzerne Möglichkeiten haben, von denen die Stasi noch geträumt hätte.

    Wie schon jemand geschrieben hat:
    wie kann ich gegen Vorratsdatenspeicherung, Staatstrojaner, etc. sein und gleichzeitig privaten Konzernen noch viel mehr Daten über mich freiwillig geben.

    Eigentlich sollten Online-Werber froh sein, wenn Nutzer nur Drittanbieter-Cookies sperren um sich technisch zumindest ein wenig gegen die totale Überwachung im Netz zu wehren. Die Alternative wären Ad-Blocker, wie sie schon heute manche Leute nutzen. Und dann wäre das Thema Online-Werbung endgültig tot, wenn das genug Leute täten.

    Deshalb tut die Werbewirtschaft auch gut daran, jetzt nicht nach neuen Wegen anstelle von Drittanbieter-Cookies zu suchen, um Nutzer möglichst gut zu überwachen. Denn sonst bleibt irgendwann tatsächlich kein anderer Ausweg mehr, als Online-Werbung mit Ad-Blockern komplett zu sperren. Und das wäre nicht nur das Ende von Online-Werbung, sondern auch von vielen Websites.
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