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  • 04. April 2013 23 2 Min.

Dieses Bild vom schwangeren Thomas Beatie ging 2009 um die Welt

Als "schwangerer Mann" machte der amerikanische Transmann Thomas Beatie vor wenigen Jahren weltweit Schlagzeilen – nun verweigert ihm ein konservativer Richter die Scheidung von seiner Ehefrau.

Der 39-Jährige darf sich nicht im US-Bundesstaat Arizona von seiner Ehefrau scheiden lassen, weil Bezirksrichter Douglas Gerlach letzte Woche anzweifelte, ob Beatie wirklich ein Mann ist. Gerlach erklärte, dass Arizona keine gleich­geschlechtlichen Ehen anerkennt und Beatie keine ausreichenden Beweise vorgelegt habe, die ihn als Mann ausweisen, berichtet der Lokalsender KNXV. Damit habe er nicht das Recht, das Paar zu scheiden.

Beatie ist als biologische Frau geboren worden und hat sich vor 13 Jahren einer Brustoperation und einer Hormonbehandlung unterzogen, seine weiblichen Geschlechtsorgane blieben allerdings auf eigenen Wunsch erhalten. Vor neun Jahren hat er dann seine Frau Nancy in Hawaii geheiratet. In diesem Bundesstaat ist er als Mann anerkannt. Weil Nancy keine Kinder zur Welt bringen konnte, bot er sich an: Seine erste Tochter gebar er 2009, begleitet von einem großen Medienhype (queer.de berichtete). Seine Frau Nancy und er waren über Jahre gern gesehene Talkshowgäste. In einer Fernsehsendung erklärt er im Vorfeld der ersten Geburt, es sei kein weibliches oder männliches Verlangen, ein Kind zu bekommen, sondern einfach nur menschlich. Nach seiner ersten Tochter brachte Beatie bis 2010 noch zwei gesunde Söhne zur Welt.

Gegen die Entscheidung des Gerichts will Beatie vorgehen: "Hier kämpft der Bundesstaat Arizona gegen Transgender, gegen reproduktive Rechte und gegen die Fairness", sagte er nach dem Urteil. Er schloss aus, nach Hawaii umzuziehen und sich dort scheiden zu lassen. Sein Anwalt erklärte, Beatie befinde sich in einer absurden Situation: So könne er zwar in Arizona erneut heiraten, weil seine Ehe dort offenbar als ungültig angesehen wird. Dies könnte aber zu Problemen mit Hawaii führen: Dort könnte Beatie wegen Polygamie verfolgt werden. (dk)

#1 EnyyoAnonym
  • 04.04.2013, 12:19h
  • Mit weiblichen Geschlechtsorganen und nach mehrfachen Geburten mit diesen sollte Beatie klar geworden sein, dass es kein "richtiger" biologischer Mann ist.

    So absurd das Ganze war und ist, bedaure ich vor allem die Kinder, die nun auch noch den Horror einer Scheidung verkraften müssen.

    Nicht, dass Familie Beatie nicht grundsätzlich in der Lage sein könnte, eine liebevolle Familie zu sein - aber ein "Mann" kann nun mal nicht gebären.

    Als Ehepaar hätten die beiden sicherlich auch adoptieren oder Pflegekinder aufnehmen können - aber nein, es müssen ja unbedingt die eigenen Gene weiter gegeben werden.

    Mal abgesehen von der sicher nicht unlukrativen Publicity für das Ganze...
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#2 TpHotAnonym
  • 04.04.2013, 15:11h
  • Dein Vergleich hinkt gewaltig! Ist eine Frau die nicht gebären kann dann keine Frau sondern ein Mann?

    Immer das reduzieren auf die Geschlechtsorgane...
    Wenn man von dieser schwarz/weiß Sicht abrückt macht es das natürlich nicht einfacher, aber das Leben ist schlicht nicht einfach...

    Ich hoffe das diese PERSON ganz toll und liebevoll mit ihren Kindern umgeht und sie zu guten Menschen erzieht. Da spielen weder Penis noch Eierstöcke eine Rolle!
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#3 finkAnonym
  • 04.04.2013, 16:14h
  • Antwort auf #1 von Enyyo
  • "Mit weiblichen Geschlechtsorganen und nach mehrfachen Geburten mit diesen sollte Beatie klar geworden sein, dass es kein "richtiger" biologischer Mann ist."

    meinst du etwa, das hat er selber noch nicht bemerkt?

    "ein "Mann" kann nun mal nicht gebären."

    wer entscheidet, was ein mann ist? du?
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