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Umstrittene Interview-Äußerung
Jeremy Irons besorgt über Ehe-Öffnung
- 04. April 2013 2 Min.

Jeremy Irons vertritt im Interview seltsame Ansichten
Die Homo-Ehe könne die traditionelle Ehe "herabwürdigen", fürchtet der Oscar-Preisträger. Schlimmer noch: Ein Vater könne nach der Ehe-Öffnung seinen Sohn heiraten.
In einem am Mittwoch veröffentlichten Interview mit der "Huffington Post" äußerte sich der britische Schauspieler Jeremy Irons besorgt über die geplanten Ehe-Öffnungen in den USA und Großbritannien. Ihm sei zwar das Thema nicht so wichtig, der 64-Jährige sagte aber trotzdem seine Meinung: "Was wir in England haben, war nicht die Ehe, es war eine Lebenspartnerschaft. […] Es scheint mir so, als ob nur noch um den Namen gekämpft wird. Ich mache mir Sorgen, dass wir die Ehe herabwürdigen oder verändern."
Gerade beim Steuerrecht habe er Vorbehalte: "Sehen Sie, könnte ein Vater dann nicht seinen Sohn heiraten?". Als der Moderator antwortete, dass es Gesetze gegen Inzest gebe, erklärte Irons: "Es ist nicht Inzest, wenn es um Männer geht". Da sich Schwule nicht fortpflanzten, könne man auch nicht von Inzest sprechen. Also könne er seinen Sohn heiraten, damit er später keine Erbschaftssteuer zahlen muss. Irons glaubt, dass die Ehe-Öffnung Rechtsanwälten viel Arbeit bescheren werde.
Trotz seiner Vorbehalte wünscht Irons jedem viel Glück, "der mit einer anderen Person zusammenlebt": "Mit einem anderen Tier zusammenzuleben, egal ob ein Ehemann oder ein Hund, ist großartig."
Jeremy Irons hat in dutzenden Filmen mitgewirkt, darunter Blockbuster wie "Stirb langsam – Jetzt erst recht", "Eragon" und "Der rosarote Panther 2". In der ZDF-Serie "Die Borgias" spielte er zuletzt den Familienpatriarchen Rodrigo Borgia. Für seine Rolle in "Die Affäre der Sunny von B." bekam er 1991 den Oscar und den Golden Globe als bester Hauptdarsteller.
In der Vergangenheit hat sich Irons immer wieder in politischen Themen geäußert. So unterstützte er 1998 die Labour-Partei von Tony Blair, außerdem setzt er sich für alternative Medizin ein. 1991 war Irons einer der ersten prominenten Schauspieler, der bei öffentlichen Auftritten die Rote Schleife trug, das Symbol der Solidarität mit HIV-Positiven. (dk)
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Natürlich kann er das. Dank der Hetero-Ehe kann er ja auch jetzt schon seine Tochter heiraten