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  • 28. Oktober 2004 9 2 Min.

Nacktaufnahmen leicht gemacht: Ein Tool aus Japan kann beim Bilder-Schießen mit einem Vodafone-Fotohandy die Kleidung ausblenden.

Von Dennis Klein

Wer wollte nicht immer schon mal den schnuckeligen Nachbarn nackt sehen? Oder unauffällig beim Chef bestätigen, dass dessen Glied weitaus kleiner ist als das Eigene? Mit einem neuen Gadget aus Japan ist das jetzt theoretisch möglich. Dort wird derzeit ein 150 Euro teurer Filter für Vodafone-Handys verkauft, das bei Aufnahmen die Kleidung der fotografierten Person einfach ausblendet und die Formen darunter freilegt.

Dieser "Perversenfilter" ("London Times") wird von der Firma Yamada Denshi eigentlich als Nachtsichtfunktion verkauft. Der Infrarot-Filter macht Wärmestrahlung sichtbar. Diese Wärme wird vom Körper abgegeben, aber nicht von der Kleidung, daher wird diese "unsichtbar". Bei High-End-Handykameras kann man dabei sehr detailierte Nackfotos machen, auch wenn diese noch nicht an die Qualität echter Aktaufnahmen herankommen. Der Filter ist zwar nur in Japan erhältlich, kann aber über das Internet auch in Deutschland bestellt werden. Kauf und Besitz des Gadgets ist legal, es ist jedoch illegal, Nacktaufnahmen von Menschen ohne deren Einwilligung zu machen.

Vodafone ist diese Verwendung ihrer Handys offensichtlich peinlich. Der britische Konzern hat sich offen von dem "Nackigmach"-Tool distanziert: "Dieses Gerät wird nicht von uns produziert, deswegen können wir die Verbreitung auch nicht kontrollieren", so ein Sprecher. Auch die Firma Yamada Denshi ist die Publicity um ihren Filter zu viel: "Wir haben diese Geräte verkauft, weil wir angenommen haben, dass die Nachtbildfunktion beispielsweise dazu benützt werden würde, Babys beim Schlafen zu fotografieren oder ein Detailbild eines Blattes zu machen", beschwichtigt ein Sprecher der Firma. "Es macht mich krank, dass unser Produkt dazu benutzt wird, obszöne Bilder zu schießen."

Das Parlament in Tokio hat sich des Tools bereits angenommen. Die Abgeordneten haben ein Gesetz verabschiedet, wonach das Handy bei einer Aufnahme mit dem Filter ein akustisches Signal abgeben muss, damit die Opfer einschreiten können.

1. November 2004

-w-

#1 Knecht RuprechtAnonym
  • 01.11.2004, 16:50h
  • ist das überhaupt erlaubt, geschlechtsorgane auf freizugänglichen seiten zu zeigen?
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#2 Knecht DummspechtAnonym
  • 01.11.2004, 17:03h
  • Ist es wirklich erlaubt fundamentalistische, menschenverachtende Parolen auf frei zugänglichen Seiten zu propagieren?
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#3 mmAnonym
  • 02.11.2004, 19:10h
  • halt´s maul, konsumgesellschaft!!
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