https://queer.de/?18957
Dominoeffekt
Brasilien: Zehn von 26 Staaten haben Ehe geöffnet
- 08. April 2013 1 Min.

2011 hat der oberste brasilianische Gerichtshof entschieden, dass das Ehe-Verbot Homosexuelle diskriminiert
In immer mehr brasilianischen Staaten erhalten Schwule und Lesben die selben Eherechte: Vergangene Woche haben Mato Grosso do Sul und Paraná die Ehe geöffnet.
Damit dürfen Homosexuelle in zehn der insgesamt 26 Bundesstaaten des bevölkerungsreichsten katholischen Landes heiraten. In den meisten Staaten hatten im letzten Jahr die lokalen Justizbehörden die Gleichstellung angeordnet. Die Entscheidungen gehen auf ein Urteil des obersten Bundesgerichtes aus dem Jahr 2011 zurück.
Das Supremo Tribunal Federal in Brasilia hatte damals einstimmig erklärt, dass die Nichtanerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gegen den Gleichheitsgrundsatz in der Verfassung verstoße (queer.de berichtete). Homo-Paare haben damit das Recht auf Gleichstellung in praktisch allen Belangen – im Steuerrecht, im Rentenrecht und möglicherweise auch im Adoptionsrecht, müssen aber wegen politischen Widerstands in vielen Bundesstaaten ihre Rechte einklagen.
Brasilien wird auch von den Nachbarländern unter Druck gesetzt: So hat Argentinien bereits 2010 die Öffnung der Ehe beschlossen (queer.de berichtete). Auch beide Kammern des uruguayischen Parlaments haben zuletzt der Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht zugestimmt (queer.de berichtete). (dk)














