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Mobbing von Lehrern
Irland: Lehrergewerkschaft warnt vor Homophobie
- 08. April 2013 1 Min.

Lehrer, die einer sexuellen Minderheit angehören, sind oft das Ziel von Mobbing
Die irische Lehrergewerkschaft hat an das Bildungsministerium appelliert, schwule und lesbische Lehrer in der Oberstufe besser vor Homophobie zu schützen.
Beim Treffen der Teachers' Union of Ireland (TUI) im westirischen Galway haben die 400 Delegierten vergangene Woche einen Antrag angenommen, in dem das Bildungsministerium aufgefordert wird, mehr gegen die Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit an Schulen zu unternehmen. Das berichtet die Tageszeitung "Irish Independent".
Laut Antragssteller Patrick Hogan kämen viele nicht-heterosexuelle Lehrer "voller Angst" in den Unterricht: "Unsere LGBT-Kollegen haben nicht nur Angst, ihren Job zu verlieren, sondern werden auch in Schulkorridoren gemobbt". Die Schulverwaltung würde in der Regel derartige Übergriffe ignorieren und banalisieren, so Hogan.
Die Republik Irland stellte Homosexualität bis 1993 unter Strafe. Das führte dazu, dass in dem ländlichen Staat Vorurteile gegen Schwule und Lesben weit verbreitet waren. So erklärten 2009 80 Prozent der lesbischen oder schwulen Iren, dass sie wegen ihrer Sexualität schon beschimpft worden sind – ein Viertel wurde sogar tätlich angegriffen (queer.de berichtete). In den letzten Jahren hat sich die politische Lage jedoch entspannt: So hat das Parlament 2010 der Einführung von eingetragenen Partnerschaften zugestimmt (queer.de berichtete). Der Schritt wurde laut Umfragen von einer Mehrheit der Iren positiv bewertet. (dk)














