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Glauben und Politik
US-Kirche: Unterstützung für Homo-Ehe ist wie Rassismus
- 10. April 2013 2 Min.

Erzbischof Allen Vigneron: Nur ein homofeindlicher Christ ist ein guter Christ
Katholiken, die Rassisten sind oder sich für Abtreibung oder die Homo-Ehe aussprechen, stellen sich bewusst gegen die Kirche und sollten kein Abendmahl erhalten, glaubt die Erzdiözese von Detroit.
Erzbischof Allen Vigneron hat in einem Interview mit der "Detroit Free Press" am Sonntag die Gemeindemitglieder aufgefordert, die Homo-Ehe abzulehnen oder auf die Heilige Kommunion zu verzichten. Er sagte, dass sich gläubige Befürworter der Ehe-Öffnung für Schwule und Lesben, die das Abendmahl entgegennehmen, "schandhaft" verhielten.
Begründung: Sie spielten ein "Doppelspiel, das einem Meineid nicht unähnlich ist." Vigneron sagte der Zeitung, dass sich diese Katholiken entscheiden müssten. Sie könnten nicht sagen: "Ich glaube an die Kirche und die Wahrheit über Jesus, aber ich lehne ab, was die Kirche lehrt."
Am Montag präzisierte ein Sprecher der Erzdiözese die Aussagen und legte noch eine Schippe drauf: Er sagte gegenüber dem Nachrichtensender CNN, bei den Aussagen des Erzbischofs gehe es nicht direkt um die Homo-Ehe, sondern um den Heiligkeit des Abendmahls: "Wenn ein Katholik öffentlich die Kirchenlehren zu wichtigen Themen ablehnt – beispielsweise wenn er die Göttlichkeit von Jesus nicht anerkennt, rassistische Gedanken hat, Abtreibungen unterstützt oder sich für die Neudefinition der Ehe einsetzt – würde das im Widerspruch mit der öffentlichen Bestätigung des Glaubens durch das Abendmahl stehen", so Sprecher Joe Kohn in einer schriftlichen Mitteilung.
Die Pfarrer in der Kirche seien "bereit, Katholiken zu helfen und diesen Konflikt zu vermeiden" – die gläubigen Laien müssten demnach entweder die Gleichstellung von Schwulen und Lesben ablehnen oder seien keine echten Katholiken mehr.
Das Thema Ehe-Öffnung hat in den vergangenen Wochen die gesellschaftspolitische Debatte in den USA bestimmt. So berät der Supreme Court erstmals über die Verfassungsmäßigkeit des Eheverbotes für Schwule und Lesben (queer.de berichtete). In zwei Fällen wollen die Richter im Juni ihre Entscheidung bekannt geben.
Heikel für die katholische Kirche: Umfragen zufolge spricht sich eine knappe Mehrheit der Katholiken für die Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht aus. Die Unterstützung ist dabei weit höher als unter Protestanten.
Derzeit haben neun der 50 US-Bundesstaaten die Ehe für Schwule und Lesben geöffnet. (dk)















Selbstdenkende Menschen waren noch nie in der katholischen Kirche erwünscht!