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- 13. April 2013 2 Min.

Als Pornodarsteller bei Badpuppy war Magnotta auch international bekannt (Bild: Screenshot)
In Montréal ist das Vorverfahren gegen den mutmaßlichen Mörder Luka Magnotta zu Ende gegangen. Die Beweislage gegen den Ex-Escort reicht für den folgenden Strafprozess.
Vier Wochen, elf Termine: Richterin Lori Renée Weitzman nahm sich ausreichend Zeit für einen Mordfall, der Elemente eines makabren Horrorfilms trägt. Am Ende des Vorverfahrens, dass am 11. März in Montréal begann, steht seit Freitag fest: Der Hauptprozess gegen Luka Magnotta kann beginnen. Dem 30-jährigen wird vorgeworfen, im Juni 2012 seinen 33-jährigen Freund mit einem Eispickel erstochen und die Leiche anschließend zerstückelt zu haben.
Teile des Körpers habe er danach per Post an diverse Parteizentralen und Schulen geschickt. In einem der Pakete die Ankündigung, weitere Morde begehen zu wollen. Später sei auch ein selbstgedrehtes Video auf einer Internetseite aufgetaucht, das die Tat zeige.
Flucht endete in Neukölln
Magnotta hatte sich jedoch aus dem Staub gemacht, war zunächst nach Frankreich geflogen, um danach nach Berlin zu reisen. Ein internationaler Fahndungsaufruf ließ seine Flucht nach nur wenigen Tagen enden. Deutsche Polizeibeamte nahmen den Kanadier in einem Internet-Café in Berlin-Neukölln fest, anschließend wurde der Justiz seines Heimatlandes überstellt, wo er auf nicht schuldig plädierte. Bis Ende April soll der Termin für den Hauptprozesses feststehen, man rechnet mit einem Beginn in 2014.
Der bisexuelle Magnotta war kein Unbekannter in der kanadischen Szene. Er hatte ein paar Jahre lang als Escort und Stripper gearbeitet, war zudem Darsteller in rund einem Dutzend schwulen Pornoproduktionen. (cs)
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wenn ich mir überlege, dass dieser kerl 100m von meiner wohnung entfernt, tagelang in einem leerstehenden ehemaligen krankenhaus, sein versteck hatte, komme ich mir vor wie in einem agatha christie film!