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- 15. April 2013 2 Min.

David Masupa, seines Zeichens Bischof und Parlamentsabgeordneter, gehört zu den Verfechtern des Verbotes von Homosexualität in der Verfassung.
Homosexualität ist bereits illegal im armen Agrarland Sambia. Jetzt soll zusätzlich in der Verfassung geächtet werden.
Der Verfassungskonvent in Sambia hat beschlossen, "Homosexualität und Lesbentum" als "abscheuliche Praxis" in der Verfassung zu verankern. Das meldet die sambische Nachrichtenagentur ZANIS. Bereits heute stehen auf gleichgeschlechtlichen Sex 14 Jahre Haft. Der Abgeordnete David Masupa, der auch Bischof einer protestantischen Kirche ist, begründete den Beschluss damit, dass die sambische Bevölkerung keine Homosexualität in ihrem Land dulden wolle und das in der Verfassung Niederschlag finden sollte.
Gleichzeitig soll die Verfassung einen erweiterten Diskriminierungsschutz enthalten, allerdings nicht für sexuelle Minderheiten. Es sollen lediglich die Merkmale Geburt, Rasse, Geschlecht, Herkunft, Hautfarbe, Alter, Behinderung, Religion, Gewissen, Glauben, Kultur, Sprache, Schwangerschaft, Gesundheit, Familienstand sowie sozialer oder wirtschaftlicher Status geschützt werden. Allerdings haben mehrere Mitglieder des Konvents Bedenken gegen einen weit gehenden Diskriminierungsschutz geäußert, weil dieser auch von Homosexuellen genutzt werden könne.
Anfang April wurde das Thema Homo-Rechte in Sambia diskutiert, weil erstmals ein schwuler Aktivist im Live-Fernsehen für das Ende der Diskriminierung geworben hatte. Paul Kasonkomona war kurz nach dem Interview verhaftet worden. Die Behörden werfen ihm "Anstiftung zu unzüchtigem Verhalten" vor. Er ist inzwischen auf Kaution freigelassen worden.
Das im südlichen Afrika gelegene Binnenland Sambia hat 1964 seine Unabhängigkeit von Großbritannien erhalten, hat aber das alte britische Kolonialrecht in Bezug auf Homosexualität beibehalten. Die 15 Millionen Einwohner leben hauptsächlich von der Landwirtschaft. Wie kaum in einem anderen Land steht die Bevölkerung Homosexuellen feindlich gegenüber: So erklärten laut einer Umfrage aus dem Jahr 2010 nur zwei Prozent der Sambier, Homosexualität sei moralisch für sie akzeptabel. Das Land erhält zwischen 2011 und 2013 rund 75 Millionen Euro Entwicklungshilfe von Deutschland. (dk)














Aber in Afrika mangelt es bekanntlich an vielen Dingen und Rechten.
Wir sollten Sambia die Entwicklungshilfe streichen !!!