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Brett Shaad ist am Samstag verstorben

In West Hollywood geht die Angst vor einer Meningitis-Ausbreitung um, nachdem der Tod eines 33-jährigen Schwulen bekannt wurde.

Der Anwalt Brett Shaad ist am Samstagabend an den Folgen Hirnhautentzündung gestorben, hat seine Familie gegenüber der "Huffington Post" mitgeteilt. Die bakteriellen Erkrankung war erst am Mittwoch diagnostiziert worden. Am nächsten Tag fiel der aus dem Schwulenviertel West Hollywood stammende Mann in ein Koma und wurde am Freitag für hirntot erklärt. Die Familie gab schließlich am Samstag die Erlaubnis, die lebenserhaltenden Maschinen abzuschalten.

In der Szene von West Hollywood und Los Angeles führte der Fall zu Befürchtungen, dass sich die Erkrankung unter Schwulen in der Region ausbreiten könnte – nachdem es bereits unter New Yorker Schwulen mehrere Todesfälle gegeben hatte. So warnte ein schwule Stadtrat von West Hollywood bereits am Freitag: "Wir haben vor 30 Jahren bei Aids gelernt, dass wir mit Konsequenzen rechnen müssen, wenn wir nicht reagieren", so John Duran. Er wolle zwar keine Panik verbreiten, sexuell aktive Schwule müssten jedoch vorsichtig sein. Am Sonntag kündigte die Aids Health Foundation in Los Angeles an, kostenlose Impfungen gegen Meningitis anzubieten. Insbesondere HIV-Positive sollten das Angebot annehmen.

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Impfung in New York empfohlen

Meningitis kann durch intimen Kontakt, darunter Küssen, übertragen werden, aber auch durch nicht direkte Berührung (beispielsweise wenn ein Glas oder eine Tasse geteilt wird). Besonders anfällig sind HIV-Positive. Die Krankheit kann tödlich sein, wenn sie nicht sofort nach der Infektion behandelt wird. Symptome, darunter ein steifer Nacken, hohes Fieber, Kopfschmerzen und Hautausschläge treten innerhalb weniger Tage auf.

Erst vergangenen Monat hatte das Gesundheitsamt von New York schwule Männer mit relegmäßigen Sexualkontakten zur Impfung aufgefordert und damit eine Warnung aufgewertet, die sich ursprünglich nur an HIV-Positive wendete (queer.de berichtete). Seit 2010 wurden in der Stadt 22 Schwule bekannt, die sich mit der übertragbaren Hirnhautentzündung infiziert hatten. Davon sind sieben gestorben. Bis zum Fall in West Hollywood wurden außerhalb New Yorks keine Fälle in der Schwulenszene bekannt. (dk)

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#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 Heide-LindeAnonym
  • 15.04.2013, 18:30h
  • Wie lange wird es noch dauern, bis diese neue todbringende Seuche die deutschen Schwulenzentren erreicht haben wird?
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#3 FrankCAnonym
  • 15.04.2013, 21:08h
  • Meningitis ist alles andere als eine Schwulenkrankheit und hoch ansteckend. Auch in Deutschland gibt es regelmäßig einen Ausbruch der Krankheit, an der vor allem Kinder sterben. Dann werden sofort alle Personen aus dem Umfeld des Infizierten untersucht bzw. manchmal auch in Quarantäne gesteckt. Vermutlich wird ein Schwuler, der in einem Schwulenviertel in New York oder Hollywood lebt, eher andere Schwule anstecken, weil er mehr Kontakt zu ihnen hat als zu anderen Personen. Und ein HIV Positiver hat weniger Abwehrkräfte, um eine Infektion zu überstehen, aber Kinder sind immer noch die größere Risikogruppe für eine Hirnhauterkrankung.
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