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  • 16. April 2013 5 2 Min.

Die Initiatoren wollen die Trennung von Kirche und Staat. Derzeit gebe es aber noch "14 privilegierten Religionsgemeinschaften" in Österreich

Die Homo­sexuelle Initiative (HOSI) in Wien ruft dazu auf, das österreichische Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien zu unterstützen.

In Österreich haben die Organisatoren des "Volksbegehrens gegen Kirchenprivilegien" bis Sonntag insgesamt eine Woche lang Zeit, 100.000 Unterschriften von wahlberechtigten Staatsbürgern zu sammeln. Der Liste der Unterstützer hat sich auch die HOSI angeschlossen: "Natürlich respektieren wir das Bedürfnis von Menschen nach Religion und Spiritualität, gleichzeitig müssen wir aber auf der absoluten Trennung von Kirche bzw. Religion und Staat bestehen", erklärte dazu HOSI-Chef Christian Högl.

Gerade Lesben und Schwule hätten in der Geschichte besonders unter der Einmischung der Kirchen und Religionen in staatliche Angelegenheiten zu leiden gehabt. Das dauere bis heute an: "Zwar werden wir nicht mehr auf dem Scheiterhaufen verbrannt, aber die römisch-katholische Kirche nützt ihren Einfluss und ihre Sonderstellung immer noch bei jeder Gelegenheit und Gesetzesbegutachtung, die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen zu verhindern, etwa beim Gesetz über die Eingetragene Partnerschaft." Auch die zweitstärkste Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Islam, gehöre "nicht unbedingt zu den homo­sexuellenfreundlichen Religionen", ergänzte HOSI-Generalsekretär Kurt Krickler.

Das Volksbegehren wurde von Laizismus-Aktivisten angestoßen. Sie bemängeln, dass die Religionsgemeinschaften jedes Jahr 3,8 Milliarden Euro an direkten und indirekten Transferleistungen erhielten, die den Steuerzahler belasten würden. Außerdem verhindere die katholische Kirche die Aufklärung des Kindesmissbrauchs und beschäftige weiterhin "35 pädophile Priester".

Werden 100.000 Unterschriften binnen einer Woche erreicht, muss der Nationalrat über das Thema diskutieren. Das österreichische Parlament ist aber nicht verpflichtet, die Gesetze zu ändern. (pm/dk)

-w-

#1 Aus Bad HomburgAnonym
  • 16.04.2013, 14:12h
  • "die römisch-katholische Kirche nützt ihren Einfluss und ihre Sonderstellung immer noch bei jeder Gelegenheit und Gesetzesbegutachtung, (...) auch die zweitstärkste Glaubensgemeinschaft in Österreich, der Islam, gehöre nicht unbedingt zu den homosexuellenfreundlichen Religionen". So was habe noch nie im Leben gelesen - daß derselbe Satz zugleich die Übertreibung sowie die Untertreibung des Jahres sein könnte. Rekordverdächtig.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 16.04.2013, 15:10h
  • Das ist schon zum Scheitern verurteilt! Die werden niemals soviele Unterschriften bekommen!
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#3 RobinAnonym
  • 16.04.2013, 20:39h
  • Richtig!

    Solange es keine echte Trennung von Staat und Kirche gibt (so wie in Deutschland und Österreich) gibt es auch keine echte Demokratie...

    ALLE Kirchenprivilegien (und das sind verdammt viele, die den Staat - also uns alle - viel Geld kosten) gehören sofort abgeschafft.
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