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- 19. April 2013 1 Min.

Er wird schon nicht umfallen: Seit heute dürfen Schwule und Lesben auch in Rio de Janeiro eine Ehe eingehen (Bild: Wiki Commons / Nico Kaiser / CC-BY-2.0)
Schwule und Lesben können seit diesem Freitag auch in Rio de Janeiro eine Ehe eingehen. Ein Richter des Bundesstaates veröffentlichte eine Entscheidung, wonach Beamte gleichgeschlechtliche Paare trauen müssen. Die Entscheidung vom Donnerstag trat mit der Veröffentlichung am Freitag in Kraft.
Richter Valmir de Oliveira Silva urteilte, dass der bisherige Ausschluss von gleichgeschlechtlichen Paaren gegen die Verfassung verstoße. Er bezog sich auf ein Urteil des obersten Bundesgerichtes aus dem Jahr 2011: Das Supremo Tribunal Federal in Brasilia hatte damals einstimmig erklärt, dass die Nichtanerkennung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften gegen den Gleichheitsgrundsatz in der Verfassung verstoße (queer.de berichtete).
Wegen politischen Widerstandes haben viele Regionen die Gleichstellung, die auch das Adoptionsrecht umfasst, allerdings noch nicht umgesetzt. Eine Ehe ist Schwulen und Lesben möglich in São Paulo, Espírito Santo, Bahia, Alagoas, Sergipe, Piauí, Ceará und der Hauptstadt, dem Bundesdistrikt Brasília. Zuletzt waren Anfang April Paraná und Mato Grosso do Sul dazu gestoßen (queer.de berichtete).
Sprecher der Regierung begrüßten die Entscheidung. In dem nach Einwohnerzahl drittgrößten Bundesstaat Brasiliens leben rund 15,2 Millionen Menschen. (nb)










