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  • 23. April 2013 15 2 Min.

Muhyiddin Yassin zählt die Bekämpfung von Schwulen und Lesben zu seinen Hauptaufgaben

Der Vize-Regierungschef Malaysias warnt davor, dass die Sichtbarkeit von Homosexuellen und der Drang nach Religionsfreiheit die größten Gefahren für Muslime in Malaysia seien.

Muhyiddin Yassin, der malaysische Bildungsminister und stellvertretende Premierminister, erklärte am Montag bei einem Treffen von islamischen Vereinen in der Hauptstadt Kuala Lumpur, dass schwul-lesbische Aktivisten den Verstand von Muslimen im Land "vergiften" würden. Das würde dazu führen, dass religiöse Menschen gezwungen würden, "abartige Praktiken" im Namen der Menschenrechte zu akzeptieren, so Muhyddin nach Angaben der Nachrichtenagentur Benama. "Wir dürfen nicht nachlässig sein. Die Herausforderungen an den Islam kommen auf viele Arten", so Muhyiddin.

Der Bildungsminister hatte sich bereits mehrfach homofeindlich geäußert: So setzte er sich vergangenes Jahr dafür ein, dass bei einer Menschenrechtserklärung des Verbandes Südostasiatischer Nationen (ASEAN) Homo-Rechte nicht erwähnt wurden. Außerdem griff er Oppositionsführer Anwar Ibrahim wegen dessen angeblicher Homosexualität an. Er beschuldigte Anwar, dass gleichgeschlechtlicher Sex sein "Hobby" sei. Anwar war Anfang 2012 von einem Gericht vom Vorwurf der Homosexualität freigesprochen worden (queer.de berichtete).

Verbot des Religionswechsels

Am Montag kritisierte Muhyddin als zweite große Gefahr für Muslime die Forderung nach mehr Religionsfreiheit in Malaysia: "Es gibt mehr und mehr Leute, die Religionsfreiheit ohne Grenzen verlangen. Das schließt das Recht von Muslimen ein, abtrünnig zu werden." Dem müsse genau so wie den Homo-Aktivisten entgegengewirkt werden. Hintergrund: Der Islam ist Staatsreligion in Malaysia und ein Austritt aus dieser Glaubensgemeinschaft ist praktisch verboten. Derzeit bekennen sich 60 Prozent der malaysischen Bevölkerung zum Islam.

Im 28 Millionen Einwohner zählenden Staat Malaysia stehen auf einvernehmliche homosexuelle Handlungen bis zu 20 Jahre Haft oder Auspeitschung. Muslimische Schwule können außerdem von islamischen Sondergerichten zusätzlich belangt werden. In der relativ liberalen Hauptstadt Kuala Lumpur ist zwar eine schwule Szene ansässig, allerdings ist die Regierung in den letzten Jahren härter gegen Homo-Aktivisten vorgegangen. So wurde 2011 ein schwul-lesbisches Festival verboten – nachdem es Muhyiddin als "unmoralisch" bezeichnet hatte (queer.de berichtete). Im letzten Jahr hat das Bildungsministerium zudem einen Ratgeber herausgegeben, in dem angebliche Warnsignale für die Homosexualität von Kindern aufgelistet werden – so seinen ärmellose Hemden oder ein muskulöser Körperbau ein Zeichen dafür, dass ein Junge schwul sei (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 23.04.2013, 12:28h
  • Wenn Dummheit quietschen würde, dann müßte dieser Typ das ganze Leben mit dem Ölkännchen herumlaufen! Und sowas schimpft sich auch noch Bildungsminister!
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#2 SebiAnonym
  • 23.04.2013, 12:47h
  • Wenn Leute vor anderen Meinungen und anderen Lebensweisen Angst haben und meinen, dies unterdrücken zu müssen, sagt das mehr über sie selbst aus als über die anderen...
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#3 RobinAnonym
  • 23.04.2013, 12:48h
  • Aha, sogar schon die bloße "Sichtbarkeit" von Homosexuellen ist also eine Gefahr.

    Was für eine degenerierte Person und ein degeneriertes Land.
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