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Neues Domizil in Neukölln

Das Berliner SchwuZ zieht um

  • 23. April 2013 22 2 Min.

Nicht untypisches Partyfoto aus dem Berliner SchwuZ (Bild: SchwuZ)

Eine Berliner Institution zieht um: Das Schwulen-Zentrum (SchwuZ) wird im Herbst vom Kreuzberger Mehringdamm nach Neukölln umsiedeln.

Edith Schröder wird sich freuen: Das Berliner SchwuZ zieht nach Neukölln. Künftig soll der alternative Club bei der ehemaligen Kindl-Brauerei am U-Bahnhof Boddinstraße angesiedelt sein. Dort entsteht derzeit das Zentrum für zeitgenössische Kunst, das ab Herbst 2014 als Ausstellungsort für internationale Gegenwartskunst umgebaut werden soll.

Das SchwuZ wurde 1977 aus der Homosexuellen Aktion Westberlin heraus gegründet. Es galt als Ort des Aufbegehrens und leistete Geburtshilfe für den ersten CSD 1979 in Berlin. Auf der Website des Clubs heißt es: "Homophobie darf weder in Berlin, noch anderswo auf der Welt Platz in den Köpfen der Menschen haben!".

Neben der politischen Aktivitäten nutzten viele Szenekünstler das SchwuZ als Proberäume, darunter etwa Rosenstolz. Im Keller befinden sich heute zwei große Tanzflächen und eine Raucherlounge. Dort werden mehrmals pro Woche Partys veranstaltet.

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Das Schwule Museum hat den Mehringdamm bereits verlassen

Es handelt sich nicht um den ersten Umzug des SchwuZ: In den Anfangsjahren war es in einer Fabriketage in Schöneberg untergebracht, bis es Ende der Achtzigerjahre in die Hasenheide an den Südstern zog. Beim gegenwärtigen Standort am Kreuzberger Mehringsdamm 61 ist das SchwuZ seit 1995 zu finden.

Bereits im Umzug befindet sich das Schwule Museum, das vorher im Hinterhof des Schwuz zu finden war. Ab dem 18. Mai ist es in neuen Räumlichkeiten auf der Lützowstraße 73 in Tiergarten zu finden (queer.de berichtete).Mit dem Umzug kann das Schwule Museum über 1.600 Quadratmeter verteilt auf drei Ebenen verfügen. Im Erdgeschoss befinden sich vier Ausstellungsräume und ein Café, das auch für Veranstaltungen genutzt werden kann. Im ersten Obergeschoss sind eine Präsenzbibliothek mit Rechnercheplätzen für Nutzer sowie Büroräume und eine Werkstatt eingerichtet. In die klimatisierten Depots im Untergeschoss zieht der einmalige Archivbestand des Museums. (pm/dk)

-w-

#1 Thorsten1
  • 23.04.2013, 16:20hBerlin
  • Die Gegend um die Boddingstraße in Neukölln ist sicher einer der schwulenfeindlichsten Ecken in Berlin.
    Man mache den Test und küsse dort seinen Freund auf offener Straße nachmittags um 17 Uhr....
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#2 emilioAnonym
#3 Thorsten1
  • 23.04.2013, 16:46hBerlin
  • Antwort auf #2 von emilio
  • In der Gegend um die Boddinstraße gibt es Läden, in deren Schaufenstern Burkas angeboten werden! Wie soll da Homosexualität zur Normalität werden?
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