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Gesetzentwurf der Grünen
Bundestag berät über Homo-"Heilung"
- 24. April 2013 2 Min.

"Bete, damit das Schwulsein weg geht", so die Aufforderung vor einer Kirche in den Vereinigten Staaten
Die Grünen wollen in Deutschland "Therapien" verbieten, in denen Jugendliche von ihrer Homosexualität "geheilt" werden – bislang unterstützt die Kanzlerin aber Homoheiler-Organisationen.
Die grüne Bundestagsfraktion wird am Donnerstag einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, der die Homo-"Heilung" von Jugendlichen verbieten soll. Der Gesetzentwurf "zur Ahndung von Therapien mit dem Ziel der Änderung der sexuellen Orientierung bei Minderjährigen" sieht vor, Homo-"Heilung" von unter 18-Jährigen zur Ordnungswidrigkeit zu machen und mit einer Geldstrafe in Höhe von mindestens 500 Euro zu belegen.
Bei der ersten Lesung ist keine Debatte vorgesehen. Die Reden sollen zu Protokoll gegeben werden.
"Homosexualität ist keine Krankheit und kann nicht geheilt werden. Zahlreiche Gutachten belegen, dass diese Therapien nicht nur wirkungslos, sondern sogar gefährlich für die Betroffenen sind", begründete der grüne Fraktionsgeschäftsführer Volker Beck am Mittwoch den Antrag. Er wies darauf hin, dass häufig Depressionen, Ängste, soziale Isolation und sogar Selbstmorde die Folge dieser meist von evangelikalen Christen organisierten Umpolungsversuche seien. "Der Staat hat die Aufgabe, gegen solche Gefährdungen bei Jugendlichen vorzugehen. Ich erwarte auch von den Koalitionsfraktionen hier ein klares Bekenntnis zum Jugendschutz", so Beck. Ein Wegducken" aus parteitaktischer Rücksicht vor religiösen Fundamentalisten" dürfe es nicht länger geben.
Angela Merkel umgarnt Homo-"Heiler"

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) will im Wahlkampf nicht auf die Unterstützung vor evangelikalen Homo-"Heilern" verzichten (Bild: Hardo / flickr / by-sa 2.0)
Allerdings hofiert die Union wenige Monate vor der Bundestagswahl die evangelikalen Eiferer, die Homosexuelle in Deutschland heilen wollen, allen voran Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). Sie würdigte im Januar den Gnadauer Gemeinschaftsverband, der die "Korrektur" von Homosexuellen fordert (queer.de berichtete). Außerdem hat Merkel angekündigt, im Juli ein Treffen einer Organisation in Schwäbisch Gmünd zu besuchen, die ebenfalls klar für eine Homo-"Heilung" eintritt (queer.de berichtete). Bei CSD-Anfragen weigert sich die Kanzlerin dagegen seit Jahren beharrlich, ein Grußwort zu verfassen.
Evangelikale Organisationen haben bereits wiederholt die Ökopartei für ihren Einsatz für die Gleichbehandlung von Schwulen und Lesben kritisiert. Als die Fraktion den Gesetzentwurf im letzten Monate ankündigte, warf die Homo-"Heiler"-Organisation Wüstenstrom den Grünen vor, "totalitär" zu sein (queer.de berichtete).
Im letzten Jahr hatte bereits das kalifornische Parlament ein Verbot von "Konversionstherapien" beschlossen. Allerdings liegt das Gesetz derzeit wegen Klagen von Homo-Gegnern auf Eis (queer.de berichtete). (dk)












Die Homoheilung ist das gleiche wie
Heteroheilung und Biheilung. Alle 3 Formen sind natürlich. Was nicht gut ist, Berater sind oft leider sehr alt auch über 70 Jahre alt. Die BRD soll nicht Jugendliche heilen. Massenmord war schon zu Nazizeit.
Brutaler Umgang der Deutschen mit Menschen. Die Heiler sollen sich selber heilen.