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Nach Wahlsieg
Paraguay: Neuer Präsident entschuldigt sich bei Homos
- 24. April 2013 1 Min.

Im Wahlkampf spielte Cartes mit Homophobie, jetzt rudert er zurück
Der neu gewählte paraguayische Präsident Horacio Cartes hat sich für homophobe Äußerungen während des Wahlkampfs entschuldigt.
Cartes erklärte am Montag nach seinem Wahlsieg, dass er zu sehr zugespitzt habe: "Ich schäme mich nicht dafür, mich bei denjenigen zu entschuldigen, die sich durch Aussagen bezüglich der Homo-Ehe beleidigt gefühlt haben", so Cartes nach Angaben der Nachrichtenagentur AP. Der Tabakunternehmer hatte in Radiointerviews unter anderem Homosexuelle mit Affen verglichen, "die sich von Baum zu Baum hangeln". Außerdem hatte der 56-Jährige auf die Frage, was er nach einem Coming-out seines Sohnes tun würde, folgendes geantwortet: "Ich würde mir in die Eier schießen, weil mir das nicht passen würde" (queer.de berichtete).
Der konservative Politiker hatte die Präsidentschaftswahl am Sonntag mit 46 Prozent der Stimmen gegen seinen liberalen Kontrahenten Efraín Alegre gewonnen, der nur auf 37 Prozent kam. Alegre hatte sich im Wahlkampf homofreundlicher gegeben.
Der Sieger Cartes ist seit Jahren wegen Korruptionsvorwürfen international in der Kritik. So wird er unter anderem von den USA beschuldigt, in Drogenhandel, Geldwäsche und Zigarettenschmuggel verwickelt gewesen zu sein. (dk)














