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Kommentare zu:
Schwarz-Gelb lehnt Strafen für Homo-"Heilung" ab


#31 TimonAnonym
  • 27.04.2013, 14:56h
  • Man kann ja über Schwule und Lesben denken, was man will. Aber wenn man sogar schon Gehirnwäsche akzeptiert, die bis zum Tode führen kann, dann geht das eindeutig zu weit.

    Solche Menschen sollten kein Land regieren. Schwarz-Gelb muss endlich weg aus der Regierung...
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#32 stephan
  • 27.04.2013, 15:05h
  • Antwort auf #12 von fink
  • Sehr schöne Analogie! So ist tatsächlich das Denken der Union! Vielleicht kann man noch einen Aspekt hinzufügen:

    Die vergifteten Lebensmittel müssten dann wohl solche sein, die aus Sicht der Union nur von 'unbedeutenden Gesellschaftsschichten' konsumiert würden, an deren Wohlergehen, die Union ohnehin kein Interesse hätte. - Ebenso hier: Aus Sicht der Union sind wir ohnehin eine verkorkste ,schrille Minderheit', da ist es der Apartheidspartei dann auch egal, wenn einige von religiös-durchgeknallten 'Homo-Heilern' in den Suizid getrieben werden ... Hier ist des Pudels Kern: Wie es Homosexuellen oder überhaupt den Mitgliedern der LGBTI-Community geht, ist für Union und FDP in ihrer Menschenverachtung völlig unbedeutend.
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#33 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.04.2013, 15:16h
  • Antwort auf #28 von fink
  • Ich gebe Dir völlig recht, dass die Öffentlichkeit Todesfälle, die letztlich die Folge religiösen Wahns sind, völlig kalt lässt, zumindest wenn sie Homosexuelle betreffen. Ich fürchte allerdings, dass das für weitere obskure Wunderheiler ebenso gilt.

    Worauf es mir ankam, war hervorzuheben, dass in der Tendenz eine klientelorientierte konservative Politik wissentlich und absichtlich Unterlassungen jedweder Art nicht nur nicht verfolgt und die Verfolgung sogar hintertreibt, wenn die Missstände bis hin zu Straftaten den wirtschaftlichen oder weltanschaulichen Interessen bestimmter Gruppen förderlich sind, denen sich diese Politik verpflichtet fühlt, und dass da die Homoheilung nur Teil eines größeren Handlungsmusters ist, das leider in dieser Bananenrepublik gang und gäbe ist. Das beide, die Täter wie die sie schützende Politik, nahezu ungestraft davonkommen, ist in der Tat eine Schande.

    Eine andere Dimension, die hier noch hinzukommt und in der Tat verheerend wirkt, ist eine wohlwollende Öffentlichkeit, die schwule Sexualität nach wie vor als Schmuddelkram abtut, so dass sich diese Leute noch als moralische Wohltäter der Menschheit gerieren können.
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#34 finkAnonym
#35 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.04.2013, 16:08h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • Für mich als Nichtjuristen klingen Deine Ausführungen erst einmal eindrucksvoll. Was mich in diesem Zusammenhang interessieren würde, inwieweit Staatsanwaltschaft und andere Strafverfolgungsbehörden hier dennoch die Möglichkeit haben, das Verfahren einzustellen, weil, ich drücke mich jetzt mal unfachlich aus, kein Interesse an einer Verfolgung besteht oder das Vorliegen einer Straftat negiert wird, etwa in dem ein Selbstmord nicht auf eine Homoheilung zurückgeführt wird, sondern auf psychische Probleme, unter denen der betreffende Jugendliche schon vor dem Heilungsversuch gelitten hat. Ist überhaupt ein Fall eines solchen Heilungsversuchs mit schwerwiegenden Folgen bekannt, der strafrechtlich verfolgt wurde?

    Das andere Problem scheint mir in der Tat zu sein, dass außerhalb des näheren familiären Umfelds wahrscheinlich ja niemand etwas von einem solchen Heilungsversuch mitbekommt, denn selbstbewusste Jugendliche werden sich sicher einem solchen Ansinnen der Eltern verweigern, diejenigen, die ohnehin wegen des Drucks der Familie darunter leiden, sich kaum anderen gegenüber öffnen.
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#36 TheDadProfil
  • 27.04.2013, 17:34hHannover
  • Antwort auf #35 von paren57
  • ""die Möglichkeit haben, das Verfahren einzustellen""..

    Genau das ist der Punkt..

    Erkennt die Staatsanwaltschaft aus der Ermittlung heraus ein "mangelndes öffentliches Interesse" KANN sie das Verfahren nach § 230 einstellen, in der Regel gegen Zahlung einer Geldbuße..

    Ähnliches erleben wir gerade mit dem Ex-Bundespräsidenten Wulff..

    Erhebt der Geschädigte massive Vorwüfe wird dies schwerfallen..

    Diese Geldbuße richtet sich in der Regel nach den wirtschaftlichen Verhältnissen des Angeklagten, und entspricht meist einem bis drei Monatseinkommen..

    Andere Möglichkeit wäre eine Einstellung wegen "geringer Schuld" als Absprache zwischen Verteidigung und Anklagebehörde, bei ähnlich hoher Zahlung an die Staatskasse, oder wahlweise einer Sozialen Organisation..
    Diese erfolgte nach Regelungen der Strafprozessordnung, auch schon vor Anklageerhebung..

    Als nächste Möglichkeit könnte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl beantragen..
    In der Regel "verurteilt" der Richter in einem Akten-Verfahren ohne Anklage-Erhebung den Angeklagten zu einer Geldstrafe nach Tagessätzen, die sich nach dem richten was der Straftäter pro Tag zur Verfügung hat..

    Dabei kommen dann zumeist 90 Tagessätze heraus, die mindestens Einen Euro umfassen..
    Auch hier geht es um den Verdienst des Angeklagten, was bei einem Arzt oder Therapeuten leicht 100 oder auch 250 Euro pro Tag erreicht..

    Bei Strafen unter 90 Tagessätzen gilt der Angeklagte nicht als Vorbestraft im Sinne des Gesetzes, sobald er die Strafe bezahlt hat..

    Weigert er sich zu bezahlen, geht er letztlich für diese Tagessätze pro Tag je einen Tag in Haft..

    Erhebt er Einspruch gegen den Strafbefehl kommt es unweigerlich zum Prozess im sogenannten Hauptsacheverfahren..
    Die dann verhängte Strafe kann am Ende erheblich höher ausfallen..

    Alleine die Möglichkeit eines Strafbefehles erreicht in der Regel weit mehr als die von den Grünen vorgeschlagenen 500 Euro Geldbuße als "Festbetrag", und scheint daher besser geeignet solche Täter an der empfindlichsten Stelle, dem Portemaneaie zu treffen..

    Nach Erlaß eines Strafbefehles kann Mann solche Ärzte und Therapeuten auch noch dem Berufsgericht zuführen, dort wird dann über die Zulassung entschieden, was mit einem zeitweisen oder endgültigem Entzug der Approbation enden kann..

    ""oder das Vorliegen einer Straftat negiert wird, etwa in dem ein Selbstmord nicht auf eine Homoheilung zurückgeführt wird""..

    Das ist ein erhebliches Problem..
    Normalerweise wird bei einer Untersuchung eines Suizides nach Fremdverschulden gesucht..

    Schließen die Ermittler das aus, und sind sich hier die Beteiligten Eltern und Angehörigen einig, wird niemand je erfahren das eine Therapie stattgefunden hat, und somit würde auch kein "mittelbarer Täter" zur Rechenschaft gezogen..

    Und so bleibt es meiner Meinung nach unumgänglich solche Vorgänge von außen zu identifizieren, durch Nachbarn und Freunde, durch Sportvereine und Lehrer, um den Jugendlichen die einer solchen Gehirnwäsche durch die Eltern unterzogen werden sollen, zu helfen..

    Ob überhaupt solche Fälle hier bekannt geworden sind, weiß ich zur Zeit auch nicht, bislang konnte ich dazu noch keine Informationen finden..
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#37 paren57Ehemaliges Profil
  • 27.04.2013, 22:46h
  • Antwort auf #36 von TheDad
  • Danke für Deine ausführlichen Erörterungen. Kann man im Prinzip nur hoffen, dass das Bewusstsein für diese Problematik geschärft wird und die Strafwürdigkeit eines solchen Verhaltens erkannt und akzeptiert wird. Wären die Urheber Muslime oder eine obskure Sekte, wäre es wahrscheinlich einfacher, Zustimmung dafür zu finden, dass Religionsfreiheit nicht bedeutet, dass Religionsgemeinschaften über dem Recht stehen. Bei den hiesigen etablierten Religionen erscheint das meiner Wahrnehmung nach nicht immer so zu sein. Auch wenn es juristisch falsch ausgedrückt sein mag, ich erkenne da sehr viel Befangenheit auch bei den Recht Sprechenden.
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#38 GurkenhobelAnonym
  • 29.04.2013, 14:08h
  • Antwort auf #30 von TheDad
  • Ja, man muss bis zum Ende und vor allem genau lesen. Ich hab nicht gesagt, dass das, was du sagst, falsch ist, ich habe von Ungenauigkeit gesprochen und das ist es auch.
    Wenn du mit "Geschäftsführung ohne Auftrag" nicht die GoA im Sinne des BGB meinst, dann musst du das auch entsprechend deutlich machen, weil "Geschäftsführung ohne Auftrag" nunmal ein juristischer Fachbegriff ist, der sich auf genau das bezieht.
    Die Entscheidung der Eltern kann nur bis zu einem gewissen Reife- und Einsichtsgrad die Zustimmung des Minderjährigen ersetzen. Liegt die Reife vor, dann müssen beide Zustimmungen vorliegen.
    Und wer sagt eigentlich, dass die Strafverfolgungsbehörde das öffentliche Interesse bejaht, wenn der Minderjährige keinen Strafantrag stellt? Das ist Ermessenssache. Nichts desto trotz macht es aus der KV kein Offizialdelikt, es ist und bleibt eine Mischung zwischen Offizial- und reinem Antragsdelikt, oftmals auch relatives Antragsdelikt genannt. Das gilt auch dann, wenn der Minderjährige nicht selber eingewilligt hat (hat er das, muss erstmal geprüft werden, ob überhaupt eine KV vorliegt). Eine Körperverletzung zeichnet sich ja dadurch aus, dass der Geschädigte nicht eingewilligt hat. Ohne Strafantrag wird regelmäßig jedoch kein Strafverfahren eingeleitet wird, weil die Staatsanwaltschaft (aber das ist nur eine Vermutung) in den meisten Fällen das öffentliche Interesse verneinen wird. Desweiteren ist es nicht so, dass die Staatsanwaltschaft dann das Verfahren gegen Zahlung einer Geldbuße einstellen kann, sie muss es bei mangelndem öffentlichen Interesse gänzlich einstellen, weil die Voraussetzungen des § 230 und damit die Prozessvoraussetzungen nicht vorliegen.
    Wieso käme § 228 nur zum tragen, wenn der Minderjährige keine Folgen zu verzeichnen hätte oder selbst eingewilligt hätte? § 228 bezieht sich auf alle Fälle der Körperverletzung, ob nun mit Folgen oder nicht. Und zum tragen kann es auch kommen, wenn der Minderjährige noch in dem Stadium ist, in dem die Einwilligung der Eltern die eigene ersetzt. In diesem Fall kann die Einwilligung der Eltern als sittenwidrig eingestuft werden.
    § 224 Absatz 1 Nr. 5 wird bei rein psychischer Behandlung nicht einschlägig sein. Die Lebensgefahr muss durch die Behandlung als solche vorliegen und nicht Folge eines psychischen Folgeschadens.
    § 225 kann einschlägig sein, muss es aber nicht. Ist im Einzelfall zu prüfen. Der betrifft aber höchstens die Eltern, nicht den Arzt (hierbei nur möglicherweise Beihilfe dazu). Vom Vorsatzproblem ganz abgesehen.
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#39 Bernd SlabihoudAnonym
  • 29.04.2013, 23:52h
  • Tja ich bin ziemlich sicher, dass es irgendwo, irgendjemand gibt, der auch die fortschreitende Dummheit der dt. CDU/CSU und FDP Politiker heilen kann, ein Politidiotstherapist vielleicht. Dabei kann es wenigstens zu keinen Späfolgen kommen, denn wo nichts ist kann man ja auch nichts schädigen.
    Frau Merkel entschuldigen Sie bitte, aber scheinbar Sie sind einfach nur DUMM und an den FDP Politiker Jörg van Essen eine Nachricht - hat eigentlich schon ein Konversionstherapist bei Ihnen Hand angelegt, denn da scheint die Therapie schon Formen anzunehmen.
    Wie krank sind diese Menschen eigentlich, und dabei meine ich nicht die Schwulen und Lesben - nein ich meine diese "Politiker" und jene die glauben Homosexualität kann man heilen - Idioten!! Ich bin seit ich denken kann schwul, habe dann mit 28 Jahren nach einer enttäuschten Beziehung zu einem Mann eine FRAU geheiratet. Nach 20 Jahren Ehe ist meine Frau (sie wußte von meiner Neigung) an Krebs verstorben und nach 2 Jahren war ich mir sicher, ich bin immer noch schwul. Heute bin ich 55 und seit 4 Jahren mit einem Türken zusammen, den ich 2012 geheiratet habe! Wir lieben uns jeden Tag ein bisschen mehr und sind überglücklich, und ich hab mein Leben wieder!!
    Soviel zur Heilung ihr HIRNIS!!!
    LG aus Österreich von Bernd + Fatih
    PS.: keine Angst - bei uns gibt es genauso gestörte Politiker bei der ÖVP und speziell bei unserer Lieblingspartei - der FPÖ, das sind die blauen mit den braunen Streifen!!
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#40 odobenusProfil
  • 02.05.2013, 06:46hDüsseldorf
  • Antwort auf #33 von paren57
  • Wir müssten Strukturen schaffen, die die Todesfälle dokumentieren und wir müssten intervenieren. Ansonsten werden sich die Mehrheitsheterosexisten nicht dafür interessieren. Gegen homophoben Hass hilft kein gutes Zureden, sondern Gegengewalt.

    "Du, ich habe einen Essay geschrieben, gegen den Antisemitismus." - "So? Wie schön! Ich bevorzuge Baseballschläger?" [Woody Allen]

    Auch müssten wir diejenigen sein, die homophobe Psychoterrororganisationen angreifen. Statt mit Gruppen CSDs zu feiern, die homophoben Verbänden angehören (z.B. HuK oder LSU) müssten wir aktiven Widerstand leisten.
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