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Einstimmig beschlossen
Irkutsk verbietet Homo-"Propaganda"
- 26. April 2013 1 Min.

Das Wappen der Region Irkutsk
Irkutsk hat am Mittwoch als elfte Region in Russland "Propaganda" für Homosexualität verboten.
Das Regionalparlament stimmte einstimmig für das Gesetz. Es soll Kinder "vor negativen Faktoren" schützen, die ihre "physische, intellektuelle, psychische, geistliche und moralische Entwicklung" beeinflussten. Die Region Irkutsk liegt in Südsibirien und ist bei nur 2,5 Millionen Einwohnern doppelt so groß wie Deutschland.
Die größte Stadt mit einem Verbot der Homo-"Propaganda" ist derzeit St. Petersburg. Die Verabschiedung des Gesetzes hat unlängst zu internationalen Protesten geführt, auch durch das deutsche Außenministerium (queer.de berichtete). Derweil ist ein landesweites Gesetz ist in Arbeit: Im Januar diesen Jahres hatte die russische Duma einen entsprechenden Entwurf in erster Lesung abgenickt (queer.de berichtete).
Politiker aus Russland fallen regelmäßig durch homophobe Äußerungen auf. Staatspräsident Wladimir Putin hatte erst vor gut zwei Wochen in den Niederlanden die gleichgeschlechtliche Ehe mit Pädophilie verglichen (queer.de berichtete). (dk)














