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Kommentare zu:
Missbrauchter Teenager ermordet 55-jährigen Peiniger


#1 MrNbg88
  • 03.05.2013, 15:48h
  • Ich bin auch jahrelang sexuell mißbraucht worden aber meine Peiniger deswegen umzubringen, ist mir nicht in den Sinn gekommen. Ich empfinde bei dem Gedanken daran,dass meine Peininger frei herumlaufen, Wut und Ärger in mir aber ich habe bis heute keinen Strafantrag oder ähnliches gestellt. Ich möchte mit der Sache abschließen können aber das schaffe ich nicht,indem ich die Fälle wieder aufdecke.
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#2 FoXXXynessEhemaliges Profil
#3 SchwTAAnonym
  • 03.05.2013, 17:51h
  • Antwort auf #2 von FoXXXyness
  • Freispruch? Das ist nicht Euer Ernst!

    Leute, wir reden hier von M.o.r.d., von dem Umstand, dass jemand jemandes Leben mutwillig genommen hat. Natürlich ist man hierzulande über das unsinnige "Auge-um-Auge"-Geplänkel erhaben, aber wo kommen wir denn hin, wenn ein Tötungsdelikt straffrei ausgeht, einmal vom Unfall abgesehen?
    Wer sexuell missbraucht, gehört ebenfalls hart bestraft, aber halt mit Gefängnis und/oder Therapie, nicht mit dem Tode. Ich hab' mir sagen lassen, dass es unsagbar schwer sein soll, aber dann geht halt kein Weg daran vorbei, die Eier in die Hand zu nehmen und den missbrauchenden Mistkerl anzuzeigen. Plattmachen gilt nicht!
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#4 StretchingmasterProfil
  • 03.05.2013, 19:26hEssen / Holsterhausen
  • Also Freispruch halte ich auch für Falsch. Eine Strafe muss es schon geben. Aber 10 Jahre finde ich viel zu hart.

    Der Mann hat ja dem Jungen auch das Leben genommen. Er hat ihn traumatisiert für das ganze restliche Leben. Ok, keine Tat rechtfertigt es einen Menschen umzubringen.
    Der Kinderschänder hätte weggesperrt gehört oder zumindest ständig überwacht. Und wenn das schon alles bekannt gewesen ist warum hat dann niemand etwas getan?

    Der Junge sollte schon bestraft werden. 1 Jahr Gefängnis würde ich schon sagen. Keine Bewährung. Ein Jahr ist für einen Jugendlichen eine sehr lange Zeit. Er ist gerade mal 16 jetzt. Wenn er wirklich 10 jahre bekommen würde dann wäre er auch noch seiner Teenager Jahre beraubt. Er muss schon sein ganzes Leben mit dem Misbrauch leben. Das ist eine sehr harte Strafe. Viele der Misbrauchten kommen nie darüber hinweg..

    Schönen Tag noch
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#5 TheDadProfil
  • 03.05.2013, 22:59hHannover
  • Antwort auf #1 von MrNbg88
  • Danke für den Kommentar..

    Vielleicht denkst Du in Zehn Jahren anderes darüber, und ärgerst Dich dann, doch keine Anzeige erstattet zu haben, wer weiß..

    Aber darüber reden, mit Menschen zu denen Mann Vertrauen aufbauen kann, hilft immer..

    Ich hoffe Du hast solche Menschen in Deiner Umgebung..

    Zum Fall :
    Schwierig..
    Ob es wirklich eine Affekt-Tat war ?
    Es war eine Anzeige erstattet, er hätte dazu aussagen können, und seinen Teil dazu beitragen den Täter erneut in Haft zu bringen..

    Wenn sich die Opfer mit der Staatsanwaltschaft einig gewesen wären, und diese entsprechend unterstützt hätten, wäre vielleicht sogar eine Sicherungsverwahrung für den Täter im Gespräch gewesen..

    Eine Tötung ist jedenfalls nicht die Lösung..

    Ich hoffe für den Jungen das ihm klar wird was er getan hat, und dann ist es eigentlich egal ob die Strafe 1 oder 10 Jahre lautet..
    In dem Moment wenn ihm seine Tat und die Folgen bewußt werden, hat er schon alles "verbüßt" was es da zu verbüßen gäbe..

    Danach soll er sein Leben leben..
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#6 ArmutAnonym
  • 04.05.2013, 00:42h
  • "In der Plattenbausiedlung, die als sozialer Brennpunkt gilt, gibt es kein Jugendzentrum, daher seien bei dem Mann nach Angaben der Ermittler tagtäglich Jugendliche ein- und ausgegangen. In der Nachbarschaft war das ein offenes Geheimnis"

    Wenn die Jugendlichen in diesen Vierteln keine Perspektiven haben und der vorbestrafte Mann keine professionelle Hilfe gekriegt hat obwohl alle bescheid wussten, darf man sich über solche "offenen Wohnungen" nicht wundern.

    Das rechtfertigt natürlich nicht die Tat des Jungen, aber es hätte durch adäquate Strukturhilfen in den armen Stadtteilen verhindert werden können.
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#7 Alte TunteAnonym
  • 04.05.2013, 14:10h
  • Herzlichen Gllückwunsch! Mit einer Überschrift wie "Missbrauchter Teenager ermordet 55-jährigen Peiniger", veröffentlicht noch vor Ende des - unter Ausschluß der Öffentlichkeit stattfindenden - Prozesses, hat sich queer.de für den "Bild"-Nachwuchspreis qualifiziert.

    Der Mißbrauch ist eine Behauptung des Angeklagten, die natürlich auch eine Schutzbehauptung sein kann. Ebenso hat bis jetzt als offen zu gelten, ob es sich bei dem Getöteten in diesem Falle überhaupt um einen "Peiniger" handelt. Würde dieser noch leben, hätte er im vorliegenden Falle bis zu einer (erneuten) Verurteilung als unschuldig zu gelten.

    Wie? Ja, stimmt: Alles Kokolores. Weicheiiger Rechtsstaat und so. Armer Junge sticht alten bösen Onkel ab. Queer.de hat den Fall geklärt und das Urteil gesprochen. Kommentierende Leser applaudieren, sind vorschriftsmäßig empört und wissen ebenfalls ganz genau Bescheid. Den Prozeß kann man sich eigentlich sparen.

    Nur eine Frage noch: Geschah die Tat womöglich im Milieu?
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#8 TheDadProfil
  • 04.05.2013, 14:38hHannover
  • Antwort auf #7 von Alte Tunte
  • ""Nur eine Frage noch: Geschah die Tat womöglich im Milieu?""..

    WAS bezeichnest Du als "Milieu" ?

    Hohenschönhausen ? Marzahn ?

    Gibt es Plattenbausiedlungen in denen sich ein "Millieu" "befindet", und wenn, welches ?

    Das der Stricher, oder das der unterprivilegierten Kinder und Jugendlichen ?

    Oder gar das "Jagdgebiet" einschlägig vorbestrafter Männer, die mit dem Versprechen Zugang zu Alkohol und Play-Station zu gewähren Vertrauen erschleichen ?

    Selbstverständlich ist der Prozess notwendig, denn nur in diesem Prozess können die offenen Fragen beantwortet werden..

    Die Frage nach dem Missbrauch und der verweigerten Aussage dazu ebenso wie die Frage nach Vorsatz oder gar Notwehr in einer Affekthandlung..
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#9 herve64Ehemaliges Profil
  • 05.05.2013, 13:31h
  • Tja, offen ist bislang, ob der Junge tatsächlich sexuell belästigt wurde oder ob es sich hier um eine Schutzbehauptung handelt. Mal ganz abgesehen davon: wurde ihm nicht beizeiten beigebracht, nicht zu Wildfremden zu gehen?

    Und dann auch noch den Typen abzuschlachten, geht schon mal gleich gar nicht: das ist Selbstjustiz und allein schon die Anzahl der Stiche schließt Notwehr aus und liegt eher ein bewusstes Vorgehen, sprich: Mord, nahe.
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#11 TheDadProfil
  • 05.05.2013, 22:33hHannover
  • Antwort auf #9 von herve64
  • Die Bandbreite zwischen Notwehr und Mord ist gemeinhin viel größer als sich die meisten vorstellen..

    Zunächst muß mal geklärt werden ob er die Tatwaffe mitgebracht hat, oder es das "übliche" Brotmesser aus der Küche ist..

    Letzteres spricht schon allein für sich stark nach einer Affekt-Handlung, oder sogar für Notwehr..
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#12 Meine MeinungAnonym
  • 07.05.2013, 10:36h

  • Für einen so grausamen Menschen,der offensichtlich auch nichts aus seiner Haftstrafe gelernt hat,empfinde ich keinerlei Mitleid.Er hat das Leben von unzähligen Menschen bzw Kindern (!)zerstört.Und Ihrer Meinung nach wäre dann Gefängnis oder Psychiatrie angemessen gewesen ? Was denken Sie denn was er nach seiner Entlassung tun wird ? Ich würde sagen höchstens Bewährung.Und einige von Ihnen sollten mal Ihre Augen öffnen und der Realität entgegensehen !!!
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#13 TheDadProfil
  • 07.05.2013, 14:01hHannover
  • Antwort auf #12 von Meine Meinung
  • Zunächst, um jemandem direkt zu antworten klickt Mann auf "Antworten", oder Mann schreibt ihn wenigstens mit Nick an, sonst wird die Zuordnung des Post´s schwierig..

    Danach sollte Mann sich von der Vorstellung verabschieden das Haft dazu da sei, das die Täter etwas lernen..

    Das klappt allein deshalb nicht, weil unsere Knäste nicht genügend Psychologen und Therapeuten haben, um mit den Knacki´s die Taten aufzuarbeiten..

    So dient Haft einzig und allein zur Rache der Gesellschaft am Täter..
    Mann nimmt ihm die Freiheit, den Job, die Wohnung, die sozialen Kontakte und oft auch die Sexualität, die im Knast nicht "gelebt" werden kann..

    Nach der Entlassung fehlen Hilfen zur Wiedereingliederung, Bewährungshilfen generieren sich als reine Verwaltungsmaschinen die für eine Zeit lang darauf achten das sich jemand in der Zeit der Bewährung regelmäßig irgendwo meldet, mehr aber auch nicht, denn auch diese Stellen sind chronisch unterbesetzt und unzureichend finanziert..

    Und so folgt in vielen Fällen nach der Haft, die als Strafe eine Wiedergutmachung an der Gesellschaft darstellen soll, eben nicht die Wiedereingliederung in die Gesellschaft, sondern die Stigmatisierung zum Aussenseiter, mit dem die Gesellschaft auch weiterhin nichts zu tun haben will..

    Was die Gesellschaft nämlich nicht wahrnimmt :
    Die Tat zerstört immer zwei Leben..
    Die des Opfer´s UND die des Täter´s..

    Die Opfer erhalten Hilfen, in vielen Fällen viel zu wenige, von fianzieller Unterstützung mal ganz abgesehen..

    Für die Täter sind die Bilanz noch viel schlechter aus..

    Angemessen wäre es das die Gesellschaft sich mit Häftlingen "beschäftigt", denn Resozialisierung entsteht nicht aus dem Nichts heraus..

    Das gilt hier nun insbesondere für den jungen Täter, denn für das Opfer kann die Gesellschaft hier nichts mehr tun..
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