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Kommentare zu:
Idrissou traf Queer Devils


#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
#2 FazitAnonym
  • 04.05.2013, 16:31h
  • Eigentlich hätte dieser prototypische Fall der brutalen Zerstörung von Freiräumen männlich sozialisierter Kinder und Jugendlicher durch das Aufzwingen heterosexistisch konstruierter Männlichkeit einen #Aufschrei auslösen müssen, in dessen Rahmen endlich einmal thematisiert wird, dass in dieser Gesellschaft, insbesondere unter jungen Menschen, schwulenfeindliche Äußerungen im Alltag und im öffentlichen Raum inzwischen zum zwanghaft "guten Ton" gehören.

    Und dass das natürlich alles nie "so gemeint" ist, wie es bei anderen gesellschaftlichen Gruppen völlig zu Recht aufgefasst werden würde.

    Stattdessen ist und bleibt Schwulenfeindlichkeit immer und überall etwas, das man sich erlauben kann (ja: geradezu muss, um sich in seiner vermeintlichen "Männlichkeit" zu vergewissern) - wenn man nur im unwahrscheinlichen Fall, dass sich überhaupt jemand daran stört, "ich habe ja nix gegen Schwule", "war ja nicht so gemeint" usw. hinterherschiebt!

    Das Verhalten des Vereins, des DFB, der Medien, praktisch aller Beteiligten, ist letztlich eine ganz klare Ermutigung und ein Freibrief, die im Alltag, im öffentlichen Raum allgegenwärtigen Herabsetzungen von Schwulsein und Schwulen als wesentlichen Bestandteil der gesellschaftlich aufgezwungenen heterosexistischen Ordnung gerade unter jungen Menschen weiter zu eskalieren.

    Eine Sanktionierung dieser im Gegensatz zu anderen Rassismen ja völlig harmlosen Menschenfeindlichkeit, gibt es nicht und wird es, v. a. auch dank der ständigen schwulen Selbsterniedrigung, weiterhin nicht geben.
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#3 seb1983
  • 04.05.2013, 16:42h
  • Ein Besuch beim schwulen Fanclub ist immerhin ne ordentliche Sache.

    Wie im Artikel erwähnt, dass Problem ist dass das eben nicht überdacht wird, reflektiert klingt etwas schöner, was da teils gesagt wird. Hier muss auf jeden Fall ein stärkeres Problembewusstsein geschaffen werden.
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#4 PetterAnonym
  • 04.05.2013, 19:24h
  • Wenn es ihm wirklich ernsthaft leid tut, er Schwule nicht hasst und sowas nicht nochmal passiert, sollten wir die Entschuldigung annehmen...

    Aber dann muss er auch beweisen, dass er es ernst meint und dass er uns in Zukunft unterstützt.

    Und der Verein muss auch ganz klar Stellung gegen Homophobie beziehen...
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#5 anomeAnonym
  • 04.05.2013, 19:30h
  • Er hat deutlich gezeigt, dass er nicht homophob ist und damit ist die Sache erledigt.

    "Nun liegt der Ball beim DFB."

    Ein Einmischen des DFB nachdem die Situation bereits geklärt wurde, halte ich für fragwürdig.
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#6 JadugharProfil
  • 04.05.2013, 20:24hHamburg
  • Ob nun die Beteuerung, männlich zu sein und nicht schwul, eine homophobe Aussage ist, bezweifle ich. Diese Aussage war nicht auf Homosexuelle gerichtet sondern auf sich selbst. Der Begriff männlich oder weiblich in Zusammenhang mit Homosexualität bewerte ich als neutral.

    Ich selbst war in meiner Kindheit transsexuell. Als ich in die Pubertät kam, verschwand dieses Phänomen wahrscheinlich durch die Hormonumstellung. Ich empfand mich vorher als weiblich und in einen falschen Körper. Nach der körperbedingten Veränderung blieb noch etwas kleiner Teil davon übrig, nämlich Männer sexuell attraktiv zu finden, was gewöhnlicherweise ein weibliches Attribut ist.

    Ich empfinde mich also auch teilweise als weiblich, und bestehe auch darauf, deswegen nicht diskriminiert zu werden, da ich mir das nicht ausgesucht habe.

    Wir tragen also in uns weibliche als auch männliche Komponenten, wo beim Zwitter beide Komponenten stark in Erscheinung treten. Biologisch kann man diese Komponenten auch nachweisen, weswegen eine Umpolung nie funktionieren kann.
    Ich empfinde eine Aussage nur dann homophob, wenn die Folge davon zur Erniedrigung, Diskriminierung und auch zur Gewalt und Entrechtung führt und nicht zum Respekt und gerechter Behandlung.
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#7 Miguel53deProfil
#8 nedjegesAnonym
  • 05.05.2013, 01:03h
  • Antwort auf #6 von Jadughar
  • "Männer sexuell attraktiv zu finden, was gewöhnlicherweise ein weibliches Attribut ist"

    Wer sagt das?

    Es ist genauso normal wenn Männer andere Männer sexuell attraktiv finden.
    Es ist die Heteronormativität die anscheinend immer noch greift die dir einredet man müsse weiblich sein um das zu dürfen.
    Ich habe mich als schwuler Junge und jetzt als schwuler Mann immer wohl gefühlt, ohne mich transsexuell zu fühlen.
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#9 NicoAnonym
  • 05.05.2013, 08:49h
  • Antwort auf #5 von anome
  • Bisher hat er das nur gesagt. Worte sind geduldig und haben nicht immer was mit der Realität zu tun, wie man auch bei den Polit-Nutten der FDP sieht.

    Aber wenn er seinen Worten auch Taten folgen lässt, bin auch ich gerne bereit, ihm zu verzeihen.

    Dennoch muss sich auch dann der DFB einschalten und endlich was gegen die Homophobie im Fußball unternehmen. Genauso wie sie aktiv gegen Rassismus in den Stadien kämpfen, müssen sie auch gegen Homophobie kämpfen.
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#10 Ehrlich gemeintAnonym
  • 05.05.2013, 10:28h
  • ???

    Ist ja gut wenn er sich mit denen trifft. Vielleicht meint er das mit der Endschuldigung auch wirklich ernst...Trotzdem bin ich etwas skeptisch, stößt mir sein: "Ich habe viele schwule Freunde !" doch ewas sauer auf. Sowas ist doch das Standardargument, welches Homohasser immer benutzen, bevor sie uns beleidigen...
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#11 standardsAnonym
#12 timpa354Ehemaliges Profil
#13 antosProfil
#14 antosProfil
#15 TheDadProfil
  • 05.05.2013, 21:54hHannover
  • Es geht an und für sich überhaupt nicht um den Spieler Idrissou..

    Es geht darum das der Verein es zuläßt, mehr oder weniger versucht das Ganze als "Ausrutscher" eines Spieler´s darzustellen der sich "im Ton vergriffen" und aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse "in der Formulierung unsicher" war..

    Es geht darum das die "Fan´s" es zulassen..

    Es geht darum das selbst der Schwule Fan-Club es als :
    "Von uns hat sich niemand von den Aussagen angegriffen gefühlt" darstellt, und es mit den Worten herunterspielt :
    "Man erwarte keine weitere Entschuldigung vom Verein"..

    DAS kann nicht sein..

    Der Verein muß dagegen sein..
    Die Fan´s müßen dagegen sein..
    Vor allem aber der Schwule Fan-Club muß dagegen sein das sich ein Spieler im Interview in dieser Weise äußert..

    So lange sie alle nicht dagegen sind, werden solche Interview´s an der Tagesordnung bleiben, und Homophobe Äußerungen zum Standardvokabular der Spieler, der Vereine und der Liga gehören..
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#16 timpa354Ehemaliges Profil
  • 05.05.2013, 23:53h
  • Antwort auf #14 von antos
  • Nun, ich denke er hat sich nur wegen dem backlash entschuldigt, vermutlich hätte er sich sonst an der Uni nicht mehr blicken lassen können. Außerdem scheint er auch über andere Personen der Zeitgeschichte krude Behauptungen aufgestellt zu haben, das heisst Ferguson ist ein Serientäter.
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#17 giliattAnonym
  • 06.05.2013, 23:27h
  • Antwort auf #15 von TheDad
  • Falsch: "Es geht nicht um den Spieler Idrissou."

    Richtig: Es geht UNS nicht um den Spieler Idrissou. Sondern ums Prinzip, nämlich homophobe Äusserungen im Kein zu ersticken.

    Daher sollten wir den Fußballer nicht in der Luft zerfetzen wegen seines unbedachten Macho-Gefasels.
    Immerhinn hat er sich entschuldigt und - Sprachkenntnis mal ausgeblendet - den Dialog mit dem schwulen Fanclub seines Vereins geführt. Zudem bekam er diesbezüglich Rückendeckung von seinem Verein, was bedeutet, dass diesem erklärtermaßen Homophobie suspekt ist. Verein und Spieler haben also ihrer Verasntwortung genügt. Haben begriffen.

    Nun zu den Fans: Wie will man eine johlende Meute Mores lehren?
    Das braucht Zeit, denn es ist ein Prozess.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#18 TheDadProfil

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