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Ministerpräsident Enrico Letta zog Reißleine

Italien: Homophobe Staatssekretärin versetzt

  • 04. Mai 2013 12 2 Min.

Michaela Biancofiore über ihren politischen Ziehvater: "Berlusconi ist normal, weil er die Frauen liebt"

Mehrfach hatte sich die Berlusconi-Vertraute Michaela Biancofiore negativ über Schwule und Lesben geäußert. Jetzt ist sie deswegen ihren Job als Beauftragte für Gleichberechtigung los.

Heftige Proteste nicht nur von Schwulen- und Lesbenverbänden hatten Erfolg: Italiens Ministerpräsident Enrico Letta griff am Samstag zur Reißleine und entzog Unterstaatssekretärin Michaela Biancofiore ihre Zuständigkeit für Sport, Jugend und Chancengleichheit. Die Südtiroler Politikerin von der Berlusconi-Parteil PDL soll nun nur noch für die öffentliche Verwaltung und Entbürokratisierung zuständig sein.

In den vergangenen Monaten hatte Biancofiore mehrfach mit homophoben Äußerungen und ihrem erbitterten Widerstand gegen die Anerkennung homosexueller Partnerschaften für Schlagzeilen gesorgt. Laut "Corriere della Sera" stammt von der 42-jährigen u.a. der Satz: "Berlusconi ist normal, weil er die Frauen liebt". Bei einer anderen Gelegenheit soll sie gesagt haben: "Es gibt nicht nur Heterosexualität, sondern auch eine andersartige Sexualität, die heute leider sehr verbreitet ist."

Homoverband Arcigay wertete die Benennung Biancofiores als "Affront"

"Man fragt sich, welche Chancengleichheit Biancofiore Homosexuellen garantieren wird. Die Ernennung dieser Berlusconi-Vertrauten zur Staatssekretärin ist eine unglückliche Wahl für ein Ressort, das sich auch mit den Rechten der Homosexuellen befassen muss", hatte der schwule Abgeordnete Alessandro Zan von der linken SEL vor der Versetzung kritisiert. Noch deutlicher äußerte sich der italienische Schwulenverband GayLib: "Es ist, als würde man dem iranischen Präsidenten Khamenei einen Preis für seine Rolle zur Verteidigung der Rechte der Frauen verleihen", sagte der GayLib-Vorsitzende Enrico Oliari. Der Homoverband Arcigay wertete die Benennung von Biancofiore als "Affront".

Das Fass zum Überlaufen beim Regierungschef brachte ein am Samstagvormittag veröffentlichtes Interview der Unterstaatssekretärin mit der römischen Tageszeitung "La Republica", in der Biancofiore Lesben und Schwulen eine "Selbstghettoisierung" vorwarf. Sie selbst sieht sich dabei als Opfer: "Ich werde diskriminiert, lasse mich aber nicht einschüchtern. Als Katholikin bin ich gegen Homo-Ehen, ich werde mich aber für die zivilen Rechte aller Italiener einsetzen." (cw)

-w-

#1 Martin28a
  • 04.05.2013, 17:43h

  • Die Frau hat eher ein Problem mit sich selbst, Frauen die über sich selbst denken, sie müssen sozusagen hart rangenommen werden sind doch krank, wer Berlusconis Praktiken gutheißt, der sogar was mit minderjährigen anfängt, der hat ein gewaltiges Problem

    Wenn Schwule so was machen gelten sie gleich als krank oder es wird ihnen als typisch ausgelegt
    Und wenn ein alter heterosexueller Mann das macht ist das gleich super
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#2 PersonenAnonym
  • 04.05.2013, 17:51h

  • Erika soll auch weg. Manche äussern
    sich zum Thema der Rechte ignorierend, agressiv, spottend noch
    wie zur Nazizeit. Sie verteidigen eigene Macht und politische Gier aber nicht Menschenrechte. Noch zwingen sie zur Religion.
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#3 ZechAnonym
  • 04.05.2013, 18:00h

  • Die Artikel die sich auf Queer.de direkt oder indirekt mit diesem Schmierkopf Berlusconi befassen sind unnötig weil es immer um die gleichen Aussagen geht.
    Ich würde dem hier gar nicht soviel Raum geben.
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