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- 06. Mai 2013

Funkenregen, Flöten und Getrommel, Emmelie hat einen typischen Eurovision-Song abgeliefert. (Bild: EBU)
Dänemark hat mit Emmelie de Forest und ihrem Song "Only Teardrops" gesiegt. Cascada landete auf Platz 21.
Das war der Eurovision Song Contest. In Schweden versammelten sich 39 Länder zu den Proben, Partys und Shows des 58. Eurovision Song Contests. Aus Malmö berichteten in den vergangenen Wochen Michael und Arie Götz-Pijl sowie Norbert Blech, die Fotos stammen wenn nicht anders angegeben von ihnen sowie EBU und SVT.
Live-Ticker (abgeschlossen, )
Estland schickt Birgit Õigemeel auf die Bühne, derzeit unter dem Namen Birgit.

Der Auftritt startet in Schwarz-Weiß und beginnt auf der kleinen Nebenbühne. Dann geht sie in ihrem weißen Dress zum eigentlichen Stage, wo Backgroundsängerinnen und Nebel auf sie warten. Stimmlich ist sie sicher. Aber die ehemalige Maria aus der Tallin-Version von "The Sound of music" hat leider nur eine verwechselbare Ballade am Start - davon gibt es in diesem Jahr viele. Rettet die gute Inszenierung ins Finale?
Die Schmetterlinge aus dem diesjährigen Eurovision-Logo dienen auch einer Mitmachaktion.

Via Instagramm kann man vom Logo inspierte Bilder an das schwedische Fernsehen schicken, es gibt Karten für das Finale zu gewinnen. Infos und die ständig aktualisierte Galerie finden sich hier.
Wir finden das Logo ja immer noch ein wenig creepy, fühlen uns an einen Klassiker des Psycho-Kinofilms erinnert.
Slowenien - die erste Nummer mit Tänzern!

Hannah auf Startplatz 3 (von den Proben Estlands fehlen noch die Bilder) schreit mehr, als sie singt, und das oft daneben. Was machen eigentlich die Backgroundsängerinnen, die man, wie in Schweden üblich, gut versteckt? Angemessen also, dass Hannah auf ihren musikalisch im besten Sinne vorbelasteten Nachnamen Mancini verzichtet. Die Amerikanerin stampft ansonsten zwischendurch über den Catwalk, das Designer-Rabenkleid muss ja auch präsentiert werden.
Das erste offizielle Proben-Video ist da, Österreich:
Zuerst zur Bühne: Die Projektoren werfen animierte Hintergründe, wie man sie von Android-Handys zu kennen glaubt. Zusammen mit den Scheinwerfern wirkt das schlicht, aber sympathisch. Und nicht wundern, dass im Vordergrund ein Spock im Halbdunkel steht: In der Arena wurden viele Pappmenschen hingestellt, darunter auch Elvis Presley und Marilyn Monroe. Das Publikum muss in diesem Jahr ja erstmals vor der Bühne stehen.

Beim Aufritt von Natália Kelly fragt man sich, was die fliegenden Tampons darstellen sollen. All die Backgroundsängerinnen, die uninspiriert hin und her latschen, wirken auch etwas viel. Die Stimme sitzt, die Nervosität verfliegt allmählich - aber für eine Eröffnungsnummer muss da mehr sein.
Eine der wenigen Regeln und Tradtionen, die die Schweden beim Grand Prix nicht verändert haben: Es muss weiterhin live gesungen werden. Der Verzicht aufs Playback kann für manche ein Segen sein.
Anders als in den letzten Jahren dürfen Fans und Journalisten in der ersten Probenrunde nicht in die Arena und auch nicht ins Pressezentrum. Es gibt auch bis Freitag keine Pressekonferenzen. Stattdessen gibt es nur eine Live-Übertragung der Proben in den Euroclub, untergebracht in einem ehemaligen Schlachthof. Dort sitzt man auf Kinosesseln, Laptop auf dem Schoß. Das Livebild darf man nicht abfilmen, so ist man also auf offizielle Fotos und Videos angewiesen.

Heute proben, in der Reihenfolge ihres Auftrittes im ersten Halbfinale, Österreich, Estland, Slowenien, Kroatien, Dänemark, Russland, Ukraine und die Niederlande. Die Künstler können nach der Probe für ein Treffen mit den Fans im Euroclub vorbeischauen.
Die Bühne bietet in diesem Jahr 220 Quadratmeter Platz für die Künstler, 38 davon auf der Hauptbühne - und erstmals seit längerem keine LED-Wand. Stattdessen werden 46 Projektoren eingesetzt, die Stimmung auf 350 Quadratmeter Hintergrundfläche bringen sollen.

23 Kameras kommen zum Einsatz, 48 Mikrofone, über 800 Scheinwerfer und 210 Lautsprecher. Es gibt vier Windmaschinen, sechs Nebelverteiler und 56 Geräte für die Pyrotechnik.

Wir sind bereit für ein neues ESC-Liveblog, die sonnige Stadt ist es auch. Überall finden sich Plakate mit Verweis auf das diesjährige Grand-Prix-Motto, überall finden sich die Schmetterlinge aus dem Logo. An den Außenbühnen und Fanbereichen in der Stadt wird noch gearbeitet, die meisten Fans tauchen aber eh erst frühestens am Wochenende auf.








Zum Einschauen: Hier gibt es eine Video-Galerie mit allen Beiträgen - auch als Playlist im Popup-Video zum nebenbei arbeiten.
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