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Kommentare zu:
Mindestens acht Schwule in englischer Profiliga


#1 m123Anonym
  • 06.05.2013, 15:33h
  • Die schwulen Fußballprofis haben also Angst vor den Fans und der Öffentlichkeit, genauer vor homophoben Verbalangriffen.

    Nun, homophobe Verbalangriffe sind ähnlich wie rassistische Verbalangriffe. Die Mehrheit der Öffentlichkeit lehnt sie ab und verurteilt sie. Für rassistische Verbalangriffe in den Stadien gibt es Strafen. Diese Strafen sollte es also ebenso für homophobe Verbalangriffe geben. Gegebenenfalls müssen, wenn bestimmte Fans einer Mannschaft homophobe Verbalangriffe starten, alle Fans dieser Mannschaft für eine gewisse Anzahl von Spielen dieser Mannschaft ausgeschlossen werden. Das ist eine passende Erziehungsmaßnahme. Genauso werden ja auch in Deutschland alle Fans einer Mannschaft von einer gewissen Anzahl von Spielen dieser Mannschaft ausgeschlossen, wenn sie randalieren. Diese Erziehungsmaßnahme funktioniert auch.

    Am besten wäre es, wenn die Medien gezielt versuchen, einzelne homophobe Sprücheklopfer zu identifizieren und öffentlich in den Massenmedien an den Pranger zu stellen. Dann werden die allermeisten Angst haben homophobe Sprüche zu klopfen, weil sie dann Angst haben von den Massenmedien vor der gesamten Öffentlichkeit sehr negativ dargestellt zu werden.

    Ansonsten brauchen schwule Fußballprofis sich eigentlich vor nichts zu fürchten, oder? Im Grunde brauchen diejenigen schwulen Fußballprofis, die überlegen sich zu outen, nur zu überlegen, dass die homophoben Menschen einfach nur dumm und mit ihrem eigenen Leben unzufrieden sind, und deswegen Homosexuelle (wie potenziell jede andere Minderheit auch) zu Sündenböcken machen und ihnen verbal einheizen wollen. Man braucht also nur das Bewusstsein, dass die homophoben Sprücheklopfer dumm wie Brot sind und in ihrem eigenen Leben kaum was gebacken kriegen.

    Coming Outs von schwulen oder bisexuellen Bundesligaprofis wären jedenfalls sehr hilfreich um schwulen oder bisexuellen Jugendlichen Vorbilder zu geben und zu zeigen, dass man auch megagut Fußball spielen kann, unabhängig von der sexuellen Identität. Dass man sozusagen alles werden kann. Außerdem würde das die Politik und vor allem die CDU/CSU stark unter Druck setzen, weil dann wieder die rechtliche Diskriminierung von Homosexuellen in den medialen Mittelpunkt rückt. Daher wäre es für die Situation aller Schwulen, Lesben und Bisexuellen in diesem Land (und auch woanders in der Welt) äußerst hilfreich, wenn sich schwule oder bisexuelle Fußballprofis bekennen würden. Wir leben jetzt mittlerweile im Jahr 2013, und es ist unverkennbar, dass die geistige Wende bei diesem Thema schon vollzogen ist, und Schwule, Lesben und Bisexuelle bald gleiche Rechte haben werden und Homophobie ebenso wie Rassismus gesellschaftlich kurz gestutzt und geächtet wird. Die Frage ist nur noch wie schnell gleiche Rechte kommen werden. Und ein Coming Out eines schwulen Bundesligaprofis kann dazu beitragen diesen Prozess zu beschleunigen.

    Am besten wäre es, wie schon öfters gesagt, wenn sich schwule Bundesligaprofis zusammentun und gemeinsam outen würden. Es würde dem Fußball und der Gesellschaft und insbesondere der Situation von Jugendlichen in Schulen nachhaltig gut tun, wenn es bald ein Coming Out von Fußballprofis geben würde. Außerdem bin ich mir sicher, dass die Werbeindustrie den Fußballprofis, die sich geoutet haben, Werbeverträge anbieten wird, so dass ich nicht glaube, dass die Spieler sich ums Finanzielle sorgen machen müssen. Wenn man selbstbewusst an die Sache rangeht, dann würde das eine gute Sache sein und auf breite gesellschaftliche Akzeptanz stoßen. Wir leben ja mittlerweile im Jahr 2013...
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#2 LucaAnonym
  • 06.05.2013, 16:52h
  • Sorry, aber wer nicht mal zu sich selbst stehen kann (egal um welches Thema es geht) ist kein sportliches oder sonstiges Vorbild...
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#3 TeholAnonym
  • 06.05.2013, 17:05h
  • Der Kommentar von m123 ist völlig richtig und wunderbar. Dennoch. Selbst wenn der Fall von Justin Fashanu heute in der Form vielleicht nicht mehr vorkommt.
    Wenn ich an die jüngsten Hasstiraden der Fans gegen Mario Götze denke, weil er zuegegeben zu einem Verein wechselt, den wegen seiner Übermacht immer weniger Sympathien zufliegen dürften - wie soll ein zwanzigjähriger hochtalentierter Spieler diesen Hass ertragen? Wie soll ein schwuler Spieler, der vielleicht nur normaltalentiert ist, etwas Ähnliches aushalten. Jede Schwäche wird ihm angekreidet und mit seiner Homosexualität begründet werden. Ich wünschte mir ein Outing von vielen gleichzeitig. Selbst würde ich mir ein freies schwules Leben aber nur ausserhalb des Fussballs vorstellen können, lieber damit aufhören, als mich diesem Hass auszusetzen. Ewiges Verstecken und Scheinfrauenbeziehungen würde ich aber erst recht nicht lange aushalten.
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#4 FoXXXynessEhemaliges Profil
#5 Kaylie
  • 06.05.2013, 18:48h
  • Antwort auf #4 von FoXXXyness
  • Klar, ist ja auch so einfach. Wenn da nicht Tausende Fans und Vorurteile dranhingen. Du machst es dir von deinem PC mit deinen ungefragten und sinnfreien Kommentaren sehr einfach. Und warum muss man sich unbedingt outen? Die Jungs spielen Fußball. Viele Karrieren sind dadurch schon beendet worden. Spielen sie besser oder schlechter wenn bekannt ist welches Geschlecht sie bevorzugen? Nein. Ist es von Belang? Nein. Bindest du es JEDEM auf die Nase? Nein. Du stehst auch nicht in der Öffentlichkeit. Also lass sie im Schrank. Es ist deren Leben und deren PRIVATSPHÄRE! Völlig egal welche Vorbildfunktion da evtl. dranhängt.
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#6 alexander
  • 06.05.2013, 21:16h
  • Antwort auf #5 von Kaylie
  • jetzt lass mal die kirche in bernau!
    fussball ist nicht ganz umsonst schon immer als prollsport verschrieen! und wie gerade die letzten jahre beweisen, tummelt sich da ein "sogenanntes fanpotential", dass es geradezu darauf anlegt, seinen allgemeinen FRUST loszuwerden!!! allerdings werden gerade dadurch in diesem sport, die "bösartigen" schreihälse, durch die sogenannte gruppendynamik noch geiler bis hin zu hysterischen bestien, die sich ohne rücksicht auf verluste, ihren "niedrigsten instinkten", hingeben! da kommen rassismus und schwulenhass, gerade recht!
    UND GENAU DIESE TATSACHE, IST JEDEM SPIELER BEWUSST, der sich für eine fussballerkarriere entscheidet, denn er kommt genau eben aus diesem sumpf!!!(sonst würde er nicht balltreter!)
    aber der hauptgrund dürfte für alle, die möglichkeit sein, auf recht schnelle weise, viel geld zu verdienen???
    und wenn er dann einen gewissen status erreicht hat, kommt ihm sein privatleben in die quere???
    neee, da bleibt die privatsphäre (zu recht?) auf der strecke! und genau hier ist der knackpunkt!!!
    den berühmten tobenden mob, wird nie einer ändern, "brot und spiele"!!! das scheint offenbar im menschen verankert zu sein, muss wohl bedient werden.
    hier hilft bestenfalls eine gehörige portion rückrat und eier in der hose, um diesen zustand zu verändern! und ich bin sicher, wenn tolle schwule kicker, tore schiessen, fallen gestandene "straighte heten" in ohnmacht und feuchteln, wenn auch nur im schlaf!
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#7 Kaylie
  • 06.05.2013, 21:48h
  • Antwort auf #6 von alexander
  • Hä? Alle Fußballer kommen aus der Gosse und sind Millionäre, und alle Fans sind gewaltbereite Hooligans und tobender Mob? Klar. Und was ist wenn die Karriere mit Mitte 30 endet und sie ihre Knochen nicht mehr bewegen können? Ich denke nicht, dass man die paar Topspieler aus der Bundesliga in einen Topf werfen sollte, ebensowenig wie die Fans. Egal in welcher Riege jemand spielt, Privatleben bleibt Privatleben. Selbst Heterosspieler schaffen es ihr Privatleben gänzlich aus der Öffentlichkeit zu halten. Schreit da jemand danach dass sie sich als Heteros outen sollen? Nein, warum auch? Interessiert auch niemanden. Warum sollten also Fußballer die Gesellschaft ändern wollen, wo sie doch eigentlich nur erfolgreich sein wollen solange sie diesen Sport betreiben können? ...ohne ihr Privatleben öffentlich machen zu müssen. Der Erfolg endet früh genug, dann gehen sie evtl. wieder normalen Jobs nach, und jeder, absolut jeder, weiß nur irgendwann nur noch eines: der ist schwul! Als gäbe es nichts wichtigeres.................
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#8 m123Anonym
  • 06.05.2013, 21:51h
  • Nunja, ich sehe es so, dass es ja nicht unbedingt eines expliziten Coming Outs bedarf. Nur sollten die schwulen Bundesligaprofis sich nicht von Homophobie ihr Leben beschränken lassen und ganz normal leben, halt mit ihrem Freund spazieren gehn, ihn zu Veranstaltungen mitbringen wie das die heterosexuellen Spieler mit ihren Frauen tun, usw...

    Die müssen sich ja nicht vor die Kamera stellen und sagen "Hallo Leute, ich bin schwul!". Nee, das Beste wäre wirklich ganz normal schwul zu leben wenn man schwul ist.

    Ganz ehrlich, ich kann mir vorstellen dass es ein großer Unterschied ist gemütlich und anonym zuhause am Schreibtisch zu sitzen und das zu schreiben im Vergleich dazu tatsächlich betroffen und damit in der Öffentlichkeit zu sein. Aber trotz alledem, ich bin felsenfest davon überzeugt, dass wenn ich schwuler Bundesligaprofi wäre, ich mich nicht verstecken und mir auch keine Alibifrau anschaffen würde. Das würde mich glaub ich psychisch viel mehr fertig machen als wenn Fans irgendwelche dummen homophoben Sprüche klopfen. Sich selbst zu verleugnen und damit sich selbst irgendwo anzugreifen, das finde ich viel schlimmer. Ich würde vielleicht sogar irgendwelche anderen homophoben Menschen auslachen, wenn die homophobe Sprüche klopfen. Vielleicht würde ich in der Öffentlichkeit dann auch sagen, dass homophobe Männer viel eher tatsächlich selbst schwul sind als nicht homophobe Männer und damit nur versuchen gegen ihre homosexuellen Gefühle etwas zu tun, und dazu dieses, was sie an sich selbst ablehnen, zu transformieren und auf andere zu projizieren, in Form von Homophobie. Ich glaub dann würden deutlich weniger Männer homophobe Sprüche klopfen, weil die dann unter "Verdacht" stehen, wahrscheinlich selbst schwul zu sein.

    Naja, wie dem auch sei. Die Zeit wird's zeigen. Jedenfalls sollten diejenigen schwulen oder bisexuellen Fußballprofis wissen, dass die große Mehrheit der Menschen zu ihnen halten und der Minderheit der homophoben Menschen einheizen wird. Ich glaub die Fans werden das schon unter sich regeln, und die Mehrheit wird gegen die Minderheit gewinnen.Wenn ein Fan im Stadion was Homophobes sagt, dann wird er sehr wahrscheinlich von zwei oder drei anderen Fans deswegen auch entsprechendes Rückfeuer zurückbekommen, da bin ich mir sicher. Und wenn's sein muss, dann komm ich persönlich vorbei und mach die homophoben Würmchen zur Schnecke.
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#9 sofortALLE outenAnonym
  • 06.05.2013, 22:03h
  • Die Spielergewerkschaft muss jetzt umgehend ihrer Verantwortung gerecht werden und gegen das perverse Geschäft der sexuellen Apartheid und Unterdrückung im Profi-Fußball vorgehen.

    Dies kann nur bedeuten, sofort ein kollektives Coming-out der Betroffenen zu organisieren. Sollte der Druck der Apartheid und Entrechtung durch die herrschende Verhältnisse zu groß sein, um den Spielern innerhalb einer überschaubaren Frist die gemeinsame Organisation und Planung dieses Schrittes zu ermöglichen, gibt es KEINE Alternative zur Öffentlichmachung der Namen sämtlicher Betroffener durch die Mitwisser.

    Es kann nicht angehen, dass eine Spielergewerkschaft sich zum Mittäter der sexuellen Apartheid und Unterdrückung macht und diese perverse, menschenverachtende Praxis auch noch selbst deckt und mitorganisiert.
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#10 alexander
  • 06.05.2013, 22:24h
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • ich weiss ja worauf du hinauswillst!
    aber es ändert nichts an der tatsache, dass gerade im moment die schiris, enorme probleme haben, bei den 3.legisten, überhaupt mit der ihnen entgegengebrachten gewalt noch klarzukommen!!!
    hinzu kommt, dass dieser "sogenannte sport" schon "aufsichtsräte" braucht, die natürlich "ehrenhalber"(ironie!) tätig sind, den millionensummen, die hier verschoben werden, mal abgesehen von den wettbetrugsaffären usw.!
    übrigens, in den meisten sportarten, sind die athleten, mit mitte 30 fertig!!! und hier geht es nicht nur um die kohle, sonst hätten sie etwas anderes gemacht! aber um dir nun endlich den wind aus den segeln zu nehmen, erkläre mir dann doch bitte mal, warum bei unserer weiblichen "nationalmannschaft" (die in den letzten jahren wesentlich erfolgreicher war, als die herren!), keine der frauen auch nur die geringsten schwierigkeiten hatte, sich als lesbisch zu bekennen?????
    ich dachte, wir leben in einer zeit der gleichberechtigung?
    woran das wohl liegt? JÄGER, KRIEGER UND SAMMLER??????
    der männliche fussball, bedient nunmal instinkte, die ich hasse, scheint aber unabdingbar zu sein???
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#11 odobenusProfil
  • 07.05.2013, 00:59hDüsseldorf
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • Outen müssen sich Schwule nur, weil alle annehmen, dass jeder heterosexuell ist. Die ganze Welt ist heterosexistisch diskriminierend eingerichtet. Das geht soweit, dass Großeltern ihren Enkeln nicht verraten, dass die bunten Enten im Stadtpark alle männlich sind und miteinander ein Großteil der Paare bilden. Denn schwulsein ist tabuisiert. Die wirkliche oder vermeintliche Heterosexualität wird hingegen mit größtmöglicher Brachialität in die Öffentlichkeit gezerrt. Die Spieler schaffen sich weiblichen Menschen-Schmuck an mit dem sie sich behängen, um von der heterosexistischen Gesellschaft bewundert zu werden.
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#12 TeholAnonym
  • 07.05.2013, 03:17h
  • Antwort auf #8 von m123
  • Auch diesen Kommentar mag ich sehr, und würde es größtenteils unterschreiben. Wenn da nicht Fussballer wie Torwart Roman Weidenfeller wären (ja, der die schwule DFB - Combo erfand, die ihn nicht hübsch genug für die Natinalmannschaft hält). Der beleidigte vor nicht allzu langer Zeit Gerald Asamoah als "schwarzes Schwein". Die Mindeststrafe vom DFB beträgt für rassistische und/oder menschenverachtende Äußerungen waren fünf Wochen Sperre und 12 000 Euro Strafe gewesen. Da er sich aber entschuldigte, mit der Begründung, er hätte ihn nicht rassistisch beleidigt, sondern stattdessen "schwules Schwein" gesagt, senkten sie die Strafe auf 3 Wochen und 10000 Strafe... Homophobe Beleidigungen scheinen also selbst den Fussballverantwortlichen als entschuldbarer. Ich glaube aber wirklich, dass viele Fans und sicher auch die meisten Kollegen heutzutage beistehen...nur deshalb kommen solche Entgleisungen, wie auch zuletzt bei Kaiserslautern überhaupt zur Sprache, ein Fortschritt zu früher..., aber der Pöbel (siehe bei Götze) schreit immer noch erheblich lauter und böser....selbst vor vereinzelten Morddrohungen macht er nicht halt.
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#13 Anti-ApartheidAnonym
#14 finkAnonym
  • 07.05.2013, 10:13h
  • Antwort auf #13 von Anti-Apartheid
  • ungefähr die hälfte ALLER schwulen halten am arbeitsplatz ihre sexuelle orientierung geheim.

    sollen die auch alle gegen ihren willen geoutet werden?

    mich wundert ein bisschen, dass die diskussion teilweise geführt wird, als gäbe es nur unter fußballern noch ein offenheitsproblem und als seien das die einzigen menschen auf der welt, deren "vorbildfunktion" die schwule welt retten könnte.

    wären wir ALLE in jeder situation offen schwul, dann müssten wir über schwule fußballer nicht reden.

    ich halte es aber nicht für eine gute idee, leute, die selber dazu gar nicht bereit sind, an die front zu schubsen. eine mediale treibjagd, in der sich alle daran ergötzen, wie sich zwangsgeoutete schwule peinlich beschämt vor einer kamera winden, stelle ich mir nicht gerade hilfreich für das selbstbewusstsein junger schwuler vor.
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#15 Roman BolligerAnonym
  • 07.05.2013, 21:37h
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • Zitat:..."Schreit da jemand danach dass sie sich als Heteros outen sollen? Nein, warum auch?"....

    Eine derart idiotische Argumentation habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Kaylie, du profilierst Dich in einem schwulen Forum als Verfechter der Heteronormativität!

    Natürlich schreit "Niemand" nach dem Outing von Heteros, weil "Alle" stillschweigend davon ausgehen, dass "Alle" heteros sind.

    Schweigen tötet.
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#16 TheDadProfil
  • 07.05.2013, 22:30hHannover
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • ""Selbst Heterosspieler schaffen es ihr Privatleben gänzlich aus der Öffentlichkeit zu halten""..

    Ach ? Echt ?

    Wo ? Wie ?

    Durch Home-Story´s die mitteilen das der "neue ShootingStar" der National-Elf noch "oben bei Mutti" wohnt und einen Hamster hat ?

    Ist die nächste Ehefrau von Loddar eigentlich schon im Kindergarten ?

    Hetero´s outen sich ständig..
    Da wird auf FreundInnen verwiesen, Verlobungsringe getragen, Foto-Reportagen in diversen Yellow-Press-Gazetten lanciert, und vieles mehr..

    Ehefrauen von Mega-Stars avacieren plötzlich zu Expertinnen für die SuperStar-Suche, oder machen Werbung für Hairstyle-Produkte, oder gleich mit dem Gatten für exotische Billig-Auto´s..

    Während der Weltmeisterschaft füllt die BILD am Sonntag ganze Seiten mit Interview´s der Gattinnen um die Frage zu klären ob es sinnvoll sei die Spieler-Frauen in´s Hotel der Mannschaft zu lassen, oder ob der wie selbstverständlich unterstellte Heterosex die Leistungsbereitschaft der Burschen minimieren könnte..

    Mit heteronormativen Informationen werden wir tagtäglich qausi zugemüllt..

    Fußball ist ein Multimilliarden-Geschäft..
    Spiele des FCB verkaufen sich in 136 Länder, alleine die TV-Rechte an der Bundesliga bringt dem Verein Millionen ein..
    Von den Tantiemen für internationale Spiele gar nicht zu reden..

    Wenn da einer aus der Reihe tanzte und mit dem Freund Hand in Hand zum Training erschiene..

    Das würde ganz sicher viele erst einmal schocken..

    Aber es wäre ganz sicher auch DIE Nachricht..
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#17 odobenusProfil
  • 08.05.2013, 02:26hDüsseldorf
  • Antwort auf #14 von fink
  • Zwangsouting ist in der Tat überhaupt keine gute Lösung. In der Community hat es sich daher durchgesetzt nur homophobe Hetzer oder Gewalttäter zwangszuouten. Fußballer, die sich outen müssen das selbstbewusst und freiwillig tun - ansonsten ist das kontraproduktiv für sie und für alle andern Schwulen.

    Ich glaube auch, dass solche Probleme nicht existieren würden, wenn wir sichtbarer werden. Wenn ihr berechtigte Angst vor gewalttätigen Übergriffen habt, dann bewaffnet euch und verteidigt euch!
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#18 sanscapote2Anonym
  • 08.05.2013, 06:46h
  • Antwort auf #3 von Tehol
  • Sich outen erfordert ueberall Mut.

    Wieso eigentlich?

    Weil beginnend in der heterosexistischen Ursprungsfamilie andere sexuelle Identitaeten schlecht geredet werden.
    Es erfordert einmal Mut, sich in der eigenen Famlie zu outen. Dieses besonders bei Jugendlichen, die "noch ihre Fuesse unter den Tisch der Eltern stellen".

    Ist jedoch hier erst einmal das Eis gebrochen haben es Jugendliche - bei aufgeschlossenen Eltern einfach, sich auch nach aussen zu outen, weil sie den Rueckhalt in der Familie haben.

    Es gibt jedoch auch unterdrueckende Eltern-Kind-Beziehungen. So ist das outen haeufig mit Gewalt verbunden. Wer dann den Mut aufbringt zu sich zu stehen, wird spaeter als Erwachsener offen zu sich stehen.

    Ist es daher so, dass alle Fussballer, die sich nicht outen, Persoenlichkeitsschwaechlinge sind, die den Weg des geringsten Widerstandes gehen wollen? Ob unter einer solchen sozialen Einstellung Fussballer Vorbilder fuer die Jugend sein koennen, zweifle ich stark an.

    Es geht bei Vorbildern nicht allein um stramme Wadln, sondern um die ganze Persoenlichkeit, der ein identitaetssuchender Jugendlicher nacheifern moechte.
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