Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=19153
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Mindestens acht Schwule in englischer Profiliga


#11 odobenusProfil
  • 07.05.2013, 00:59hDüsseldorf
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • Outen müssen sich Schwule nur, weil alle annehmen, dass jeder heterosexuell ist. Die ganze Welt ist heterosexistisch diskriminierend eingerichtet. Das geht soweit, dass Großeltern ihren Enkeln nicht verraten, dass die bunten Enten im Stadtpark alle männlich sind und miteinander ein Großteil der Paare bilden. Denn schwulsein ist tabuisiert. Die wirkliche oder vermeintliche Heterosexualität wird hingegen mit größtmöglicher Brachialität in die Öffentlichkeit gezerrt. Die Spieler schaffen sich weiblichen Menschen-Schmuck an mit dem sie sich behängen, um von der heterosexistischen Gesellschaft bewundert zu werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#12 TeholAnonym
  • 07.05.2013, 03:17h
  • Antwort auf #8 von m123
  • Auch diesen Kommentar mag ich sehr, und würde es größtenteils unterschreiben. Wenn da nicht Fussballer wie Torwart Roman Weidenfeller wären (ja, der die schwule DFB - Combo erfand, die ihn nicht hübsch genug für die Natinalmannschaft hält). Der beleidigte vor nicht allzu langer Zeit Gerald Asamoah als "schwarzes Schwein". Die Mindeststrafe vom DFB beträgt für rassistische und/oder menschenverachtende Äußerungen waren fünf Wochen Sperre und 12 000 Euro Strafe gewesen. Da er sich aber entschuldigte, mit der Begründung, er hätte ihn nicht rassistisch beleidigt, sondern stattdessen "schwules Schwein" gesagt, senkten sie die Strafe auf 3 Wochen und 10000 Strafe... Homophobe Beleidigungen scheinen also selbst den Fussballverantwortlichen als entschuldbarer. Ich glaube aber wirklich, dass viele Fans und sicher auch die meisten Kollegen heutzutage beistehen...nur deshalb kommen solche Entgleisungen, wie auch zuletzt bei Kaiserslautern überhaupt zur Sprache, ein Fortschritt zu früher..., aber der Pöbel (siehe bei Götze) schreit immer noch erheblich lauter und böser....selbst vor vereinzelten Morddrohungen macht er nicht halt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#13 Anti-ApartheidAnonym
#14 finkAnonym
  • 07.05.2013, 10:13h
  • Antwort auf #13 von Anti-Apartheid
  • ungefähr die hälfte ALLER schwulen halten am arbeitsplatz ihre sexuelle orientierung geheim.

    sollen die auch alle gegen ihren willen geoutet werden?

    mich wundert ein bisschen, dass die diskussion teilweise geführt wird, als gäbe es nur unter fußballern noch ein offenheitsproblem und als seien das die einzigen menschen auf der welt, deren "vorbildfunktion" die schwule welt retten könnte.

    wären wir ALLE in jeder situation offen schwul, dann müssten wir über schwule fußballer nicht reden.

    ich halte es aber nicht für eine gute idee, leute, die selber dazu gar nicht bereit sind, an die front zu schubsen. eine mediale treibjagd, in der sich alle daran ergötzen, wie sich zwangsgeoutete schwule peinlich beschämt vor einer kamera winden, stelle ich mir nicht gerade hilfreich für das selbstbewusstsein junger schwuler vor.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#15 Roman BolligerAnonym
  • 07.05.2013, 21:37h
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • Zitat:..."Schreit da jemand danach dass sie sich als Heteros outen sollen? Nein, warum auch?"....

    Eine derart idiotische Argumentation habe ich schon lange nicht mehr gelesen! Kaylie, du profilierst Dich in einem schwulen Forum als Verfechter der Heteronormativität!

    Natürlich schreit "Niemand" nach dem Outing von Heteros, weil "Alle" stillschweigend davon ausgehen, dass "Alle" heteros sind.

    Schweigen tötet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#16 TheDadProfil
  • 07.05.2013, 22:30hHannover
  • Antwort auf #7 von Kaylie
  • ""Selbst Heterosspieler schaffen es ihr Privatleben gänzlich aus der Öffentlichkeit zu halten""..

    Ach ? Echt ?

    Wo ? Wie ?

    Durch Home-Story´s die mitteilen das der "neue ShootingStar" der National-Elf noch "oben bei Mutti" wohnt und einen Hamster hat ?

    Ist die nächste Ehefrau von Loddar eigentlich schon im Kindergarten ?

    Hetero´s outen sich ständig..
    Da wird auf FreundInnen verwiesen, Verlobungsringe getragen, Foto-Reportagen in diversen Yellow-Press-Gazetten lanciert, und vieles mehr..

    Ehefrauen von Mega-Stars avacieren plötzlich zu Expertinnen für die SuperStar-Suche, oder machen Werbung für Hairstyle-Produkte, oder gleich mit dem Gatten für exotische Billig-Auto´s..

    Während der Weltmeisterschaft füllt die BILD am Sonntag ganze Seiten mit Interview´s der Gattinnen um die Frage zu klären ob es sinnvoll sei die Spieler-Frauen in´s Hotel der Mannschaft zu lassen, oder ob der wie selbstverständlich unterstellte Heterosex die Leistungsbereitschaft der Burschen minimieren könnte..

    Mit heteronormativen Informationen werden wir tagtäglich qausi zugemüllt..

    Fußball ist ein Multimilliarden-Geschäft..
    Spiele des FCB verkaufen sich in 136 Länder, alleine die TV-Rechte an der Bundesliga bringt dem Verein Millionen ein..
    Von den Tantiemen für internationale Spiele gar nicht zu reden..

    Wenn da einer aus der Reihe tanzte und mit dem Freund Hand in Hand zum Training erschiene..

    Das würde ganz sicher viele erst einmal schocken..

    Aber es wäre ganz sicher auch DIE Nachricht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#17 odobenusProfil
  • 08.05.2013, 02:26hDüsseldorf
  • Antwort auf #14 von fink
  • Zwangsouting ist in der Tat überhaupt keine gute Lösung. In der Community hat es sich daher durchgesetzt nur homophobe Hetzer oder Gewalttäter zwangszuouten. Fußballer, die sich outen müssen das selbstbewusst und freiwillig tun - ansonsten ist das kontraproduktiv für sie und für alle andern Schwulen.

    Ich glaube auch, dass solche Probleme nicht existieren würden, wenn wir sichtbarer werden. Wenn ihr berechtigte Angst vor gewalttätigen Übergriffen habt, dann bewaffnet euch und verteidigt euch!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#18 sanscapote2Anonym
  • 08.05.2013, 06:46h
  • Antwort auf #3 von Tehol
  • Sich outen erfordert ueberall Mut.

    Wieso eigentlich?

    Weil beginnend in der heterosexistischen Ursprungsfamilie andere sexuelle Identitaeten schlecht geredet werden.
    Es erfordert einmal Mut, sich in der eigenen Famlie zu outen. Dieses besonders bei Jugendlichen, die "noch ihre Fuesse unter den Tisch der Eltern stellen".

    Ist jedoch hier erst einmal das Eis gebrochen haben es Jugendliche - bei aufgeschlossenen Eltern einfach, sich auch nach aussen zu outen, weil sie den Rueckhalt in der Familie haben.

    Es gibt jedoch auch unterdrueckende Eltern-Kind-Beziehungen. So ist das outen haeufig mit Gewalt verbunden. Wer dann den Mut aufbringt zu sich zu stehen, wird spaeter als Erwachsener offen zu sich stehen.

    Ist es daher so, dass alle Fussballer, die sich nicht outen, Persoenlichkeitsschwaechlinge sind, die den Weg des geringsten Widerstandes gehen wollen? Ob unter einer solchen sozialen Einstellung Fussballer Vorbilder fuer die Jugend sein koennen, zweifle ich stark an.

    Es geht bei Vorbildern nicht allein um stramme Wadln, sondern um die ganze Persoenlichkeit, der ein identitaetssuchender Jugendlicher nacheifern moechte.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #3 springen »

» zurück zum Artikel