Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?19157
  • 06. Mai 2013 10 2 Min.

Die Homo-Gruppe "Coming Out" und das schwul-lesbische Filmfestival "Side by Side" in St. Petersburg werden von der russischen Regierung als "ausländische Agenten" eingestuft.

Wie die deutsch-russische Homo-Gruppe Quarteera meldet, haben die Behörden eine hohe Geldstrafe angekündigt, weil sich die Vereine nicht als "ausländische Agenten" registriert hatten. Beide Organisationen haben bereits eine Benachrichtigung von der Staatsanwaltschaft erhalten. Das könnte die Gruppen in den Bankrott treiben, erklärten die Aktivisten.

Bereits im März waren im Rahmen von Razzien gegen zahlreiche Nichtregierungsorganisationen die Büros beider Gruppen durchsucht worden. Nach Angaben von "Coming Out" hatten Beamte der Staatsanwaltschaft sowie des Justizministeriums über sechs Stunden lang Dokumente überprüft und weitere Unterlagen angefordert (queer.de berichtete). Insgesamt wurden damals mehr als 2.000 Gruppen im ganzen Land "kontrolliert".

Im letzten Jahr hatte sich der britische Schauspieler Stephen Fry für eine Dokumentation mit den Aktivisten von "Coming Out" getroffen (queer.de berichtete), Zuvor hatte der schwule Bundestags­abgeordnete Michael Kauch (FDP) die Gruppe ebenfalls besucht queer.de berichtete).

Die russischen Behörden rechtfertigen die Angriffe auf die Homo-Gruppen mit einem neuen Gesetz, das seit November vergangenen Jahres gilt. Demnach müssen sich alle "politisch aktiven" Nichtregierungsorganisationen, die Geld aus dem Ausland erhalten, als "ausländische Agenten" registrieren lassen. Gemeinnützige Organisationen, die sich in Russland für Homo-Rechte einsetzen, erhalten keine öffentliche Mittel und werden daher von ausländischen Geberorganisationen unterstützt.

Viele internationale Menschenrechts­organisationen werden ebenfalls beschuldigt, "ausländische Agenten" zu sein, darunter auch Amnesty International. Die Durchsuchung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung führte bei der deutschen Bundes­regierung zu Irritationen. (pm/dk)

-w-

#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 06.05.2013, 20:36h
  • Wie süss, die Russen werden immer lächerlicher in ihrer homophoben Angst.Ob sie noch mal in der modernen Welt ankommen?
  • Direktlink »
#2 usererEhemaliges Profil
  • 07.05.2013, 12:23h
  • Antwort auf #1 von timpa354
  • Die Christen, hier in Form der russisch-orthodoxen Kirche, werden es gemeinsam mit anderen Ultranationalisten weiterhin zu verhindern wissen, dass Russland sich modernisiert. Allerdings werden russische Schwule und Lesben die Folgen durchaus nicht als "süß" erleben.

    Wir EU-Bürger müssen auf unsere Politiker einwirken, damit sie russische Lesben und Schwule schützen.
  • Direktlink »
#3 -hw-Anonym
  • 07.05.2013, 12:34h
  • Auszug:

    Kurz nach Beginn der Razzien führte das Lewada-Zentrum einige Umfragen durch, die für die Behörden unangenehme Ergebnisse ans Licht brachten. Die Umfragen ergaben unter anderem, dass mehr als die Hälfte der Russen der Ansicht sind, dass die Kreml-Partei Geeintes Russland von Gaunern und Betrügern durchdrungen sei und die Regierung von Dmitri Medwedew schlecht arbeite.

    Ganz:

    de.ria.ru/zeitungen/20130507/266067192.html
  • Direktlink »