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Einzelkommentar zu:
Bundesregierung: Ehe-Öffnung wäre verfassungswidrig


#26 stephan
  • 08.05.2013, 22:45h
  • "Der Gesetzgeber dürfe aber nicht die Ehe verändern"

    Es ist reine Wortklauberei! Den Verfassungsvätern (und drei(?)) -müttern ging es beim Schutz der Ehe - wenn man es geschichtlich richtig einordnet - wohl darum, dass der Staat nicht in einzelne, konkrete Beziehung hinein agieren dürfe und nicht darum den Begriff 'Ehe' zu schützen und ihn für die Ewigkeit unabänderlich zu machen! Für die Nazis war die einzelne Ehe eben gerade nicht unantastbar!

    Die Formulierung des Artikel 6 nun so zu interpretieren, als müsse man den Begriff metaphysisch überhöhen und ihn für sakrosankt erklären, ist völlig daneben und zeigt (absolut unnötigerweise) wieder den Diskriminierungswillen einer 'konservativen' Sippschaft, deren Geschichts- und Verfassungsverständnis völlig daneben liegt! Der einzelnen Ehe aber wird nicht ein einziges Recht genommen, wenn man den Begriff rechtlich ausweitet, im Gegenteil, der Ehebegriff wird aufgewertet und erfährt mehr Wertschätzung, was auch den konkreten Ehen zugutekommt.

    Wenn diese 'Herrschaften' schon um die heiligen Kühe der Verfassung besorgt sind, dann sollten sie darüber nachdenken, ob die Verfassungseltern sich wohl eine Situation haben vorstellen können, in der eine Partei mit Verweis auf die Koalitionsdisziplin (ich nenne das - ohne die FDP in Schutz zu nehmen - Erpressung) in einer Menschenrechtsfrage und mit dem Willen zu diskriminieren gesellschaftliche Entwicklungen gegen den bekundeten Willen der Abgeordneten aufzuhalten versucht. Gerade in solchen Fragen steht das Gewissen jedes Abgeordneten wohl höher. (Allerdings muss man leider zugeben, dass es einen Euphemismus darstellt, bei den Abgeordneten einer Umfaller- und Klientelpartei von 'Gewissen' zu sprechen!)
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