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- 02. November 2004 1 Min.
New York Nach einem mit aller Härte geführten Wahlkampf hat in den USA am Dienstag die Präsidentschaftswahl begonnen. In homopolitischen Fragen gilt der demokratische Herausforderer John Kerry als moderater, anders als der republikanische Präsident George W. Bush ist er gegen einen Zusatz zur bundesweiten Verfassung, der die Homo-Ehe verbieten soll. Der Präsident wird (zumindest theoretisch) in der Nacht zum Dienstag gewählt. In elf Staaten wird zudem über ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen entschieden, je nach Staat bezieht sich dies nur auf ein Verbot der Öffnung der Ehe oder gar auf ein Verbot einzelner Rechte für eingetragene Partnerschaften. Chancen werden den meisten Referenden eingeräumt, insgesamt stimmt somit jeder fünfte Wähler in den USA über die Homo-Ehe ab. In Cincinnati steht eine Verfassungsänderung aus dem Jahr 1993 zur Abwahl, die seit damals den Erlass von Gesetzen verbietet, die sich mit sexueller Orientierung beschäftigen - also ein indirektes Verbot für Homo-Ehen, eingetragene Partnerschaften wie auch Antidiskriminierungsgesetze. In Detroit und anderen Städten im US-Bundesstaat Michigan berichteten Wähler, sie hätten Anrufe bekommen, dass sie für die Homo-Ehe stimmten, sollten sie Kerry wählen. (nb)














