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New York City
Schwuler Pornostar von Homo-Hassern zusammengeschlagen
- 13. Mai 2013 2 Min.

Die New Yorker Polizei veröffentlichte diese Bilder Edin Sol und seinem Begleiter nach dem Übergriff
In Manhattan gibt es vermehrt Meldungen über homophobe Übergriffe auf Schwule. Zuletzt haben fünf Männer Pornostar Edin Sol und einen Begleiter krankenhausreif geschlagen.
Zwei 21-jährige Männer sind am Freitagmorgen in New York City festgenommen worden, weil sie an einer U-Bahn-Station zwei Schwule zusammengeschlagen haben. Drei weitere Mittäter werden noch gesucht. Bei einem der Opfer handelt es sich um den Pornostar Edin Sol, der für Lucas Entertainment in Filmen wie "Lucky Fuck" mitgewirkt hat.
Am Sonntag erklärte Sol gegenüber "Queerty", dass er noch lange an den Folgen des Übergriff leiden wird: "Ich kann das einfach nicht abschütteln und es ist schlimm, dass so etwas immer noch passiert. Beim Ausgehen fühle ich mich nicht mehr sicher."
Sol und sein Begleiter waren um 5 Uhr morgens an der 33. Straße unterwegs, als sie von fünf Männern homophob beleidigt wurden. Diese verfolgten ihre Opfer zum Eingang einer U-Bahn-Haltestelle und schlugen dort auf sie ein. Glücklicherweise griffen zwei Polizisten ein, die mit dem Auto zufällig an der Haltestelle vorbeifuhren. Beide Opfer wurden am Gesicht verletzt und mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. Sol musste sich zusätzlich einer Operation am Auge unterziehen.
Anklage wegen Hassverbrechens

Edin Sol bei der Arbeit
Die Polizisten konnten vor Ort zwei der fünf Täter verhaften. Die Männer wurden bereits wegen schwerer Körperverletzung angeklagt. Den beiden droht eine mehrjährige Haftstrafe. Die Staatsanwaltschaft strebt zudem die Verurteilung wegen eines Hassverbrechens an, wodurch das Strafmaß deutlich erhöht werden könnte.
In den letzten Wochen machten mehrere Übergriffe auf schwule Männer in New York City Schlagzeilen in den Lokalmedien. Für Aufsehen sorgte insbesondere der Übergriff von Fans des Baseballteams New York Mets auf ein schwules Paar, das unweit des Madison Square Gardens am 5. Mai zusammengeschlagen wurde. Christine Quinn, die Präsidentin des New Yorker Stadtrats, hatte die Attacke einen "Angriff auf uns alle" genannt und erklärt, dass die Täter hart bestraft werden müssten. (cw)













Man kann noch so viel Aufklärung betreiben, damit wird man agressive junge Männer, die evtl. eigene homosexuelle Gefühle verdrängen, nicht erreichen. Solche Reaktionen kommen meistens spontan und sind bauchgesteuert.
In der Öffentlichkeit werden wir uns auch noch in 100 Jahren vorsichtig verhalten müssen, das gilt für New York genau so wie für Berlin.