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Internationaler Tag gegen Homophobie
Linksjugend NRW: Protestieren statt Händchen halten
- 16. Mai 2013 1 Min.

Diese auch von der Linksjugend NRW genutzte Grafik stammt im Original von dkp-queer.de, der queerpolitischen Kommission der Deutschen Kommunistischen Partei
Die Linksjugend ['solid] in Nordrhein-Westfalen hat sich bewusst gegen eine Teilnahme am parteiübergreifenden Aktionstag der Jugendorganisationen von SPD, CDU, Grünen, FDP und Piraten gegen Homophobie entschieden. Die fünf Landesverbände rufen am 17. Mai ab 19 Uhr zu einem "symbolischen Tanzen" mit Redebeiträgen auf der Kölner Domplatte auf (queer.de berichtete).
Linksjugend-Landessprecher Daniel Kerekeš kritisierte die Aktion als "schlicht unpolitische Feel-Good-Symbolpolitik": "Man hätte vor dem Kölner Dom einen Flashmob gegen das kirchliche Arbeitsrecht machen können oder auch ein Kiss-In, bloßes Händchenhalten in der Kölner Innenstadt ist wie Einkaufen im Biosupermarkt – heutzutage nicht besonders ungewöhnlich."
Darüber hinaus bemängelte Kerekeš neben einzelnen Formulierungen vor allem, dass Homophobie im Aufruf der anderen Jugendorganisationen schwammig bleibe: "Homophobie ist nicht abstrakt, sondern sie schlägt sich konkret beispielsweise in Gesetzen nieder. Oft ist die diskriminierende Wirkung vielen nicht bekannt, deshalb braucht es einen Protest, der aufklärt."
Die Linksjugend ruft stattdessen dazu auf, am 17. Mai "gemeinsam etwa mit den Aids-Hilfen und anderen Organisationen der queeren Selbsthilfe in Solidarität mit den von Homophobie Betroffenen und unter Benennung homophober Strukturen und Gesetze zu protestieren". (cw)
Links zum Thema:
» Homepage der Linksjugend NRW
» Aufruf der anderen Jugendverbände
Mehr zum Thema:
» Alle Termine am 17.5. in Deutschland














