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Wegen Engagement bei CSD
Tschechischer Präsident lehnt Homo-Aktivisten als Professor ab
- 21. Mai 2013 2 Min.

Präsident Miloš Zeman will einen promienten Literaturhistoriker wegen seiner CSD-Teilnahme nicht als Professor an der Karls-Universität dulden
Weil sich ein Literaturhistoriker zu sehr für Homo-Rechte engagiert hat, blockiert der sozialdemokratische Staatspräsident seine Nominierung als Professor einer öffentlichen Universität.
Der neue tschechische Präsident Miloš Zeman hat erstmals in der Geschichte der Tschechischen Republik einen von einer Universität vorgeschlagenen Akademiker für eine Professur abgelehnt. Die Karls-Universität in Prag hatte zuvor den schwulen Literaturhistoriker Martin Putna für den Posten des Professors nominiert.
Zeman begründete die Ablehnung in der Tageszeitung "Lidove Noviny" mit der Teilnahme Putnas am CSD in Prag vor zwei Jahren. Zwar sei die Homosexualität des Akademikers kein Ausschlussgrund, so der Präsident. Allerdings habe er damals ein obszönes Plakat in die Höhe gehalten, was Putna für den Job disqualifiziere.
Das bemängelte Plakat hatte die Aufschrift: "Katholische Tunten grüßen Bátora". Damit protestierte Putna gegen Ladislav Bátora, einen umstrittenen Beamten im Bildungsministerium. Bátora war vom damaligen Präsidenten Václav Klaus ernannt worden, obwohl er weniger Jahre zuvor in einer faschistischen Partei aktiv war, die den Holocaust geleugnet und die Zwangsausweisung aller "Zigeuner" aus Tschechien gefordert hatte.
Traditionell ernennt der tschechische Präsident alle Professoren des Landes in einer Zeremonie. Seine Vorgänger haben seit dem Ende der kommunistischen Diktatur nie einen Vorschlag abgelehnt.
Proteste gegen Präsidenten geplant

Stein des Anstoßes: Literaturhistoriker Martin Putna auf dem CSD 2011
Bei Universitäten hat die Ablehnung für Empörung gesorgt. Viele Akademiker werfen dem Präsidenten nun vor, seine Macht mit der Entscheidung ausbauen zu wollen. Für Donnerstag planen Studenten eine Protestaktion. Universitätsrektor Václav Hampl hat bereits erklärt, an seiner Nominierung festhalten zu wollen und verlangte eine Erklärung vom Präsidenten. Juristisch ist unklar, ob Zeman das Recht hat, nach Gutdünken Kandidaten abzulehnen.
Literaturhistoriker Putna ist ein Experte für katholische Literatur und hat mehrere preisgekrönte Bücher veröffentlicht. Dazu zählt eine Biografie von Václav Havel und eine Studie über Homosexualität und Christentum. (dk)















Tschechei soll sich lieber ein Homoehengesetz stark überlegen. Sozialdemokratisch liebt Gleichheit. Gleiche Rechte. Viele Proffesoren sind schwul. Was soll das heissen.
Osteuropa wird nicht diktieren. Hat es Demokratietraditionen so sehr?
Das tschechische Homoehengesetz einführen. Natürlich kann ein Professor schwul sein. Oder lesbisch.