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(Bild: mcmay / flickr / by 2.0)

Die Europäische Union hat bei Menschenrechtskonsultationen in Brüssel Russland aufgefordert, auf das nationale Gesetz zum Verbot von Homo-"Propaganda" zu verzichten.

Am Freitag waren der russische Menschenrechtsbevollmächtigte Konstantin Dolgow und der EU-Men­schen­rechts­be­auf­tragte Stavros Lambrinidis zusammengekommen. In einer Pressemitteilung teilte das EU-Außenamt am Sonntag mit, dass auch das Thema Homo-"Propaganda" eingehend besprochen worden sei: "Die Europäische Union hat Russland aufgefordert, von der Verabschiedung des föderalen Gesetzes über die 'Homo­sexuellen-Propaganda' Abstand zu nehmen, das nach ihrer Auffassung die Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTI-Personen verschärfen kann".

Das Gesetz soll bis Mitte Juli in der russischen Staatsduma verhandelt werden. Mit ihm sollen jegliche positive Darstellung von Homosexualität in der Öffentlichkeit mit Geldstrafen belegt werden. Bei der ersten Lesung im Januar stimmten 388 Abgeordnete für den Entwurf, nur einer war dagegen (queer.de berichtete). Ähnliche Gesetze sind bereits in einem Dutzend Regionen Russlands gültig, darunter auch in der zweitgrößten Stadt St. Petersburg. (dk)

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 21.05.2013, 16:45h
  • Die Eurokraten aus Brüssel sind endlich aus ihrem Dauertiefschlaf erwacht! Mal sehen, ob das etwas bringt oder sie bei den Russen als sprichwörtlicher Bettvorleger landen!
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#2 FelixAnonym
  • 21.05.2013, 20:39h
  • Wird wohl weiterhin auf taube Ohren stoßen, solange keine wirklichen Sanktionen folgen. Und die werden natürlich nicht kommen.
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#3 finkAnonym
  • 22.05.2013, 12:57h
  • "... das nach ihrer Auffassung die Diskriminierung und Gewalt gegen LGBTI-Personen verschärfen kann."

    ich weiß ja mittlerweile, dass in diplomat_innenkreisen andere sprachregelungen gelten als in der alltagswelt. aber das wort "kann" ist hier ja wohl komplett fehl am platz. dieses gesetz IST SELBST eine schwere form der diskriminierung, und es fördert gewalt nicht nur mögicherweise.

    da werden lgbti zentrale GRUNDRECHTE (meinungsfreiheit und versammlungsfreiheit) ganz KONKRET entzogen, und man redet im konjunktiv darüber, als sei ja noch gar nicht unbedingt was passiert?

    ich finde solche weichspülerei empörend.
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