Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=19274
Home > Kommentare

Kommentare zu:
"Pro Köln" beim CSD? Nun sind die Muslime schuld!


#141 Micro MakroAnonym
  • 27.05.2013, 14:38h
  • Antwort auf #139 von münchhausen
  • Wie die GIGA-Autorin Andrea Komlosy vom Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Universität Wien schreibt, bietet die Weltgeschichte Beispiele für vergleichbare Umbrüche in den globalen Machtverhältnissen. So hätten zum Beispiel "die Napoleonischen Kriege den Weg für die Konsolidierung der britischen Hegemonie" geebnet und "der Erste Weltkrieg den Aufstieg der USA zum globalen Hegemon" ermöglicht. In Rechnung stellen müsse man darüber hinaus jedoch auch die Geschichte und die Traditionen der chinesischen Gesellschaft. China habe vom 14. bis zum 18. Jahrhundert "als ein mächtiges, in administrativen, wirtschaftlichen und kulturellen Belangen führendes, sich seiner eigenen Stärke bewusstes Imperium" eine machtvolle Stellung gehalten. Das Land sei im 19. Jahrhundert zwar vom Westen niedergeworfen worden, jedoch nie vollkommen zur Kolonie herabgesunken. Trotz ausgedehnter "Phasen staatlicher Erosion, ausländischer Besatzung und revolutionärer Umgestaltung" sei stets "die politische Einheit sowie die Kontinuität einer eigenständigen Philosophie und Deutungshoheit gewahrt" worden. Dies wirke "in der Struktur der Gesellschaft und der Mentalität der Bevölkerung" nach. Ein entsprechendes Bewusstsein könne im Falle "eines hegemonialen Wandels im Weltsystem neu belebt werden".
    [...]
    In Reaktion auf die "Verlagerung der globalen Wachstumsdynamik" vor allem nach China können Komlosy zufolge heute "drei Tendenzen ausgemacht werden". So sei es erstens "vorstellbar, dass die alten Industrieländer in der internationalen Arbeitsteilung zu Semiperipherien absteigen". Schon heute befänden sich "die sozialen Errungenschaften des metropolitanen Kapitalismus im Rückgang", urteilt die GIGA-Autorin mit Blick auf den Rückbau sozialer Sicherungssysteme in Europa und den USA, "während in Ostasien eine allmähliche Beteiligung am Wohlstand einsetzt". Zweitens sei festzustellen, dass "unter Druck gesetzte Zentren den Befund mangelnder Konkurrenzfähigkeit geflissentlich ausblenden und sich ihrem Abstieg auch beharrlich entgegenstellen" könnten. Um das zu illustrieren, verweist Komlosy auf "die aktuelle Vorwärtsverteidigung" des absteigenden Westens mit seinen "multiplen Interventions- und Kriegsschauplätzen". "Politisch und militärisch" beharre man weiter auf "den westlichen Werten, auch um den Preis der Militarisierung und Brutalisierung von Konflikten".

    Vor unkontrollierbar eskalierenden Hegemonialkämpfen zwischen dem Westen und Beijing warnen Außenpolitik-Experten schon seit geraumer Zeit. So hat sich etwa der Forschungsdirektor der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP), Eberhard Sandschneider, schon im Jahr 2011 dafür ausgesprochen, den voraussichtlich bevorstehenden "weltpolitischen Abstieg Europas" nicht um jeden Preis verhindern zu wollen, sondern ihn "erfolgreich zu gestalten". Sandschneider verwies im Gespräch mit german-foreign-policy.com darauf, dass in Washington militärische Konfrontationen mit der Volksrepublik längst "ganz offensiv angedacht" würden.[5] An Rüstungsprojekten, die sich ebenfalls gegen China richten, beteiligt sich überdies auch die Bundesrepublik (german-foreign-policy.com berichtete [6]). Sandschneider warnte bereits Ende 2011, Konfrontationen mit dem aufsteigenden China könnten "gnadenlos in die Katastrophe führen".[7] Komlosy schließt sich nun mit einer ähnlichen Warnung an: "Im Interesse einer friedlichen Entwicklung der Menschheit" sei "zu hoffen", dass die drohenden Verteilungskämpfe "weder durch absteigende" noch durch "um Aufstieg rivalisierende Zentren im Bemühen, eine gerechte Verteilung zu verhindern, militärisch eskalieren".

    www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/58607

    Von Loren, 27.05.2013, 00:42:24
    Antwort zu Kommentar #120 von TheDad
    Das Dilemma ist, dass die Rechten 2.0 das demographische Problem nicht leugnen, ja sogar -mit Bauchschmerzen- die Notwendigkeit der Zuwanderung von Arbeitskräften (!) einsehen können, aber als Kulturrassisten auf eine gesteuerte Zuwanderung dieser Arbeitskräfte aus einem konstruierten kulturellen Raum, der wahlweise als "europäisch" oder "christlich" oder vielleicht auch "christlich-jüdisch" definiert wird, beschränken wollen. Der Graben zwischen der Neuen Rechten und dem Rest verläuft da, wo jenseits der Vernunft die Furcht vor dem Anderen/Fremden und/oder das blanke Ressentiment vorherrscht. Es ist zu befürchten, dass dieser Graben sich vertiefen wird mit der Zunahme krisenhafter Entwicklungen und von Verteilungskämpfen in der Gesellschaft und zwischen den Gesellschaften und seine Ränder schärfer werden, d.h. eine konfliktgeladenere Debatte mit aggressiveren "Aktionsformen" (siehe die französischen Demonstrationen gegen die Eheöffnung) Einzug hält, für die es sich zu wappnen gilt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #139 springen »
#142 TheDadProfil
  • 27.05.2013, 15:09hHannover
  • Antwort auf #124 von Timm Johannes
  • ""Im vom Islam zu 100 Prozent geprägten Iran oder im Jemen werden homosexuelle Menschen gehängt.""..
    ""In weiteren islamischen Staaten werden hohe Haftstarfen verhängt, beispielsweise Saudi-Arabien, Mauretanien, Pakistan, usw.""..
    ""Und wenn Du glaubst, dass die 5 Prozent islamischer Einwanderer sich alle problemlos hier in Deutschland integriert haben, dann täuscht Du dich gewaltig.""..

    Alles richtig..

    ABER :
    Darum geht es hier nicht, und genau das hat Dir die Redaktion auch schon in Deinen Post geschrieben !

    Unbeirrt schreibst Du vom Iran und anderen Staaten..

    Das ist nicht das Thema um das es ProKöln geht, wenn sie von "schleichender islamisierung" fabulieren, und Überfremdung meinen !

    Und Du läufst naiv dümmlich in die Falle und gibst ihnen Recht !

    Das zeigt auch welch Geistes Kind Du bist !

    Die "Gefahr" geht nicht von den 4 Millionen Muslimen in Deutschland aus, die Du einfach mal alle in den Salafisten-Topf wirfst..

    Wenn sich unter den 4 Millionen Muslimen ungefähr 2.000 radikalisierte Menschen befinden, dann ist das schon hoch geschätzt..

    Natürlich sind diese Leute ein Sicherheitsproblem..

    Aber nicht für LGBT´s, sondern für ALLE Bürger in diesem Land !

    DAS ist der Unterschied, den zu erkennen Du nicht bereit bist..

    Diesen Menschen mangelnde Bereitschaft zur Integration vorzuwerfen ist ungefähr so zielführend, wie das Angebot die Ex-Mitglieder der RAF in die Bundeswehr aufnehmen zu wollen..

    Solche Menschen werden sich in einem demokratischem Staat nie integrieren, nirgendwo..

    Den anderen Muslimen mangelnde Integration vorzuwerfen ist totaler Quatsch..

    Einerseits muß Mann fragen :
    Wozu, und wem nutzt es, wenn Menschen ihre Kultur ablegen um eine andere anzunehmen ?
    Andererseits stimmt der Vorwurf nur vereinzelt, denn die Mehrzahl der Muslime IST in diese Gesellschaft integriert..

    In der gleichen Weise wie hier lebende Spanier, Italiener, Franzosen und Engländer, wie Portugiesen und Dänen..

    Aber auch in der gleichen Weise wie Evangelen und Katholiken, wie Buddhisten und Juden ?

    Nur wenn Mann sie nicht als "Fremdkörper" wahrnimmt sind sie tatsächlich integriert ?

    Deine Auffassung von Integration meint Assimilation !
    Doch die endet viel zu oft im Übertritt zur vorherrschenden Meinung, zur vorherrschenden Religion..

    Und es kann nicht das Ziel sein die Kinder und Enkel der Migranten in den christlichen Glauben zu überführen, um sie als integriert bezeichnen zu können..

    Deshalb werden Muslime nach wie vor als "Fremdkörper", als wenig integriert wahrgenommen werden, weil unser aller Wahrnehmung eine andere ist..

    Die überwiegende Zahl der hier lebenden Muslime sind Menschen die aus wirtschaftlichen Gründen hier leben, und unter ihnen ist eine erhebliche Anzahl an Menschen die aus den von Dir genannten Ländern geflüchtet sind damit sie nicht vom Nachbarn erschlagen oder von den Mullah´s am Baukran erhängt werden !

    Das negierst Du vollständig !

    In Deiner totalen Verblendung sind alle Muslime gleichbedeutend mit Islamisten die die Christen umbringen wollen..
    In Deiner Verblendung ist es wichtig darauf zu verweisen das es für LGBT´s keine alternative Religion zum Christentum gibt, denn das ist die einzige die keine LGBT´s ermordet !

    Wie vermessen Tausende Morde in der Vergangenheit einfach auszublenden, und mit der "Aufklärung" entschuldigen zu wollen..

    Wenn sich hier jemand mit Scheuklappen bewährt, dann bist Du es, weil Deine Wahrnehmung was tatsächlich hier vor sich geht, die freie Sicht eines Tunnelblickes nicht einmal erreicht..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #124 springen »
#143 BlumiAnonym
  • 27.05.2013, 20:46h
  • uff, das war jetzt ein Marathon, sich durch dieses Pamphlet durchzukämpfen. Die Teilnahme an einem CSD kann man ebenso wenig einklagen wie die Teilnahme an einer Party. Das hat mit der Demonstrationsfreiheit nichts zu tun. Pro Köln kann ja in einer Parallellstraße einen eigenen CSD veranstalten, das Hausrecht beim offiziellen CSD hat der veranstaltende Verein, der bestimmt, wer teilnimmt und wer nicht.
    Aber dazugelernt habe ich auch: Da hat also kürzlich mein Kumpel das "subjektive Empfinden" gehabt, er hätte eins aufs Maul bekommen, und das tat ihm nicht etwa weh, das war ein "Bauchgefühl". Werds ihm ausrichten.
  • Antworten » | Direktlink »
#145 aetnaAnonym
  • 31.05.2013, 16:19h
  • Wenn Pro Köln vom CSD ausgeschlossen wird, dann bitte auch die kommunistische Partei DIE LINKE.
    Wie siehts denn in den kommunistischen Staaten mit den Homo-Rechten aus ?
  • Antworten » | Direktlink »
#146 Popo CatepetlAnonym
#147 odobenusProfil
  • 01.06.2013, 05:45hDüsseldorf
  • Antwort auf #145 von aetna
  • Es gibt keine kommunistischen Staaten. Es gab auch nie welche. Das war eine Erfindung der Antikommunisten, die eine Welt ohne Staaten für so unvorstellbar erachteten, dass sie doch glatt den Kommunisten andichteten, Staatlichkeit anzustreben oder sogar schon errichtet zu haben.

    In der Realität soll sich, nach der kommunistischen Theorie, der Mensch vollumfänglich von allen Fesseln, von jedweder Unterdrückung, Diskriminierung und Ausbeutung befreien. Logischerweise auch von Bevormundung durch staatliche Autoritäten und somit auch von jedweder Staatlichkeit, die Bedingung für die Aufrechterhaltung dieser gewaltförmigen Gesellschaftsformation ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #145 springen »
#148 FoXXXynessEhemaliges Profil
#149 odobenusProfil
#150 aetnaAnonym
  • 02.06.2013, 13:43h
  • Antwort auf #149 von odobenus
  • Mag sein, dass die sich selbst nicht als kommunistisch sehen, aber es gibt in der LINKE die kommunistische Plattform, nicht wahr ?

    Dann zu Pro Köln:
    Die sehen sich selbst auch nicht als Neonazis; auch nicht als Faschisten und Rassisten.

    Jetzt hängt alles von den Begriffsdefinitionen ab.
    Ich finde, dass diese Wörter zu schnell mißbraucht werden, um politisch mißliebige Parteien loszuwerden.
    Jetzt wird schon die AfD als "rechts" und "rassistisch" bezeichnet.
    Die English Defence League wird z.B. als "neonazistisch" verunglimpft, obwohl die sich ganz klar gegen Nazis aussprechen.

    Ich finde, lasst erstmal alle beim CSD mitfahren, egal ob links, liberal oder rechts.
    Es ist noch ein weiter Weg, bis Pro Köln homofreundlich wird, aber ein Anfang wäre doch mit der CSD-Teilnahme gemacht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #149 springen »

» zurück zum Artikel