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Kommentare zu:
"Pro Köln" beim CSD? Nun sind die Muslime schuld!


#41 AntifaschistAnonym
#42 probondageProfil
  • 23.05.2013, 22:09hDortmund
  • Eines wird bei dieser Diskussion völlig ausgeblendet. Die meisten Schwule und Lesben mit muslimischen Hintergrund haben einen Befreiungskampf hinter sich, den sich die meisten hierzulande gar nicht vorstellen können. Dann auch noch mit auf dem CSD zu laufen, erfordert Mut und unseren absoluten Respekt. Lassen wir die Rechten mit extremer Islamphobie mitlaufen, wie sollen wir diesen Menschen, die sich in unseren Reihen geborgen fühlen, jemals wieder ins Gesicht schauen?

    In den letzten Tagen ist bei mir persönlich eine Erkenntniss gewachsen, was ist der CSD eigentlich heute? Ist er nicht eine Versammlung von Lesben, Schwulen, Transgender DIE ES GESCHAFFT HABEN ein Leben in Würde und Respekt vor dem eigenen Ich zu führen und stolz darauf sind, wie sie sind? Und das zeigt jeder auf seine ganz eigene Art in dieser Parade!

    Ja, der CSD ist eine Parade. Eine Parade des freiheitlichen Lebens mit all seiner Vielfältigkeit. Was demonstrieren wir? Doch wohl Selbstachtung und homosexuellen Stolz, sich freigeschwommen zu haben!

    Auf was ist ProKöln stolz in dieser Richtung? Auf Intoleranz, Ausländerfeindlichkeit und ah, ja, nicht zu vergessen dokumentierte Homophobie? Glauben die allen Ernstes wir hätten die Hetze gegen uns vergessen?

    Auch wenn wir alle unterschiedlich sind, die einen in Leder, die anderen mit Federn, wieder andere, so wie sie einfach sind - Uns eint genau das, wir haben unsere Coming-Outs überlebt, sind unseren Weg gegangen und zeigen dies heute voller Stolz und wollen Mut machen, denen sich heute noch nicht trauen, sie selbst zu sein.

    Ja, wir haben Feinde - gemeinsame Feinde, welche bekommt ihr hier jeden Tag auf dem Präsentierteller und vor kurzem noch auf einer homophoben Hetzseite. Und Leute, die uns am liebsten an rosa Kräne baumeln sehen möchten, haben bei UNS nichts, aber auch gar NICHTS zu suchen.

    Lasst uns auf diesen CSD zeigen, diese Parade gehört UNS und niemand anderen. Wir haben es geschafft aus einer Straßenschlacht ein buntes, frivoles und lebensfreudige Happening zu machen, dann schaffen wir auch gemeinsam genau auf diese Art und Weise uns die Nazis vom Hals. Denn, es gibt noch etwas was uns eint - Unsere Art Protest und Gegenwehr zu zeigen: Kreativität und Gewaltlosigkeit! "Rafft die Röcke gegen Rechts!" Das inoffzielle und wahre Motto in Kölle dieses Jahr, macht was draus und wir werden diesen Angriff gewinnen und vielleicht dürfen wir uns nachher tatsächlich Community nennen!
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#43 TheDadProfil
  • 23.05.2013, 23:05hHannover
  • Antwort auf #42 von probondage
  • Im Prinzip gebe ich Dir völlig Recht..

    Aber denke einmal an die Brüder und Schwestern vom platten Land..

    Die haben den gleichen "Kulturkampf" hinter sich wie die muslimischen LGBT´s, ohne diesen schmälern zu wollen..

    Und als Ex-RKK und EX-Evangele der auch und gerade durch die eigene sexuelle Identität zum Atheismus gefunden hat sage ich Dir :

    Wenn ich das Zelt-chen der HUK auf dem Straßenfest sehe, geht´s mir grad ebenso wie meinem muslimischem Freund aus dem Iran..

    Ich kann an keinem CSD teilnehmen auf dem solche Faschisten teilnehmen !

    Das DARF nicht sein !
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#44 odobenusProfil
  • 23.05.2013, 23:25hDüsseldorf
  • Der Klust hatte schon immer ein sonderbares Demokratieverständnis. Intern gibt es keine wirklich demokratische Legitimation und nach außen erklären einige auch noch dummdreist, dass jeder an der Demonstration teilnehmen können darf. Demzufolge gäbe es gar kein Demonstrationsrecht mehr. Denn wenn die Veranstalter gar nicht mehr entscheiden könnten wer teilnimmt, dann könnten Minderheiten sich nicht mehr äußern.
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#45 ClaudiaAnonym
  • 23.05.2013, 23:26h
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Hey TheDad, danke für deine Kommentare hier, du bringst es mal wieder hervorragend auf den Punkt. Und ich stimme dir voll zu, dass Faschisten an einem CSD teilnehmen, das DARF nicht sein!
    Ich sehe nicht, wieso man darüber diskutieren muss.
    Ich frage mich, wie Leute, die das ernsthaft für diskutabel halten, Lesben und Schwulen mit Migrationshintergrund noch in die Augen schauen können. Haben die sich mal überlegt, wie das für diese Menschen in der Community ist, wenn so rechtes Fascho-Pack am CSD teilnimmt?
    Ich verstehe auch nicht, wieso man überhaupt darüber nachdenken muss, dass so ein Abschaum wie ProKöln nicht am CSD teilnehmen soll - das ergibt sich doch schon aus dem Sinn der Parade, ich meine, hallo, wo kommt die denn noch gleich her? Der CSD steht für alles,was Abschaum wie ProKöln bekämpft: Freiheit und gleiche Bürgerrechte für alle Menschen.
    Und was soll das Gelaber, von wegen, man müsse sich mit Positionen wie denen von ProKöln auseinandersetzen, sonst würden von "verunsicherte" Schwule zu denen rennen und die wählen. Was ein Schwachsinn! Irgendwie habe ich ein Déjà Vu und es ist wieder 1993, als die Politik als Antwort auf brennende Flüchtlingsheime nur einfiel, das Asylrecht einzuschränken, da man ja die "Ängste" der "besorgten" Bürger ernst nehmen müsse, da die sonst rechte Parteien wählen.
    Und die Faschos von ProKöln lachen sich ins Fäustchen, weil sie es schaffen, die Szene zu spalten und noch mit ihrem ideologischen Unrat landen können.
    Es wurde hier schon gesagt, aber, wenn es wirklich auch nur ansatzweise die Frage ist, ob Abschaum wie ProKöln am CSD teilnehmen könnte, ist es längst fünf vor zwölf!
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#46 probondageProfil
  • 23.05.2013, 23:30hDortmund
  • Antwort auf #43 von TheDad
  • Ich kann auch nicht verstehen, warum sich Schwule und Lesben einer Organisation zugehörig fühlen, die sie ablehnt. Ich bin genau wie du, Atheist, und das eher hardcore!

    Dennoch, für viele gehört Religion nun mal zum Leben und das haben wir beide zu akzeptieren. Ich möchte niemanden seinen "Gott" abgewöhnen, steht mir gar nicht zu, manche ziehen nämlich daraus aber ihren Halt im Leben. Was können wir bieten, um dieses Vakuum zu füllen? Aber ich habe auch schon mit Leute von HUK gesprochen. Diese Menschen versuchen ihre Kirche ja zu ändern, sie wissen genau, dass sie eigentlich nicht dazu gehören. Dazu gehört schon eine gewisse Sturheit und Widerstandsfähigkeit. Warum sie sich das antun ständig in ihrer Organisation gehen den Strom zu schwimmen hab ich mich mal gefragt. Die Antwort hab ich bekommen: Wer sonst, wenn nicht sie?

    Stell dir vor, totale Utopie heute noch, aber ein schwuler islamischer Stand aus dem Iran würde auf dem Kölner CSD ausstellen. Was wäre denn deren Intention? Wohl Mut machen den religösen Muslimen ihre sexuelle Identitität zu leben und trotzdem sich ihrer Religion zugehörig fühlen.

    Dad, ich glaube, das sind nicht unsere Feinde, sondern Freunde - Denn sie geben Hoffnung auf Veränderung und vor allem das Gefühl nicht alleine zu sein.

    Das alles kann Pro Köln nicht liefern. Sie wollen nicht die "Partei" verändern, sondern ihre Hass- und Hetzpropaganda absondern. Dabei verstehen sie einfach nicht, nicht der Islam ist unser Feind, sondern Menschen die daraus ihre Absolution zum Hass und Gewalt ziehen. Und die haben keinen Stand auf dem CSD und haben sich auch nicht angemeldet, UM ZU HEUCHELN.
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#47 odobenusProfil
  • 23.05.2013, 23:36hDüsseldorf
  • Antwort auf #42 von probondage
  • Mein Freund und ich mussten uns auch komplett aus dem familiären Umfeld lösen, um ungestört von der Homophobie, die hier eine christlich-völkische Basis hat, leben zu können. Nicht nur auf Schwule und Lesben mit muslimischen Hintergrund trifft somit deine im Prinzip richtige Einlassung zu.
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#48 LorenProfil
  • 24.05.2013, 00:06hGreifswald
  • Mittlerweile wundere ich mich über gar nichts mehr, wenn selbsternannte schwule Meinungsmacher oder Interessenvertreter sich zur Politik äußern (siehe Bericht des ausgezeichnet kommentierenden Norbert Blech) oder gar agieren (siehe Gespräche bei Kaffee und Kuchen mit Overbeck oder Woelki etc.). Geschichtsvergessenheit und Anbiederung wohin man schaut.

    Pro Köln steht für gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, die sich nicht nur in Aktionen und Tiraden gegen Muslime äußert, sondern auch gegen Flüchtlinge (Demos vor Flüchtlingswohnheimen), linke Jugendliche (Demo vor Alternativen Zentrum) oder im stets verlautbarten Ressentiment gegen emanzipierte Homosexuelle (auch durch ihr schwules Aushängeschild M. Gabel, z.B. im Interview bei PI). Mit den emanzipatorischen Zielen des CSD ist das in keinster Weise kompatibel und daher ist eine Teilnahme der Bürgerschaftsfraktion dieser rechtsradikalen Partei am CSD unerwünscht und sollte unterbunden werden (durch Ausladung; durch Änderung des Mottos des diesjährigen CSD Köln).

    Demonstrationen von Pro Köln werden stets "begleitet" von Gegendemonstrationen der Kölner Bürger, was von den Stadtoberen auch immer wieder begrüßt wird als bürgerschaftliches Engagement. Dass ausgerechnet die Veranstalter des CSD Köln nun diese Partei durch Teilnahme salonfähig machen könnten, ist für das Ansehen der LGBTI in Köln in höchstem Maße rufschädigend und aus oben genannten Gründen gegen die eigenen Interessen und Ziele gerichtet. Ein CSD mit Pro Köln ist ein CSD ohne mich.
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#49 probondageProfil
  • 24.05.2013, 00:07hDortmund
  • Antwort auf #47 von odobenus
  • Glaub mir, ich kenne viele Schwule aus dem Paderborner Umfeld und was das heisst, sich daraus zu lösen. Ich ziehe meinen Hut und verbeuge mich tief, doch das meine ich mit Freischwimmen. Nichts auf dieser Welt gibt ein größeres Selbstbewusstsein, als sich von den gesellschaftlichen- und familiären Fesseln zu lösen und ein Leben zu leben, was einem zusteht!

    Dreimal darfst du raten, warum ich so bin, wie ich heute bin :)

    Ganz ehrlich, es gibt tatsächlich zwei Perioden im Leben, die uns prägen - die Pubertät, wir werden erwachsen und dann die Zeit danach, alles was uns eingetrichtert wurde, in Frage zu stellen. Du musst das verstehen, wir alle wurden von mehrheitlich heterosexellen Menschen in diese Welt gesetzt, die natürlich mit uns ihre Pläne hatten. In der Kindheit versucht man uns genau diese Pläne einzupflanzen. Kann sich, glaube ich, jeder dran erinnern, oder? Tja, was können wir tun, wenn wir dem so gar nicht entsprechen? Applaus, Applaus! Aber jede Standing Ovation hat irgendwann mal ihr Ende und dann verlässt man den Saal und geht wieder zurück ins eigene Leben.

    Glaubst du meine Eltern waren glücklich damit einen perversen Lederkerl als ihren Sohn zu haben? LEBT DAMIT! Die haben mir immer gesagt, du lernt nicht für uns, sondern fürs Leben. Da sag ich dann folgerichtig, ich leb nicht für euch, sondern für MEIN LEBEN!

    Akzeptiert ihr mein Leben nicht, dann tut es mir für EUCH leid, aber nicht für mich. Den Applaus habt ihr bekommen, Zugabe wäre natürlich toll, aber die müsst ihr euch VERDIENEN!

    PS: Meine Eltern haben sich die Zugabe bereits verdient ;) Der Mensch ist halt ein Gewohnheitstier, grins --- da war total offtopic, aber ich wollte dir darauf antworten.
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#50 TheDadProfil
  • 24.05.2013, 00:19hHannover
  • Antwort auf #46 von probondage
  • Widerstandsfähigkeit ?
    Naja..
    Sturheit ?
    OK..
    Aber weißt Du was ?

    ""Warum sie sich das antun ständig in ihrer Organisation gehen den Strom zu schwimmen hab ich mich mal gefragt""..

    Ja sicher, sie schwimmen gegen den Strom..

    Um dann wieder MIT dem Strom schwimmen zu dürfen !

    Sie betteln darum, die Kirche möge sich ändern, sie anerkennen und begreifen das die Handlungen der früheren Jahrhunderte falsch waren, die Kirche die mehr Menschen umgebracht hat als alle Diktatoren der Welt zusammen (wenn Mann die nicht gerade zu denen dazurechnen muß), die Kirche die Menschen verbrannt hat weil sie Rote Haare hatten, schwarze Katzen über den Hof liefen, oder Frauen die zufällig wußten wie Mann ohne die Mutter umzubringen eine ungewollte Schwangerschaft beendet..

    Sie wollen sich zu denen in den Strom werfen und mit diesem Strom schwimmen, nein treiben lassen..
    Das ist verantwortungslos..

    Und DAS kann ich nicht verstehen..
    Wie kann Mann sich mit solchen Leuten gemein machen ?
    Wie kann Mann sich wünschen zu solchen Leuten dazuzugehören ?

    Bloß weil Mann nicht wahrhaben will das die in der Kindheit indoktrinierten Mythen völlig sinnloser Quatsch sind ?

    Ich nehme niemandem seinen Gott..
    Aber ich biete jedem die Erkenntnis an..
    Auch meinen muslimischen Freunden..
    Das sind oft hitzige Diskussionen, und die meisten kommen nie zu einem Ende..

    Ich bezweifle das die Abkehr von einer Religion zu einem tasächlichem Vakuum führt, und daher gilt es dieses auch nicht zu füllen..

    Sollten andere das so für sich anders sehen, kann ich nur den Tipp geben :
    Exzessive Masturbation macht müde und führt zu gutem Nachtschlaf, befriedigt, und füllt mehr als gut die Zeit die Mann sonst mit täglichem religiösen Ritualen verplempert..
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