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Recht auf Selbstbestimmung
Kristina Schröder wirbt für Akzeptanz von Intersexualität
- 23. Mai 2013 2 Min.

Kristina Schröder ist seit 2009 Bundesfamilienministerin
Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) hat für eine größere Akzeptanz von intersexuellen Menschen und deren Recht auf Selbstbestimmung geworben.
Auf einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin mit Betroffenen sagte die 35-Jährige am Mittwoch: "Wir teilen ihre Auffassung, dass ein Leben zwischen den Geschlechtern in Deutschland möglich sein sollte." Damit intersexuelle Menschen zukünftig selber entscheiden können, in welchem Geschlecht sie leben möchten, brauche es neben Änderungen auf institutioneller Ebene auch einen Wandel in den Köpfen. "Derzeit erleben wir viel Unwissen und Unsicherheit im Umgang mit Intersexuellen. Das fängt schon mit der Anrede an. Aufklärung ist daher notwendig, damit allein der Mensch zählt", so Schröder.
Ausdrücklich lobte die Ministerin in diesem Zusammenhang die Arbeit von Betroffenen und des Ethikrats. Auf dessen Empfehlung hin hatte die Bundesregierung beschlossen, dass Eltern von intersexuellen Neugeborenen ab 1. November 2013 die Möglichkeit haben, für einen gewissen Zeitraum nach der Geburt auf eine Geschlechtszuweisung zu verzichten. Für Schröder ein wichtiger Schritt der Regierung Richtung Anerkennung. Allerdings haben Betroffenenverbände die Regelung kritisiert, unter anderem weil sie zu einem Zwangsouting führen könne (queer.de berichtete).
Kristina Schröder ist innerhalb der CDU in die Kritik geraten, weil sie sich für die Gleichbehandlung von verpartnerten Paaren mit heterosexuellen Eheleuten im Steuerrecht ausgesprochen hatte. Hintergrund: Im August 2012 hatte sich Schröder als einzige Bundesministerin dem Aufruf von 13 CDU-Bundestagsabgeordneten angeschlossen, schwule und lesbische Lebenspartner im Steuerrecht mit heterosexuellen Eheleuten gleichzustellen (queer.de berichtete). Deshalb hat sie im vergangenen Monat die hessische CDU-Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl aufgeben müssen (queer.de berichtete). (pm/dk)















... und woher kommen die? gibt es dafür nicht irgendein ministerium? ach, richtig: ihr eigenes!
wäre ja schön, wenn den worten auch taten folgten...