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  • 24. Mai 2013 51 2 Min.

Wer den mutmaßlichen Täter "Luiz" kennt, soll sich bei der Polizei melden (Bild: Polizeidirektion München)

Ein Stricher wurde in der Wohnung eines 71-Jährigen gewalttätig und raubte Gegenstände im Wert von mehreren zehntausend Euro.

Die Münchener Polizei sucht nach einem offenbar aus Portugal stammenden Stricher, der einen 71-Jährigen in dessen Wohnung in der Schwabinger Leopoldstraße ausgeraubt haben soll. Der Geschädigte traf den unbekannten Täter am 16. Mai gegen 19:30 Uhr in der Hauptbahnhofgegend. Im Anschluss fuhren beide mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Wohnung des Rentners. Dort angekommen, ist die Stimmung nach Polizeiangaben schnell gekippt: Der freundlich wirkende Stricher, der sich Luiz nannte, forderte mit harter Stimme die Herausgabe von 1.000 Euro – und damit ein Vielfaches dessen, was die Männer zuvor vereinbart hatten.

Der Rentner wehrte sich zunächst, woraufhin "Luiz" gewalttätig wurde und sein Opfer würgte. Der 71-Jährige trug blutunterlaufene Male am Hals davon. Der Täter nahm daraufhin nicht nur das Bargeld des 71-Jährigen an sich, sondern stahl auch Schmuck und Goldmünzen, die einen fünfstelligen Betrag wert sind. Die Münzen befanden sich in einem auffälligen Pediküremäppchen aus Kunstleder, das mit Blumen verziert ist. Diese Mäppchen wurde ebenfalls entwendet.

Der 71-Jährigen konnte in einem unbeobachteten Augenblick die Polizei alarmieren, dem Täter gelang jedoch die Flucht.

Der Unbekannte gab gegenüber dem Rentner an, aus Portugal zu stammen und sich lediglich für zwei Wochen in München aufzuhalten. Zur Zeit wohne er bei einem Freund, den er etwa vor einem halben Jahr in Portugal kennengelernt habe, als dieser dort Urlaub machte. Nähere Informationen zu dieser Person sind bis dato nicht bekannt.

Die Polizei bittet um Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen können. Diese werden vom Polizeipräsidium München (Tel. 089/2910-0) oder jeder anderen Polizeidienststelle entgegen genommen.

Bereits 2011 sorgte der Mord an einem 81-jährigen Rentner in einem schwulen Cruisinggebiet nördlich von München für Aufregung in der Szene (queer.de berichtete). Der Fall wurde im Jahr darauf in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY ungelöst" behandelt. Hier setzte die Polizei eine Belohnung in Höhe von 5.000 Euro aus. Bislang konnte aber noch kein Täter ermittelt werden. (dk)

#1 timpa354Ehemaliges Profil
  • 24.05.2013, 13:10h
  • Vielleicht ist es ja derselbe Täter.
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#2 MeineFresseAnonym
  • 24.05.2013, 13:13h
  • Stricher sind offenbar deutlich gefährlicher als Nutten im Schnitt.

    Da müsste mal langsam ein Regelwerk rausgebracht werden um sich etwas abzusichern.
    z.B Perso zeigen lassen, Foto machen, irgendwem sagen, dass man sich jetzt so einen mit nach Hause nimmt, so wie man es bei ONS ja auch macht wenn man in eine fremde Wohnung geht oder umgekehrt, oder nur im Hotel treffen.

    Oder sich auf "seriöse" Callboys mit eigener Internetpräsenz beschränken. Bei denen dürfte das Risiko böser Überraschungen deutlichst niedriger sein als bei irgendwelchen Bahnhofsstrichern.

    Da sind bestimmt viele Diebe drunter, die darauf spekulieren, dass das Opfer keine Anzeige erstattet um sich nicht zu outen und deshalb als "Fake-Stricher" auftreten und dann ihr wahres Gesicht zeigen wenn die Wohnungstür zu ist.

    Jedenfalls sind die Fälle von Strichern als Täter mittlerweile so gehäuft wie mir scheint, dass man das nicht mehr einfach als Zufall oder "mir passiert das schon nicht" abtun kann.
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#3 Stephen
  • 24.05.2013, 13:24h
  • Nun, ich verurteile bezahlten Sex nicht wenn es einvernehmlich ist, aber wenn man sich jemand Unbekannten in die Wohnung holt birgt das Risiken. Diese weiss man nicht zuletzt durch die Fälle Moshammer und Sedlmayer.

    Die Dunkelziffer von Geschädigten, die sich aus Scham nicht zur Polizei trauen dürfte viel höher sein und eine bisher vielleicht homophobe Erfahrung bei der Polizei tut evtl. sein übriges.

    Im Zuge des Jugendwahns ist es für ältere Schwule natürlich sehr schwer Sexpartner bzw. eine Beziehung zu finden genau da kommen für diese Stricher und Callboys ins Spiel.

    Evtl. sind professionelle Callboys sicherer da sie in der Regel einen "Kundenstamm" haben, vermutlich sind deren Dienstleistungen auch teuerer. Die Frage ist nur was einem sein Leben wert ist.

    Bei der Anzeige ist danach viel Psychologie und Einfühlungsvermögen seitens der Polizei von nöten.

    In diesem Sinne, falls Ihr jemanden Unbekannten mit nach Hause nehmt, passt auf euch auf!
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