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  • 28. Mai 2013 13 2 Min.

Szene aus dem Spiel: Homo­sexuelle sind die Gegner, die aus dem Weg geschafft werden müssen (Bild: Facebook Screenshot)

In einem georgischen Spiel macht sich ein Programmierer über die Gewalt bei einer schwul-lesbischen Demo in Tiflis lustig.

Von Dennis Klein

Ein Priester schmeißt mit einem Stuhl nach einem schwulen Aktivisten, der dann in einer Explosion verpufft. Ist der Priester nicht schnell genug, muss er selbst dran glauben. Dieses kostenlose Spiel verbreitet sich derzeit auf Facebook in Georgien. Unter dem Namen "Call of Taburetka" (Der Ruf des Stuhls) kann jeder das Online-Game spielen.

Das Spiel nimmt direkt Bezug auf eine LGBT-Demonstration am internationalen Tag gegen Homophobie vor knapp zwei Wochen. Damals war es zu Ausschreitungen gekommen, bei denen bis zu 20 Menschen verletzt worden sind (queer.de berichtete). Dabei sind auch orthodoxe Priester ziemlich unchristlich vorgegangen: Sie haben Homo-Gegner angestachelt, Absperrungen der Polizei überwunden und sind sogar selbst handgreiflich geworden.

Einer der Priester hat bei der Demo den Stuhl einer Straßenverkäuferin mitgehen lassen und ist damit auf die schwulen und lesbischen Demonstranten losgegangen. Als sich diese in einen Bus flüchteten, schlug er Scheiben des Fahrzeuges mit dem Stuhl ein.

Youtube | Im wirklichen Leben bedrohten Priester erst Mitte Mai schwule und lesbische Demonstranten

Homophobe Busfahrer und Jäger

Ähnliche Mini-Spiele sind bereits in den letzten Jahren verbreitet worden. So gab es vor wenigen Jahren Aufregung über das Game "Gay Bus", in dem der Spieler mit einem Personenbus eine Masse von Männern im Matrosen-Outfit überfahren kann (queer.de berichtete). In der Anleitung heißt es: "Das sind Homosexuelle mit Matrosen-Mützen". Und weiter: "Triff sie, um Punkte zu erreichen. Weil du sie nicht magst."

Zuvor hatte das französische Spiel "Schau hinter dich, Jäger" ("Watch out behind you, Hunter") unter Homo-Aktivisten für Kritik gesorgt: Bei diesem Game muss der Jäger nackte Männer erschießen, die hinter Büschen hervorkommen und auf ihn zurennen. Bei zu langsamer Reaktion wird er vergewaltigt, Punkte gibt es für jeden toten Schwulen (queer.de berichtete). Das Spiel wurde zwar in Frankreich verboten, allerdings ist es nach wie vor in den Weiten des Internets auffindbar.

-w-

#1 SebiAnonym
  • 28.05.2013, 17:10h
  • Mal gespannt, ob Facebook bei solchen menschenverachtenden, homophoben Inhalten genauso schnell reagiert wie bei schwulen Inhalten....
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#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 28.05.2013, 17:10h
  • Könnte Ironisch gemeint sein, aber bei soviel boshaftem Hass, der ähnlich der Kreuz.net Priester verbreitet wird von orthodoxen Priestern, finde ich das nicht lustig. Mir tun die Aktivisten in Georgien von Herzen leid.
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil