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Leiche angezündet
Russland: Wieder Schwuler aus Homo-Hass ermordet
- 03. Juni 2013 2 Min.

Auf der Halbinsel Kamtschatka leben auf einer Fläche so groß wie Deutschland nur 300.000 Menschen (Bild: Helen Flamme / flickr / by-nd 2.0)
Zum zweiten Mal innerhalb eines Monats ermittelt die russische Polizei wegen eines Mordes an einem mutmaßlichen Schwulen in der russischen Provinz. Drei Verdächtige wurden festgenommen.
Die Behörden der ostrussischen Region Kamtschatka haben am Montag mitgeteilt, dass sie gegen drei Verdächtige wegen des Mordes an einem 39-Jährigen ermitteln. Die 18 bis 25 Jahre alten Verdächtigen sollen ihr Opfer, den Vizedirektor eines Regionalflughafens, am vergangenen Mittwoch wegen dessen "nicht-traditioneller sexueller Orientierung" erstochen haben, meldet die Nachrichtenagentur RIA Nowosti unter Berufung auf Polizeiangaben. Es ist äußerst selten, dass Behörden in Russland Homophobie als Grund für ein Verbrechen benennen.
Ein Tag nach dem Mord wurde die verkohlte Leiche des 39-Jährigen in dessen ausgebranntem Auto gefunden. "Um das Verbrechen zu verschleiern, haben die Verdächtigen die Leiche in das Auto gelegt, Benzin drüber gekippt und es angezündet", so die Polizei. Einer der Festgenommenen, ein 23-jähriger Fischer, soll die Tat bereits gestanden haben.
Aktivisten: Putin-Regierung trägt Mitschuld wegen "homophober Rhetorik"
Bereits im vergangenen Monat sorgte ein sadistischer Mord an einem Schwulen in Wolgograd für Aufregung. Zwei Männer haben demnach einen jungen Mann am Rande der Feierlichkeiten zum Tag des Sieges im Zweiten Weltkrieg wegen dessen angeblicher Homosexualität zusammengeschlagen, Bierflaschen rektal eingeführt und mit Messern Verletzungen zugefügt. Die Leiche wurde von den mutmaßlichen Tätern daraufhin verbrannt (queer.de berichtete).
Homo-Aktivisten werfen der russischen Regierung vor, für die Brutalität gegenüber sexuellen Minderheiten mitverantwortlich zu sein. So erklärte der Moskauer CSD-Organisator Nikolai Aleksejew gegenüber der Nachrichtenagentur Interfax, die "homophobe Rhetorik" gebe Homo-Hassern eine Rechtfertigung für ihre Taten.
Derzeit debattiert die Staatsduma ein landesweites Gesetz zum Verbot von Homo-"Propaganda" in der Öffentlichkeit. Anfang des Jahres stimmte das Oberhaus in der ersten Lesung mit 388 zu einer Stimme für das Gesetz (queer.de berichtete). Mehrere russische Regionen, darunter auch die zweitgrößte Stadt St. Petersburg, haben bereits positive öffentliche Äußerungen über Homosexualität untersagt, angeblich aus Gründen des Jugendschutzes. Vor einer Woche wurden in Moskau 40 LGBT-Aktivisten verhaftet, weil sie trotz Verbotes für ihre Rechte in der Öffentlichkeit demonstrierten (queer.de berichtete). (dk)














Schwule werden in Russland noch schlechter behandelt als Hunde und das rächt sich eines Tages.
Putin ist hier einen Pakt mit dem Patricharchen eingegangen.
Allerdings ist deren (Oberpapst) der Patriarch von Konstantinopel kurz vorm Aussterben, weil die Regierung in Istanbul Christliche orthodoxe Schule nicht zulässt und ohne Nachwuchs keine Kirche mehr.
Auch im Ausland kann man niemanden rekritieren, weil die Türken denen dann regelmäßig die türkische Staatsbürgerschaft entsteht, die aber widerrum zwingen gebraucht wird um Patriarch zu werden.
Selbst wenn eine Lösung gefunden wird, wird das eher als liberal geltende Oberhaupt der orthodoxen in der Türkei den Kurs von Putin niemals gutheissen.