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Größte Pride-Parade der Welt
Millionen demonstrieren beim CSD Sao Paulo
- 03. Juni 2013 1 Min.

Die "Parada do Orgulho LGBT de São Paulo" verlief friedlich
Beim größten CSD der Welt haben am Sonntag nach Angaben der Organisatoren 3,5 Millionen Menschen trotz Regens am Straßenrand für gleiche Rechte demonstriert.
Auf Plakaten und Transparenten forderten die Aktivisten ein Ende der Homophobie und eine Gleichstellung von Schwulen und Lesben im Eherecht. An der Parade nahmen auch hochrangige Politiker wie der Gouverneur des Bundesstaates, der Kulturminister und Fernando Haddad, der Bürgermeister von Sao Paulo, teil. Haddad erklärte, dass die größte Ressource seiner Stadt die Vielfalt der Bürger sei. 2.000 Polizisten schützten die Veranstaltung. Größere Zwischenfälle gab es nicht.
In Brasilien wird derzeit in der Öffentlichkeit über die Ehe-Öffnung diskutiert, nachdem eine Kontrollbehörde die Standesämter angewiesen hatte, Schwule und Lesben nicht länger zu diskriminieren (queer.de berichtete). Das Parlament hat sich bislang geweigert, formal die Gleichstellung zu beschließen. Bürgerrechtler machen dafür den großen Einfluss von katholischen und evangelikalen Kirchen auf die Politik verantwortlich. Knapp drei Viertel der 190 Millionen Brasilianer sind Katholiken. (dk)














