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Happy End beim Cologne Pride
Danke schön, "Pro Köln"!
- 05. Juni 2013 2 Min.

Micha Schulze, Jahrgang 1967, ist Geschäftsführer von queer.de und seit 25 Jahren in schwul-lesbischen Medien zu Hause. Normalerweise schreibt er vor allem Konzepte, Angebote, Rechnungen und Mahnungen, in dieser Kolumne aber immer wieder auch Emails an Leute und Organisationen, über die er einfach nur den Kopf schütteln kann.
Micha Schulze bedankt sich bei der rechtsextremen Wählervereinigung: Mit ihrer CSD-Anmeldung hat sie die Community am Ende geeint und sich selbst bloßgestellt.
Werte Herrschaften von "Pro Köln"!
Ich möchte mich bei Ihnen bedanken. Mit Ihrer CSD-Anmeldung haben Sie es geschafft, die Kölner Community – trotz anfänglicher Verwirrung – am Ende zu einen und sich selbst dabei komplett bloßzustellen.
Jetzt weiß auch der letzte schwule Stammtisch, dass es sich bei "Pro Köln" um einen rassistischen und homophoben Haufen von Dumpfbacken handelt, der Hass verbreitet, mit hanebüchenen "Statistiken" operiert und im Kölner Stadtrat einen Istanbuler CSD fordert, den es seit vielen Jahren gibt. Auf Ihrer Pressekonferenz haben Sie netterweise auch klargestellt, dass Sie Schwule und Lesben bewusst diskriminieren wollen.
"Pro Köln" gehört auf keinen CSD! Das haben die Mitglieder der Kölner Lesben- und Schwulentages mit keiner Gegenstimme und nur zwei Enthaltungen beschlossen – und damit genau das richtige Signal gesetzt. Rechtsextremismus und Rassismus bekämpft man nicht mit dem Versammlungsrecht, sondern politisch. Ihr Versuch, die Szene zu spalten, ist damit komplett nach hinten losgegangen!
Aidshilfe Köln tritt Bündnis "Köln stellt sich quer" bei

Auch Kölns queere Community steht nun im Kampf gegen Rechts zusammen
Während Sie sich nun erwartungsgemäß in die Opferrolle begeben, Ihre Wunden lecken und Ihre Anwälte beschäftigen, steht Kölns queere Community im Kampf gegen Rechtsextremismus enger zusammen denn je. Als Reaktion auf Ihre CSD-Provokation kündigte heute beispielsweise die Aidshilfe Köln an, die Charta der Vielfalt zu unterzeichnen und sich dem Bündnis "Köln stellt sich quer" anzuschließen. Mögen viele diesem guten Beispiel folgen!
Dank "Pro Köln" wird beim CSD nun nicht nur die rechtliche Gleichstellung von Lesben und Schwulen im Vordergrund stehen, sondern auch das Engagement gegen Rassismus und Nationalismus, für Demokratie und für ein friedliches Zusammenleben der Kulturen. Ironie Ihrer viel zu kurz gedachten Provokation: Nun wird der Kölner CSD tatsächlich ein Stück weit zu seinen Wurzeln zurückgeführt.
Noch nie habe ich mich auf den Cologne Pride so sehr gefreut wie dieses Jahr!
Mit freundlichen Grüßen
Micha Schulze
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Micha Schulze, Jahrgang 1967, ist Geschäftsführer von queer.de und seit 25 Jahren in schwul-lesbischen Medien zu Hause. Normalerweise schreibt er vor allem Konzepte, Angebote, Rechnungen und Mahnungen, in dieser Kolumne aber immer wieder auch Emails an Leute und Organisationen, über die er einfach nur den Kopf schütteln kann.
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