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Vergleich vor Gericht
Abteilungschef wegen homophober Äußerungen entlassen
- 05. Juni 2013 1 Min.

In der Verhandlung sagte der Richter, eine Abmahnung wäre angemessener gewesen
Der Vorstand eines Bonner Unternehmens entließ einen Mitarbeiter wegen schwulenfeindlicher Sprüche. Vor dem Arbeitsgericht einigte man sich nun auf einen Vergleich.
Weil er mehrfach über Homosexuelle schimpfte, ist ein Abteilungsleiter eines Bonner Unternehmens seinen Job los. Wie der "Bonner Generalanzeiger" berichtet, einigten sich die Firma und der ehemalige Mitarbeiter bei einer Verhandlung am Dienstag auf einen Vergleich.
Der Mitarbeiter hatte Zeugen zufolge in einem Telefonat während der Dienstzeit über Homosexuelle geschimpft, im Beisein eines schwulen Mitarbeiters. Ein anderes Mal habe er in einem Restaurant über einen schwulen Kellner gelästert und ein Vorstandsmitglied kritisiert.
Der Angestellte räumte die Worte ein, erklärte aber, nicht schwulenfeindlich zu sein und sich entschuldigt zu haben. Dem Zeitungsbericht zufolge bemängelte der Richter des Bonner Arbeitsgerichts, dass eher eine Abmahnung denn eine fristlose Kündigung angebracht gewesen seien.
Da das Vertrauensverhältnis aber zerrüttet ist, einigten sich die Seiten auf einen Vergleich: Der Kläger erhält bis November sein Gehalt in Höhe von 8.400 Euro und darf bis dahin auch seinen Dienstwagen nutzen. (cw)













