Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?19382


Im "Medrum"-Artikel werden Homosexuelle als Gefahr für den Fortbestand der Menschheit dargestellt

Was kann der gepflegte Homo-Gegner tun, um die gesetzliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben noch zu verhindern? Er dämonisiert Homosexuelle als fiese Typen mit einer eigenen, perversen Agenda. Da Schwule an sich krankhaft schwanzfixiert sind, wollen sie es am liebsten mit wehrlosen Tieren und Kindern treiben, so die Legende.

Das "christliche Informationsforum Medrum" lieferte am Donnerstag ein derartiges Beispiel mit allen Facetten in einem einzigen Artikel: Im Beitext zu einem Interview mit Radikalkatholikin Gabriele Kuby wirft der Autor dem schwulen Theologen David Berger vor, dass er, "zwei weitere Männer (und ein Hund) in einem Bett schlafen und Sex miteinander haben". Die restlichen Perversionsvorwürfe liefert Frau Kuby persönlich: Sie deutet mehr oder weniger subtil im Interview an, dass der Lebensinhalt von Homosexuellen ist, etwas Unheiliges mit Kindern anzustellen. Dazu benutzt sie die üblichen doppeldeutigen Stichwörter: Die Kleinen seien das homosexuelle "Objekt der Begierden" und würden durch die Gleichstellung in die Frühsexualität getrieben. Auszüge aus dem Interview:

Die Aneignung von Kindern durch Adoption oder künstliche Reproduktionsmethoden halte ich für ein schweres Vergehen an Kindern, die zum Objekt der Begierden von Erwachsenen gemacht werden. […] Ehe und Familie ist darauf angewiesen, dass Menschen bindungsfähig sind und bereit werden, für ihre Kinder Verantwortung zu übernehmen und Opfer zu bringen. Wenn Kinder in die Frühsexualität getrieben werden und ihnen jede sexuelle Praxis als gleichwertig dargestellt wird, was in der obligatorischen schulischen Sexerziehung geschieht, lernen sie all das nicht.

Homosexualität ist für die geschiedene 69-Jährige ohnehin nichts Dauerhaftes, sondern nur eine "Blockierung der heterosexuellen Anziehung" und absolut heilbar. Zwar halten Psychologenverbände diese Behauptung seit Jahrzehnten für einen gefährlichen Humbug, der junge Schwule und Lesben in die Depressionen und den Selbstmord treibt, aber das zählt für Kuby offenbar nicht.

Statt dessen inszeniert sie sich als Opfer der bösen Homo-Ideologen, allen voran David Berger. Sie beklagt die "kulturrevolutionären Strategien und Methoden der Homo-Bewegung zu diffamieren und zu kriminalisieren", weil Berger sie nicht mehr in Talkshows sehen will – ein entsprechender Standpunkt Bergers auf queer.de erntet seit Wochen heftige Gegenreaktionen. Dabei zeigt Kuby erneut, warum sie als vermeintliche "Expertin" nichts in einer Talkshow zu suchen hat – in den nächsten Tagen wird es dazu noch eine weitere, von David Berger unabhängige Initiative geben.

Die Menschheit erlebt jedenfalls in der bizarren Kuby-Welt einen "Kulturkampf", in dem es "um die Zukunft der Familie, der Freiheit, der Humanität, des Christentums, der kulturellen Identität und des physischen Fortbestandes der Nationen geht". Frau Kuby, wie sollen wir das alles bei all dem Kinder- und Tiersex eigentlich schaffen?

-w-

-w-

-w-

#1 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.06.2013, 15:21h
  • Frau Kuby weiß gut, wie man einen Shitstorm nach dem nächsten auslösen kann!
  • Direktlink »
#2 timpa354Ehemaliges Profil
  • 06.06.2013, 15:22h
  • Mein Gott ,kann die Frau nicht endlich mal einer anzeigen wegen Volksverhetzung! Diese ganzen Hasstiraden grenzen ja an religiösen Wahn!!! Ein Arzt sollte ihr endlich mal klar machen das religiöser Wahn heilbar ist. Was ich festgestellt habe, interessiert sich allerdings keine Sau für deren Ergüsse.
  • Direktlink »
#3 SebiAnonym
  • 06.06.2013, 15:52h
  • Muss die Wahnsinnige wieder mal hetzen?

    Wahrscheinlich ist sie nur sauer auf heiratende Schwule und Lesben, weil sie selbst geschieden ist und offenbar nicht beziehungsfähig ist.
  • Direktlink »