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  • 06. Juni 2013 10 2 Min.

Helge Limburg ist auch Sprecher für Queerpolitik der Grünen im Landtag von Niedersachsen (Bild: Grüne Niedersachsen)

Die niedersächsische Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen will durchsetzen, dass Grundschüler mehr über gleich­geschlechtliche Partnerschaften lernen.

Fraktionsgeschäftsführer Helge Limburg erklärte am Dienstag im Interview mit dem Regionalsender Radio ffn: "Wir werden uns dafür einsetzen, dass auch in der Grundschule gleich­geschlechtliche Partnerschaften diskriminierungsfrei im Unterricht vorkommen und dass, wenn über Partnerschaft geredet wird, nicht immer nur die Ehe oder klassische Familien in den Vordergrund gestellt werden, sondern dass auch in der Grundschule deutlich wird, dass es verschiedene Formen von Partnerschaften gibt."

Der 30-Jährige sagte weiter, die Schule müsse gesellschaftliche Entwicklungen nachvollziehen: Es ist für mich erfreulich, dass die Gesellschaft bezogen auf Schwulsein sehr viel offener geworden ist. Das muss sich auch im Unterrichtsinhalt widerspiegeln." In Hannover regiert seit Februar eine rot-grüne Koalition.

Für das SPD-geführte niedersächsische Kultusministerium wird auf Homosexualität im Unterricht allerdings genug eingegangen. Eine Ministeriumssprecherin teilte auf ffn-Anfrage mit: "Das niedersächsische Kultusministerium sieht bislang keinen Anlass, die bisherige Praxis an niedersächsischen Grundschulen grundlegend zu ändern. Unsere Lehrkräfte sind bereits jetzt im Unterricht angehalten, Schülerinnen und Schülern ein Weltbild zu vermitteln, das von Toleranz, Vielfalt, Empathie und Respekt geprägt ist."

Im vergangenen Jahr kam eine Studie aus Berlin zu dem Ergebnis, dass homophobe Beleidigungen an Grundschulen an der Tagesordnung sind. Demnach verwendeten 62 Prozent der Grundschüler "schwul" oder "Schwuchtel" und 40 Prozent "Lesbe" als Schimpfwort. Jungs und Schüler mit Migrationshintergrund zeigten sich am homo­sexuellenfeindlichsten (queer.de berichtete). (pm/dk)

-w-

#1 foxiAnonym
  • 06.06.2013, 19:19h
  • "Im vergangenen Jahr kam eine Studie aus Berlin zu dem Ergebnis, dass homophobe Beleidigungen an Grundschulen an der Tagesordnung sind"
    Das zeigt mal wieder, dass die Aufklärung viel zu spät beginnt. Nur wer frühzeitig aufgeklärt in die Schule kommt, geht diskrimierungsfrei mit seinen schwulen Mitschülern um.
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#2 Aus Bad HomburgAnonym
  • 06.06.2013, 19:20h
  • Das ist schön, aber leider völlig zwecklos. Wenn die SPD schon einmal schwulpolitisch-skeptische Stellung zu irgendeinem Thema bezieht, dann bringen alle weiteren Diskussionen mit den Grünen als Juniorpartner gar keine Ergebnisse, außer Ärger auf beiden Seiten sowie Enttäuschung für Schwule selbst. Das war schon mit der rot-grünen "Gleichstellung der eing. Lebenspartnerschaften im Landesrecht" in Baden-Würtemberg Ende 2011- Anfang 2012 so (Stichwort "Cruise-Geld").
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#3 FoXXXynessEhemaliges Profil
  • 06.06.2013, 22:21h
  • Mal sehen, ob sich Herr Limburg durchsetzt.
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