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Nach Klageankündigung der Rechtsextremen
Demo gegen "offene Provokation" von "Pro Köln" zum CSD
- 08. Juni 2013 2 Min.

Die Kölner zeigen seit vielen Jahren erfolgreich Flagge gegen Rechts (Bild: pauneu / flickr / by-nc 2.0)
Schulterschluss mit dem KLuST: Am 15. Juni veranstaltet der Kölner Beamtenbund einen Protestmarsch mit anschließender Kundgebung in Leverkusen.
Für den Kölner Kreisverband des dbb Beamtenbund und Tarifunion war der ohne Gegenstimme vom Kölner Lesben- und Schwulentag (KLuST) e.V. verhängte Ausschluss der rechtsextremen Wählervereinigung "Pro Köln" vom diesjährigen CSD nicht genug. Unter dem Motto "Wir stellen uns quer! Gegen Rassismus, Ausgrenzung und die offene Provokation gegen die schwule und lesbische Community" veranstaltet er am Samstag, den 15. Juni eine Demonstration in Leverkusen. Der Marsch mit anschließender Kundgebung beginnt um 12:30 Uhr am Bahnhof Leverkusen-Opladen.
Während der Diskussion um die Teilnahme der CDU am Berliner CSD hatte die Stadtratsfraktion von "Pro Köln" Ende April überraschend beim KLuST e.V. einen CSD-Wagen für den diesjährigen Cologne Pride angemeldet (queer.de berichtete). Trotz eines anderslautenden Rechtsgutachtens wies eine außerordentliche Mitgliederversammlung am 4. Juni die Anmeldung der Rechtsextremen ohne Gegenstimme und bei nur zwei Enthaltungen zurück (queer.de berichtete). "Pro Köln" will die CSD-Teilnahme nun über den Gerichtsweg erzwingen (queer.de berichtete).
"Affront gegen alle demokratisch denkenden Menschen"
"Das Agieren von 'Pro Köln' ist – wie so oft – schlicht provokativ", begründete der Vorsitzende des Kölner Beamtenbundes Frank Schmidt die Protestaktion. "Eine Gruppe, die die Rechte von Homosexuellen und Menschen mit Migrationshintergrund oft genug mit Füßen getreten hat, will sich nunmehr gerichtlich in eine Demo einklagen, die für eine offene und menschenfreundliche Gesellschaft einsteht! Das ist einfach nur eine missachtende Provokation und ein deutlicher Affront gegen alle demokratisch denkenden Menschen."
Die Bezirksregion Köln sowie der CSD zeichneten sich durch Menschenfreundlichkeit und Offenheit aus, heißt es im Aufruf des Kölner Beamtenbundes. "So soll es auch bleiben, so dass wir nur allzu gern den Schulterschluss mit dem KLuST e.V. leben und deutlich Flagge gegen die offene Provokation zeigen wollen."
Im Anschluss an die außerordentliche Mitgliederversammlung des KLuST trat der dbb Köln noch am gleichen Abend in das Bündnis "Köln stellt sich quer" ein. (cw)
Links zum Thema:
» Homepage des Kölner Beamtenbunds














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