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- 10. Juni 2013 2 Min.

Captain Wales, wie Prinz Harry inzwischen in den britischen Streitkräften genannt wird, hat einem schwulen Kameraden geholfen (Bild: Wiki Commons / Surtsicna / CC-BY-2.0)
In einem neuen Buch beschreibt ein schwuler Soldat, wie der "Party-Prinz" ihn vor einer homophoben Attacke gerettet hat.
Der inzwischen aus dem Militärdienst ausgeschiedene britische Panzerschütze James Wharton schreibt in seinem Buch "Out in the Army", dass er von Prinz Harry 2008 während einer Übung in Kanada vor sechs homophoben Soldaten eines anderen Regiments gerettet wurde. Der Waliser berichtet, wie er vor fünf Jahren als 21-Jähriger seinem damaligen Vorgesetzten in einem Panzer erzählte, dass Soldaten der Infanterie ihn "ermorden" wollten. Der Grund war, dass er aus Versehen einen Kameraden, mit dem er den Abend zuvor Sex hatte, geoutet hatte. Er habe sofort gemerkt, dass dies ein "verhängnisvoller Fehler" in dieser Umgebung gewesen sei.
Harry habe aber sofort gesagt: "Ich werde die ganze Scheiße regeln – ein für alle Mal". Er sei dann aus dem Panzer gestiegen. Zehn Minuten später sei er zurückgekehrt und habe gesagt, dass sich Wharton keine Sorgen machen brauche. Für ihn sei Harry seither ein "Held" gewesen, so Wharton weiter. "Ich werde Harry immer dankbar sein und nie vergessen, was passiert ist. Bis er die Sache in Ordnung gebracht hat, habe ich mich auf das Allerschlimmste eingestellt."
"Das ganze Land wird Harry applaudieren"
Auch Politiker haben inzwischen die Nummer drei der britischen Thronfolge für seinen Einsatz gelobt. "Das ganze Land wird Harry applaudieren", sagte der Labour-Politiker Jim Murphy, der derzeitige Schatten-Verteidigungsminister. "Unsere Streitkräfte sollten das moderne Großbritannien widerspiegeln, für das sie so hart kämpfen."
Harry machte von 2005 bis 2007 eine Offiziersausbildung und war danach in Afghanistan stationiert. Wegen Sicherheitsbedenken wurde er nach gut drei Monaten abgezogen. Danach absolvierte er einen Pilotenausbildung und wurde inzwischen zum Kapitän befördert. 2012 kehrte er für einen weiteren Einsatz nach Afghanistan zurück.
In den letzten Jahren machte Harry jedoch vor allem als "Party-Prinz" von sich reden. So veröffentlichte die Boulevardpresse wiederholt Bilder und Videos, die den Prinzen beim ausgelassenen Feiern zeigten. 2007 erschien etwa ein Videos, in dem Harry die Brustwarze eines Kumpels liebkost (queer.de berichtete). 2009 küsste er einen Mann in einer Bar, weil dieser ihm dafür eine Flasche Bier ausgeben wollte (queer.de berichtete). (dk)
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